Montag, 31. März 2014

Monatsstatistik März 2014

Hallöchen,

im Moment darf ich viel Zeit hier am PC verbringen, weswegen meine Statistik dieses mal sogar wieder pünktlich kommt. :)

Gods and Warrios von Michelle Paver (372 Seiten) 4,5/5
Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens von Sebastian Niedlich (278 Seiten) 5/5
Mein böses Herz von Wulf Dorn (410 Seiten) 5/5
Die Nachtmahr Traumtagebücher von Jean Sarafin (285 Seiten) 3,5/5
Die Nachtmahr Wunschträume von Jean Sarafin (272 Seiten) 3/5
Die Clique - Wenn die Gruppe Druck macht von Brigitte Blobel  (200 Seiten)

gelesene Bücher: 6
gelesene Seiten: 1817
pro Tag: 59

Neuzugänge: 7
SuB Anfang: 137
SuB Ende: 138

Monatshighlights:

Monatsflops:
Gab es nicht !

SuB-Losung:
Darauf freue ich mich jetzt schon. Das Buch lächelt mich im Regal auch einfach immer so an :)

Falls es in nächster Zeit wieder dauerhaft etwas leerer sein sollte, tut mir das sehr leid. Denn im Mai habe ich meine Abiprüfung, auf die ich jetzt meine ganze Aufmerksamkeit lenke. Also, falls keine Rezensionen oder Ähnliches kommen. Sorry! Aber danach wird hier alles wieder geregelt laufen, hoffe ich. Die Rezi zu "Roter Mond" gibt es aber auf jeden Fall noch.

Liebe Grüße
Linda

Sonntag, 30. März 2014

Die Nachtmahr Wunschträume von Jean Sarafin

Vorsicht! Da dies der zweite Band einer Trilogie ist, könnten evtl. spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Die Nachtmahr Wunschträume
Autor/-in: Jean Sarafin
Form: Broschiert (272 Seiten)
Verlag: Elysion Books
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 12,90 €
ISBN: 978-3942602136

Klappentext:
 

Das Leben der siebzehnjährigen Liz ist endlich wieder ruhig und normal. Naja ... so normal, wie es eben sein kann, wenn man die Königin der Albträume ist und der eigene Freund einen pünktlich zu seinem 18ten Geburtstag umbringen muss. Doch all dies wird plötzlich unwichtig, als sich immer mehr Menschen in ihren Träumen verlieren. Von Freunden und Feinden unter Druck gesetzt, muss sich Liz entscheiden, wem sie vertraut: Dem eifersüchtigen Tagmahr David, dem intriganten Jonah oder dem charismatischen Inkubus Elijah. - Aber welche Pläne hat eigentlich ihr undurchsichtiger Stiefvater? 
Schließlich verändert ein schier unhaltbares Ultimatum alles, an was Liz je geglaubt hat.
Wünsche können die Welt verändern ... aber nicht alle Wünsche sind gut

Gestaltung:
Das Cover ist im Vergleich zu Band 1 relativ gleich geblieben. Der Hintergrund wurde weiß gemacht und gefällt mir einfach von der Atmosphäre her besser. Ein paar Figuren sind gleich geblieben, ein paar haben sich verändert. Wie zum Beispiel die Schneekugel. Auf dem Cover des ersten Bandes befand sich dort eine Uhr, die auch eine Bedeutung hatte. Eine Schneekugel wird in diesem Teil nicht explizit erwähnt, aber Blumen spielen eine große Rolle.

Meinung:
Ich hab irgendwie so das Gefühl, ich könnte Reihenfortsetzungen immer nur schlecht rezensieren. Was soll man sagen? Der Einstieg fiel mir dieses Mal sehr viel leichter, als beim letzten Mal. Man kannte Liz und die anderen ja zum Glück schon. Und tatsächlich gefiel mir dieser Band zu Beginn ein bisschen besser. Ich war gespannt wie es weitergeht und hatte sogar das Gefühl, ich käme mit Liz etwas besser klar. Das Buch spielt ein Jahr nach dem Ende von Band eins und vieles was is der Zeit passiert ist, bleibt unklar. Klaus (Liz' Stiefonkel/vater) ist für ein Jahr fortgewesen und Liz hatte den ein oder anderen Beziehungskram zu erledigen. Leider ist bei ihr nicht alles super verlaufen und ich hatte manchmal für einen klitzekleinen Moment dass Gefühl, sie wäre wirklich traurig. Im Vordergrund stehen hier jedoch vor allem der Kampf zwischen Tag- und Nachtmahren und dass Liz sich in ihre Rolle als Königin einfinden muss. Und das war eigentlich gar nicht so schlecht gemacht. Leider muss ich sagen, dass es zwischendurch ein einziges Wirrwarr war. Ich habe zwischenzeitlich vollkommen den Durchblick verloren. Das hat mir etwas den Lesegenuss genommen. Den ganzen guten Amazonbewertungen kann ich mich leider nicht vollends anschließen. Ich habe das Buch vor zwei bis drei Tagen beendet und ich glaube, die paar Nächte zwischen dem Beenden und dem Rezensieren tun dem Buch ganz gut. Denn eigentlich wollte ich es schlechter Bewerten als ich es jetzt wahrscheinlich tun werde. Rückblickend war es nämlich eigentlich gar nicht so schlecht. Die Sache mit den Wünschen fand ich gut umgesetzt, wenn auch wieder etwas verwirrend. Allerdings wurde hier auch viel mehr erklärt. Man ist ja in der Materie genau so neu drin wie Liz und dieser wird alles Neue erklärt, damit sie eine gute Königign der Albträume ist. Die sie gar nicht sein will. Dieser Konflikt hat mir gut gefallen, denn man merkt, dass Liz eigentlich mit dem Ganzen nicht wirklich etwas zu tun haben will. Das sie einfach nur ein ganz normales Mädchen sein will. Was ja leider nicht so einfach ist, vor allem wegen den drei Jungs David, Jonah und Elijah. Und dann kommt da noch Klaus dazu. Punktabzug, weil das Buch wieder furchtbar verwirrend und verzwickt war. Und weiteren Punktabzug, wegen der offensichtlichen Geschichte mit Klaus. Das war mir leider etwas zu viel. Ich mag ihn zwar und seine Geschichte ist eines der wenigen Elemente des Buches, welches ich durchschaut habe, jedoch ist mir die Liebesgeschichte von Klaus etwas zu weit gegangen. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber für mich war das einfach ... unglaubwürdig würde ich jetzt nicht sagen. Ich mochte es einfach nicht. So einfach ist das, es gefiel mir nicht. Natürlich ist das nicht die einzige Liebesgeschichte. Zwischen Liz und den Jungs ist aber ziemliche Funkstille, ich hatte das Gefühl, dass sie fast gar nicht mehr auftraten. Hier wurde das Spotlight eher auf Klaus und Liz gestrahlt, vor allem die Konversationen über Blumen fand ich schön. Das war mal etwas Originelles. Zum negativen kann ich nur sagen, dass es immer noch die selben Punkte sind wie in der Rezension zum ersten Part. Lindt-Schokolade und Situationen die irgendwie vom Himmel fallen gab es auch diesesmal. Und ab Seite 200 ungefähr muss ich wirklich sagen, war ich furchtbar genervt. Eben weil hier offensichtlich auf die vermeintliche Liebesbeziehung zwischen Liz und ... gelenkt wird. Mir war das einfach zu viel Liebeskrimskrams. Dreiecksbeziehungen sind schon nicht mein Fall und das hier war ja noch mehr. Das Ende war ganz okay, jedoch fand ich von der Spannung her das des Vorgängers wirklich besser. Irgendwie war es etwas undurchsichtig und für mich auch etwas aus der Luft gegriffen. Aber ansonsten war das Buch, rückblickend, doch besser als ich es direkt nach dem Beenden bewertet hätte.

Charaktere:

Liz: Was soll ich zu Liz groß schreiben? Eigentlich ist sie immer noch die selbe wie im Vorgänger. Jedoch merkt man hier sehr deutlich auch ihre sensible Seite. Das sie zum Beispiel an die wahre Liebe mit happy end glaubt. Oder das sie nicht einfach so verzeihen kann und von David zum Beispiel sehr verletzt wurde. Allerdings hat sie ihre Einstellung geändert. Im ersten Band war es ja so, dass sie niemanden an sich heran lassen wollte. Das hat sich hier etwas geändert, sie ist zutraulicher geworden. Vor allem mit Klaus pflegt sie eine gute Beziehung, welche mir eigentlich gut gefallen hat. Wobei die Blumen einen großen Aspekt ausmachen. Die Betonung liegt hier aber auf "eigentlich". Die Beziehung zu den beiden Brüdern Elijah und Jonah ist allerdings gespickt von Misstrauen. Wobei Liz den meisten Menschen misstraut. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich ein ganz kleines bisschen besser mit ihr klarkam. Ich habe sie etwas besser verstanden und da war einfach ein besserer Bezug. Trotzdem bedeutet dieser Charakter mir nicht wirklich viel. Aber man kann mit ihr klarkommen.

Klaus: Liz' Stiefvater/onkel, der im ersten Teil eher eine nicht so wichtige Rolle inne hatte. Hier hat man direkt gemerkt, dass Klaus mehr in die Geschichte involviert wird. Auch erfährt man viel von seiner Vergangenheit und was mit seiner ersten Frau geschah. Mir haben vor allem die Konversationen über Blumen zwischen Klaus und Liz gefallen. Denn Blumen haben ja auch immer eine Bedeutung. Klaus war eine Art Beschützer und Liz' Vertrauensperson in der Familie. Er spielte mit relativ offenen Karten und hat sich erfolgreich das Vertrauen von Liz erkämpft. Für mich wirkte er wirklich immer wie so eine Art Mauer zum Anlehnen. Er hat sich gut um Liz gekümmert und war ein toller Charakter. Einer, den ich wirklich gern hatte.

David: Im Vergleich zu Teil eins hat sich bei Davids Verhalten nicht viel getan. Er ist immer noch ein Idiot der nichts auf Liz Gefühle gibt und sich nicht darum kümmert, ob er sie verletzt. Es gab manchmal die ein oder andere sentimentale Szene zwischen den Beiden, aber das konnte ich ihm ehrlich gesagt nicht abkaufen. Keinem der Jungs. Sie waren einfach unglaubwürdig. Und David ist und bleibt der selbe Idiot wie aus Teil eins. Er macht zu, wenn Liz mit ihm reden will und ignoriert sie gerade zu. Er gibt ihr keine Erklärungen und ist einfach nur blöd. Genau wie vorher, total unsympathisch.

Zitate:

Man zieht doch niemanden in Erwägung. Entweder empfindet man etwas, oder nicht. Und wenn man genug empfindet, ist es ein klares "ja". Alles dazwischen ist Wischi-Waschi-Ich-kann-nicht-allein-sein-Kram.
Liz
 
Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Ein Buch, das mich tatsächlich durcheinander bringt. Denn einerseits hätte ich es gern gegen die Wand geworfen, andererseits würde ich jetzt gerne den dritten Band lesen. Rückblickend hat sich meine Meinung über dieses Buch noch einmal geändert. Denn vor allem Klaus gefiel mir gut und die Geschichte, zwar immer noch verwirrend, hat sich gebessert. So blöd es auch klingen mag, nach den letzten Seiten wollte ich dem Buch nur zwei Schmetterlinge geben. Nach ein paar Mal drüber schlafen erhält es dann doch noch drei Schmetterlinge, weil einige Sachen mir rückblickend betrachtet doch besser gefallen haben. 
Also eine minimale Verschlechterung zum ersten Band, der mir ein bisschen besser gefiel.
Vielen Dank an Sandra von Read and be yourself und Elysion Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Samstag, 29. März 2014

Die Nachtmahr Traumtagebücher von Jean Sarafin

Allgemeines:
Titel: Die Nachtmahr Traumtagebücher
Autor/-in: Jean Sarafin
Form: Broschiert (280 Seiten)
Verlag: Elysion Books
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 12,90 €
ISBN: 978-3-942602-14-3

Klappentext:

Schon am ersten Tag in ihrer neuen Schule stößt Liz auf Widerstand. Denn ausgerechnet Jonah, der Grund für Liz' vorangegangenen Aufenthalt in einem Internat für Schwererziehbare, versucht ihr erneut etwas anzuhängen. 
Damit kommt Liz klar ... aber schon bald geschehen wirklich unheimliche Dinge. Als die ersten Schülerinnen nicht mehr erwachen, findet Liz heraus, dass ihre eigene Familie mehr als nur ein kleines Geheimnis vor ihr verbirgt. - Und ausgerechnet ihr liebster Feind soll das nächste Opfer werden.
Um ihn zu retten, muss sich Liz mit einer bitteren Realität abfinden:
Manchmal muss man zur Bösen werden, um das Richtige zu tun.

Gestaltung:
Ich finde das Cover ja wirklich schön. Dieser schwarze Hintergrund mit den weißen ... Ornamenten(?) macht schon ziemlich was her. Gleichzeitig ist es etwas nichtssagend, so dass man eigentlich nicht wirklich weiß, was einen erwartet. Aber die Farben sind gut gewählt und passen zur Geschichte.

Meinung:
Ich bin ziemlich skeptisch an dieses Buch herangegangen, habe mich aber trotzdem darauf gefreut. Denn die Meinungen, die ich bisher gehört habe, waren ziemlich zweigeteilt. Die einen fanden es gut, die anderen eher nicht so. Ich selber bin eher etwas zwiegespalten. Denn die Idee des Buches ist eigentlich wirklich gut und für mich zumindest etwas vollkommen Neues gewesen. Keine Vampire, keine Werwölfe. Endlich, denn einen Roman ohne eines von beidem findet man leider nur noch selten. Was ja eigentlich nicht so schlimm ist, aber manchmal hat man einfach die Nase voll und will etwas anderes Übernatürliches. Hier eigentlich schon der erste Pluspunkt für das Buch. Aber fangen wir von vorne an. Es fängt alles etwas ... sagen wir "problematisch" an. Denn ich hatte meine Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen und war bereits zu Beginn doch etwas verwirrt. Der Prolog war auch einfach irgendwie merkwürdig. Wahrscheinlich lag es daran. Auf jeden Fall lernt man dann Liz kennen, gefolgt von ihrem Stiefbruder David und ihrem Erzfeind Jonah. Ich hatte mit dem Auseinanderhalten der Jungs etwas Probleme. Denn man wird eigentlich direkt mit Beiden konfrontiert und Beide haben sich auch irgendwie gleich benommen. Sie waren beide nicht wirklich nett zu Liz und für mich hat sich nicht herauskristallisiert, wer wer ist. Nach einer gewissen Zeit ging es dann und es wurde besser. Leider habe ich immer noch nicht ganz verstanden, wieso David zum Beispiel nicht gerade nett zu ihr ist. Also, für mich ist er irgendwie grundlos gemein gewesen. Es gibt natürlich auch ein paar positive Aspekte, auch wenn die eher seltener waren irgendwie. So mochte ich zum Beispiel Max, den zweiten Stiefbruder von Liz sehr gerne. Auch ein bis zwei andere Charaktere gefielen mir wirklich gut. Das Buch hatte auch ein paar Höhepunkte, die mitunter auch spannend waren und mich unterhalten haben, aber irgendwas hat mir an dem Buch einfach gefehlt. Ich muss sagen, dass mir die meisten Charaktere nicht wirklich gefallen haben, sie waren zu undurchsichtig und ich habe sie eigentlich alle nicht wirklich verstanden. Dann gab es einen Punkt, der mir mehrmals aufgefallen ist. Für mich war das Buch irgendwie nicht so authentisch. Denn es wird zwar kein genauer Ort erwähnt, aber auf Grund von Internatsnamen wie "Saint Blocks" zum Beispiel und Glee Clubs gehe ich einfach davon aus, dass es in Amerika spielt. Mich hat da allerdings ein bisschen verwirrt, dass die zum Beispiel Peter Fox, Unheilig oder die Ärzte gehört haben. Oder Pizza von Dr. Oetker gegessen haben. Kann ja sein, dass die Interpreten so einen großen Erfolg haben oder Dr. Oetker auch international bekannt ist, mich hat es allerdings echt rausgerissen. Was ich auch nicht verstanden habe war folgende Situation: Stinknormaler Schulmorgen, allerdings stehen die Schüler vor dem Schulsprecher versammelt und sind in Aufruhr. Liz geht zum Schulsprecher und fragt ganz normal: "Und welches Mädchen ist diesmal nicht aufgewacht?" Was zum Teufel? A) Woher weiß sie von den Mädchen? B) Wieso fragt sie so, wie als wäre es das normalste der Welt? Von jetzt auf gleich. Nicht in einem Satz wurde angedeutet, dass irgendetwas passiert ist und Liz kommt in die Schule und hat sofort die Frage zur Antwort parat. Entweder habe ich da wirklich etwas überlesen, oder ich blick da nicht ganz durch. Okay, soviel dazu. Das Buch ist leider wirklich furchtbar verwirrend und man erhält irgendwie nie den vollkommenen Durchblick. Trotzdem war es recht unterhaltsam und interessant. Vor allem das Ende hat mir gut gefallen, da hier tatsächlich die ein oder andere Aufklärung von statten geht und man auch dazu motiviert wird, Band 2 zu lesen. Dieser hat auf jeden Fall auch eine Chance verdient und hoffentlich blick ich da ein bisschen besser durch.

Charaktere:

Liz: Ein ca. 16 jähriges Mädchen, dass leider so einiges hinter sich hat. Ihre Eltern starben bei einem Feuer und sie musste als einzige Überlebende zu ihrer Tante Meg. Die hat sie aber lieber in ein Internat für Schwererziehbare geschickt für nette 6 Jahre. Nun darf Liz aber wieder bei ihrer Tante wohnen und auf eine normale Schule gehen. Dort fällt es ihr aber erst einmal schwer, Fuß zu fassen.
Ich weiß nicht wirklich wie ich Liz einschätzen soll. Zu Beginn dachte ich, sie sei so eine typische kleine Rebellin, eine Kratzbürste. Aber irgendwie hat sich das im Laufe des Buches geändert und ich kann Liz nur schwer beschreiben. Ganz am Anfang wollte sie niemanden an sich heranlassen. Was ich irgendwie verstehen konnte, wenn man mit einbezieht, dass David und Jonah zu den beliebtesten Typen der Schule zu gehören, so scheint es zumindest. Leider bin ich mit Liz nicht so richtig warm geworden. Sie war zwar ein klein bisschen sympathisch, aber niemand, den ich wirklich irgendwie ins Herz geschlossen habe oder dessen Gefühle mich groß interessierten. Denn Liz war für mich einfach zu undurchschaubar und zu unverständlich. Denn irgendwie scheint sie sich ja auch nicht ganz für eine Sache entscheiden zu können. Anscheinend schlägt ihr Herz für drei Typen gleichzeitig und das kann ja alles sein, ist mir persönlich aber etwas zu viel. Ich kann sie nicht wirklich beschreiben. Sie ist mir vom ersten Band her nicht wirklich im Kopf geblieben, hatte für mich nichts individuelles. Also, es gibt irgendwie nichts, was sie besonders macht. Sie ist dickköpfig, störrisch und irgendwie auch ganz nett. Aber irgendwie auch ersetzbar, wie jedes andere Mädchen. Erst zum Ende hin wird sie außergewöhnlicher, aber trotzdem ist sie irgendwie nicht weiter interessant. Für mich war sie einfach nur ein kleines Goth-Mädchen, dass ein bisschen was erlebt hat. Aber wirklich einen Eindruck bei mir hinterlassen oder eine Bindung hervorgerufen hat sie nicht.

David: Der grundlos gemeine Stiefbruder von Liz, den ich vielleicht für 10 Seiten oder so mal mochte. Er ist einfach nur ... ein Blödmann. So einfach ist das. Er schickaniert Liz wo er nur kann, er schubst sie herum und hackt auf ihr herum, zusammen mit seinen besten Freunden. Ich mochte ihn überhaupt nicht und war wirklich ... wütend sag ich jetzt mal, dass er ohne Grund so mit Liz umsprang. Und dann tut er von heute auf morgen so, wie als könne er sie leiden und dann doch wieder nicht. Tut mir leid, David war gar nicht mein Fall.

Jonah: Ein Idiot und Antagonist. Eigentlich. Denn irgendwie ist er das doch nicht so ganz. Also, Jonah war ziemlich undurchschaubar. Er versucht sich das Vertrauen von Liz zu verdienen, aber irgendwie gelingt ihm das nicht so ganz. Denn trotz allem ist er irgendwie ... ja, merkwürdig. Ich konnte ihn nicht wirklich einer Seite zuordnen. Einerseits versucht er den guten Jungen zu mimen, andererseits ist das Misstrauen, dass Liz ihm entgegenbringt total gerechtfertigt. Denn er hat echt 'ne ziemlich mistige Sache mit ihr abgezogen. Aber irgendwie war Jonah so richtig geheimnisvoll und naja, halt nicht durchschaubar. Das machte ihn mysteriös und interessant. Und irgendwie hatte ich bei ihm das Gefühl, dass er es ernst meint und einige Sachen einfach wieder gut machen möchte. Wenn ich ehrlich bin, war er mir sogar irgendwie ziemlich sympathisch. Auf eine merkwürdige Art und Weise mochte ich seine Buhlerei um Liz Aufmerksamkeit.

Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Ein sehr verwirrendes, aber unterhaltsames und interessantes Buch. Es gab leider mehrere Punkte, die mir negativ aufgefallen sind und die mich etwas aus meinem Lesefluss rausgeholt haben, trotzdem habe ich den ersten Band der Nachtmahr-Trilogie gerne gelesen. Es war spannend und mysteriös. Alles in allem hat mir das Buch schon gut gefallen, aufgrund der negativen Aspekte bekommt es aber ein paar Punkte abgezogen.
Für den Einstieg in die Nachtmahr-Trilogie vergebe ich 3,5/5 Schmetterlingen.
 Vielen Dank an Sandra von Read and be yourself und Elysion Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Neuzugänge vom März

Hallöchen,

aufgrund der spärlichen Zeit an meinem PC packe ich die Neuzugänge von diesem Monat in einen gesammelten Post.

Mein böses Herz von Wulf Dorn
Bereits gelesen und rezensiert

Roter Mond von Benjamin Percy
Habe ich vom Penhaligon Verlag erhalten und werde ich als nächstes lesen. :)

Final Cut von Veit Etzold 
und
Gefangen in Harmony von Walter Greatshell
Diese beiden Bücher habe ich als Mängelexemplare ergattern können. Beide klingen sehr interessant und ich bin schon sehr gespannt auf sie.

Generation Geil von Katharina Weiß
Das Buch will ich schon so lange haben und jetzt habe ich es endlich für 1 € auf Ebay ersteigern können.

Das verdrehte Leben der Amélie - Sommerliebe von India Desjardins
Aaaaah, ich liebe diese Reihe! Und ich freue mich jetzt schon total auf das Buch. Übrigens habe ich es bei Lovelybooks gewonnen.

Die Sache mit Callie & Kayden
Als ich dieses Buch gesehen habe, fand ich das Cover so schön, dass ich es unbedingt haben musste.
Und nachdem ich meiner Mami ein paar Tage lang die Ohren vollgeheult habe, hat sie es mir heute morgen mitgebracht.

Was habt ihr euch diesen Monat so neues gekauft?
Kennt ihr schon eines der Bücher?

Liebe Grüße
Linda

Freitag, 28. März 2014

Kurzfazit: Gods and Warriors - Die Insel der Heiligen Toten von Michelle Paver

Allgemeines:
Titel: Gods and Warriors - Die Insel der Heiligen Toten
Autor/-in: Michelle Paver
Form: Hardcover (384 Seiten)
Verlag: cbj
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-570-15704-6

Klappentext:

Der 12-jährige Hylas weiß nicht wie ihm geschieht, als ihn in den Bergen plötzlich mysteriöse Krieger angreifen - albtraumhafte Gestalten in Rüstungen aus schwarzem Leder, bis unter die Zähne bewaffnet, die Gesichter mit Asche beschmiert. Diese schwarzen Krieger wollen Hylas töten. Er weiß nicht, warum, aber er muss ihnen entkommen. Uns so beginnt eine wilde Flucht über Land und Meer. Seine einzigen Verbündeten sind Pirra, die rebellische Tochter einer Hohepriesterin, und ein Delfin namens Filos. Aber die schwarzen Krieger sind ihm erbarmungslos auf den Fersen. Doch warum nur jagen sie Hylas ... und wie soll er überleben?

Meinung: 
Aufgrund der spärliche bemessen Zeit am PC dieses Mal nur ein Kurzfazit. Ich habe einfach noch zu viel zu rezensieren und zu wenig Freizeit dafür im Moment. Das Buch hat mir eigentlich wirklich gut gefallen. Es war etwas für mich vollkommen Neues. Hylas und Pirra waren wirklich tolle Charaktere und Filos ist ein toller und sehr origineller Charakter gewesen.  Ich meine, ein Delfin? Das hat man auch nicht so oft. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Ich musste zwar erst einmal in die Geschichte hinein kommen, aber es war schon wirklich schön zu lesen. Denn Hylas ist einfach ein toller Charakter und gefiel mir wirklich richtig gut. Er war authentisch beschrieben und die Abenteuer, die er und Pirra erlebt haben waren super Spannend. Pirra hat mir auch sehr gut gefallen. Sie war so eine Rebellin und das mag ich ja sowieso. Vor allem für so ein bisschen mythologisch begeisterte Personen würde ich dieses Buch empfehlen, da es auch viel mit Göttern zu tun hat. Mir hat "Gods and Warriors" sehr gut gefallen und ich warte voller Vorfreude auf den nächsten Band.
Mein Dank geht an die Buchhandlung Windrose für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Montag, 24. März 2014

Mein böses Herz von Wulf Dorn

Allgemeines:
Titel: Mein böses Herz
Autor/-in: Wulf Dorn
Form: Taschenbuch (410 Seiten)
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-570-30891-2

Klappentext:

Traue niemandem,
nicht einmal dir selbst!

Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, die Wahnbilder in den Griff bekommen zu haben. Als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung jedoch erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro im Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe - und ist dann spurlos verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen haben soll ... 

Gestaltung:
Das Cover finde ich sehr gelungen. Thrillercover sind ja generell immer etwas nichtssagender. So auch bei Jugendthrillern wie diesem. Das Rot sticht sehr ins Auge, passt aber zur Thematik. Denn das Cover taucht praktisch genau so in der Geschichte auf. Das fand ich nicht schlecht. Man darf also gespannt sein, wo man es denn findet. 

Meinung:
"Mein böses Herz" war das Buch, welches ich für die Lieblingsbuch-Aktion lesen sollte. Und ich bin echt froh darüber, denn es stand schon ganz lange auf meiner Wunschliste. Das Buch fängt eigentlich direkt packend und interessant an. Doro wacht am Morgen auf und hört eine Stimme. Eine Stimme in ihrem Kopf. Doch ab diesem Morgen ist nichts mehr wie es vorher war. Und damit beginnt diese Geschichte, die unglaublich spannend und komplex war. Ein typischer Thriller, wenn nicht sogar Psychothriller. Da kann ich immer nicht so ganz unterscheiden, tendiere aber zu letzterem. Denn teilweise weiß man wirklich nicht, was nun real und was Einbildung war. Die Geschichte wird aus Doros Sicht erzählt. Nach dem Prolog gibt es einen Zeitsprung von vierzehn Monaten. Man erfährt relativ viel davon, was in den vierzehn Monaten so passiert ist und wie es Doro ergangen ist. Dass Doro psychisch angeschlagen ist, steht ja bereits im Klappentext. Die Halluzinationen fand ich übrigens echt heftig. Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch nicht so viele Thriller hinter mir habe. Ist ja jetzt auch egal. Auf jeden Fall hat Doro eine gewisse Zeit in einer Psychatrie verbracht und man hat mitunter das Gefühl, wie als würde Doro sich selbst nicht trauen. Dadurch ist man als Leser natürlich auch total verunsichert, denn man weiß selber mitunter nicht, was man glauben soll. Wobei Doro immer mal wieder behauptet, dass sie keine Halluzinationen hat etc. Allerdings wird das arme Mädchen wirklich auf eine Probe gestellt. Denn es gibt wirklich diese typischen Situationen wo Doro niemand glaubt und sie selbst total verwirrt ist. Und das hat das Buch richtig gut gemacht. Denn es hat von Anfang an eine Spannung aufgebaut und ich zumindest wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Denn nicht nur, dass mir Doro super sympathisch war, die Geschichte an sich war schon total spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen vor lauter Neugier. Denn ich bin bis zu letzt nicht hinter das Geheimnis mit dem Jungen gekommen. Und ich hätte auch nicht sagen können, wer etwas damit zu tun hat, wer nicht etc. Denn es war so undurchschaubar, so unglaublich spannend und so "Psycho" einfach nur, es war genial! Wirklich, dieses Buch ist total klasse, es hat mich von der ersten Seite an gepackt und mich nicht mehr losgelassen. Doro war einfach eine tolle Protagonistin, die einem wirklich teilweise nur leid tun konnte. Zudem erfährt man immer nur Stückweise, was mit ihrem Bruder geschehen ist. Nur Doro kennt die Wahrheit, aber sie erinnert sich selbst nur bruchstückhaft. Und diese Erinnerungen kommen nach und nach wieder und machen das Buch erst recht spannend. Weil man will sowohl wissen, was mit dem Bruder als auch mit dem Jungen geschah. Und die Sache bezüglich des Jungen hätte ich nie so gedacht. Da war ich wirklich fassungslos und geschockt. Der Schreibstil von Wulf Dorn war unglaublich gut, teilweise habe ich mich richtig in dieser Atmosphäre wieder gefunden. Also, dass ich zum Beispiel ein beklemmendes Gefühl hatte, als der Junge von Doro gefunden wurde. Und Leute, dieses Buch ich einfach richtig gut. Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unterhalten und mitfiebern lassen.

Charaktere:

Doro: Ein junges Mädchen, das leider schon viel durchmachen musste. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube sie ist so um die 15 Jahre alt. (Korrigiert mich wenn ich falsch liege) Leider hat Doro diesen "Psycho"-Stempel aufgedrückt bekommen. Ihre Mum glaubt ihr im Ernstfall z. B. nicht . Ihr versteht was ich meine. Sie ist auch leider nicht die Einzige, denn es kommt öfter mal dazu, dass Doros Verstand angezweifelt wird. Manchmal auch von ihr selbst. Sie hat Halluzinationen und hört Stimmen. Doch das weiß niemand. Es ist aber schon ziemlich gruselig. Aber eigentlich ist Doro total nett gewesen fand ich. Ich mochte sie wirklich sehr und sie bemüht sich ja auch, es den Anderen Recht zu machen und ein "normales" Leben zu führen. Was auch immer "normal" eigentlich bedeutet. So versucht sie zum Beispiel ihre Mutter nach einer gewissen Zeit nicht mehr zu belasten, denn es glaubt ihr ja sowieso keiner. Wobei Doro nun mal wirklich ein armes Mädchen ist, denn es sieht auch alles so aus, wie als würde ihr Verstand ihr Streiche spielen. Trotz allem lässt sich Doro nicht unterkriegen. Sie hält an der Vision des Jungen fässt und ist sich sicher, dass sie ihn gesehen hat. Und sie hat Mut und auch eine Art Hoffnung, dass sie allen die Wahrheit beweisen kann. Das mochte ich sehr an ihr und mir gefiel sie wirklich gut, auch wenn es etwas gab, dass mich wirklich schockiert hat.

Ich war am Überlegen, welche Charaktere ich noch beschreiben könnte. Jedoch bin ich der Meinung, dass es eventuell schon zu viel verraten würde. Deswegen beschreibe ich dieses Mal nur Doro, damit keiner auf den Gedanken kommt, beim Lesen schon Person "XY" als Täter auszuschließen. Wir wollen es ja spannend haben.

Zitate:

Ich wollte sie zurückziehen, aber ich konnte nicht. Seine Hände waren doch die einzigen, die mich jetzt noch vor dem Sturz in die Tiefe bewahren konnten.
Doro

"In jedem von uns ist etwas Böses", sagte ich. "Es ist der Teil von uns, auf den wir immer sehr gut aufpassen müssen, aber manchmal ist er stärker als wir."
Doro zu Julian (einem Freund)

Mein persönlicher Soundtrack:
Fazit:
Ein hochspannendes Buch mit Suchtgarantie. In jeder freien Minute wollte ich wissen, wie es mit Doro weitergeht und was mit ihrem Bruder und dem unbekannten Jungen geschah. Die Auflösung der Rätsel fand ich unglaublich und hätte zumindest bezüglich des Jungen niemals in diesen Gegenden gedacht. Mit einem wirklich tollen Schreibstil und einer klasse aufgebauten Atmosphäre hat es Wulf Dorn geschafft, mich vollends von seinem Buch zu überzeugen. Eine wirklich fantastische Geschichte die einen so schnell nicht mehr loslässt.
Ganz klare Punktevergabe: 5 Schmetterlinge!

Sonntag, 16. März 2014

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens von Sebastian Niedlich

Allgemeines:
Titel: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
Autor/-in: Sebastian Niedlich
Form: E-Book (297 Seiten)
Verlag: dotbooks
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 4,99 €
ISBN:  eBook 978-3-95520-450-1

Inhalt:

„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Gestaltung:
Ich finde das Cover ja irgendwie richtig cool. Der Schmetterling und der Tod (genauso wie die Bowlingsachen) passen zum Buch und lassen das Cover irgendwie niedlich aussehen. So ein ganz kleines bisschen Comicmäßig. Die Farbe finde ich auch gut weil dieses Gelb/Orange so etwas lebensfrohes hat.

Meinung:
In "Ernas kleines Weihnachtswunder" gab es eine Leseprobe zu diesem Buch und die fand ich so gut und so lustig, dass ich es unbedingt haben wollte. Dann gab es das Buch bei Blogg dein Buch und ich war so glücklich, als ich es haben durfte. Worum es geht steht ja eigentlich im Klappentext, mehr muss man da nicht hinzufügen. Die ersten Kapitel kannte ich bereits aus der Leseprobe und die haben mir ja wirklich super gefallen.  Der Einstieg fiel mir also nicht schwer und ich war sofort Feuer und Flamme. Und es ist wirklich sooo gut. Martin, die Hauptperson, ist wirklich ein richtig toller Protagonist. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen. Und irgendwie hat der Tod als Person auch eine ganz andere Wirkung auf mich gehabt, als wenn man so vom "Sensenmann" spricht. Er war menschlich, verletzbar. Und das hat ihm irgendwie das gruselige genommen. Denn niemand denkt an den Tod als normalen Menschen mit besonderem Job. Sehr besonders. Aber auch die Freundschaft zwischen den beiden ist etwas ganz besonderes. Leider auch nicht ohne Probleme, aber es hat so seinen ganz eigenen Charme, den Tod als Freund zu haben. Das ist einer der Fäden, der sich durch das ganze Buch zieht und einen sehr berührt. Ich zumindest habe sowohl Martin als auch Tod lieb gewonnen. Was mir besonders gut gefallen hat an dem Buch, war der Aufbau der Geschichte. Man lernt Martin kennen, als er auf einer Parkbank sitzt und darauf wartet zu sterben. Weil er halt weiß, dass er an dem Tag sterben wird. Dann taucht Tod auf und man hat einen kleinen Zeitsprung. Denn als nächstes ist Martin sieben und die beiden begegnen sich zum ersten Mal. Von da an nimmt die Geschichte eigentlich so ihren Lauf. Die Beiden werden Freunde und man begegnet Tod des Öfteren, mal über einen kürzeren oder längeren Zeitraum. Martin kann man währenddessen beim älter werden zusehen. Er wird zum Teenager, hat die ersten Probleme im Sinne der Pubertät. Danach geht es weiter, Studium, Arbeit etc. Man begleitet Martin sein ganzes Leben lang, was ich sehr schön fand. Denn für mich ist er einfach ein sympathischer Kerl, der es leider nicht so leicht hat. Unglücklicherweise läuft wirklich einiges schief in Martins Leben, wofür er selbst leider gar nichts kann. Und dann sitzt man immer da und denkt sich einfach nur, was für eine pechsträhne er mitunter hat. Dazu muss man wohl erwähnen, dass es auch gute Zeiten gibt. Und die sind dann auch wirklich sehr schön. Aber wenn man den Tod, einen unsichtbaren, zum besten Freund hat, ist vieles komplizierter. So leider auch für Martin. Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Buch war voller Humor und wirklich nett zu lesen. Es gab so viele Stellen wo ich einfach laut lachen musste. Die waren wirklich toll. Im Allgemeinen ist es ein schönes Buch, welches ich gerne gelesen habe.

Charaktere:

Martin: Der Protagonist, den man als kleinen Jungen kennen lernt. Er ist ein toller Bursche, damals noch voll süß und auch ein bisschen naiv. Aber er wird erwachsener im Laufe des Buches. Leider wird er in der Zeit immer wieder mit dem Tod konfrontiert, und damit meine ich nicht seinen Freund, sondern den Tod anderer Menschen. Dies führt leider dazu, dass Martin ziemlich abgeschottet lebt, ein Außenseiter dasein führt. Tod ist dabei mitunter sein einziger Freund. Was nicht unbedingt heißt, dass die beiden die tollste Freundschaft führen. Ganz im Gegenteil. Es gab Zeiten, da wollte Martin partout nicht mit Tod reden und ich konnte es wirklich verstehen. Denn da lief tatsächlich einiges schief. Ich mochte Martin wirklich sehr, konnte seine Handlungsweisen verstehen und mich in ihn hineinversetzen. Er ist furchtbar nett und freundlich. Vor allem hat er es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Menschen zu helfen. Er ist also auch noch hilfsbereit. Und hoffnungslos verliebt. Dabei ist er so ein netter Kerl, der immer nur versucht gutes zu tun. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Alles in allem ist er aber ein klasse Typ, der auch mal Mut beweist und mir einfach nur sympathisch war.

Tod: Der leibhaftige Tod, der in diesem Buch irgendwie so eine menschliche Seite zeigt. Tod war nicht nur Martins Freund, er war auch eine Art heimlicher Wegweiser. Was Martin (und mir an seiner Stelle) jedoch manchmal gar nicht gefallen wollte. Ich meine, er wollte zwar das Beste für Martin, aber das Beste ist in dem Sinne ansichtssache. Leider. Es gab auch Situationen der totalen Funkstille zwischen den Beiden, diese waren dann immer etwas "ruhiger". Es fehlte einem halt die zweite Bezugsperson zu diesem Buch und das war nicht ganz so toll. Obwohl man nur wenig über ihn erfährt, wächst Tod einem doch irgendwie ans Herz, denn er hat wirklich diese menschliche Seite an sich. Die, die verletzlich und glücklich und traurig und so weiter sein kann. Das ist der Tod aus dieser Geschichte, der mir gut gefallen hat.

Zitate:

Wenn ich irgendwo Hindernisse sehe, springe ich nicht darüber, ich gehe um sie herum.
Martin über Schulsport

"Und nur dass eins klar ist: Ich finde dich zwar ganz schnuckelig, aber du bist zu jung für mich. Außerdem habe ich einen Freund. Glaube ich. Jedenfalls hatte ich noch einen, als ich meine letzte Schicht angefangen habe. Das war letzten Monat oder so. Was ich eigentlich sagen wollte ... die Telefonnummer ist für den Fall, dass du ernsthaft daran interessiert bist, Medizin zu studieren. Sollte sie irgendwo an einer Toilettenwand landen und ich obszöne Anrufe bekommen, dann suche ich deine Adresse aus den Akten raus und überlege mir, wo ich an dir meine chirurgischen Kenntnisse verbessern kann."
Simone (Ärztin)

Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Mit einem humorvollen Schreibstil erzählt einem der Ich-Erzähler Martin hier von seinem Leben. Begleitet von seinem besten Freund dem leibhaftigen Tod, erlebt er sehr viel Merkwürdiges, was ihm ohne Tod wohl nicht passiert wäre. Auch stehen ihm durch diese Freundschaft Türen und Möglichkeiten offen, die ihn und seine Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten.
Martins Lebensgeschichte mit dem Tod an seiner Seite erhält von mir 5/5 Schmetterlingen.
 Vielen Dank an Blogg dein Buch und den dotbooks Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 4. März 2014

Monatsstatistik Februar 2014

Hallöchen,

heute ist ja für mich noch schulfrei, weswegen ich jetzt glücklicherweise den PC meiner Eltern für mich habe. Ich werd gucken, dass hier in den Blog wieder ein bisschen Regelmäßigkeit rein kommt. Auf jeden Fall, gelesen habe ich diesen Monat:

Für immer die Liebe von Cynthia J. Omololu (381 Seiten)
E-Mail für Holly von Holly Denham (832 Seiten)
Wenn ihr uns findet von Emily Murdoch (302 Seiten)
Gute Laune: 15 Übungen für zwischendurch von Madame Missou (32 Seiten)
Einmal und für immer von Ciara Geraghty (523 Seiten)
Ehre von Elif Shafak (525 Seiten)

gelesene Bücher: 6
gelesene Seiten: 2.595
pro Tag: 92

Neuzugänge: 8
SuB Anfang: 135
SuB Ende: 137

Monatshighlights:
Monatsflops:
Floplos :)

SuB Losung:
Die Clique von Brigitte Blobel, worüber ich sehr froh bin. Denn für die ABC-Challenge wollte ich es sowieso lesen :)

Wie war euer Lesemonat so? Habt ihr vielleicht auch eines der oben aufgeführten Bücher gelesen?
Übrigens habe ich schon den ersten meiner guten Vorsätze eingehalten, denn ich habe einen Monat lang vegetarisch gegessen. Das wollte ich einfach mal ausprobieren, um zu sehen ob es sehr schwer ist, auf Fleisch zu verzichten. Schwer ist es nur dann wenn es um so "besondere" Sachen geht, wie Schnitzel zum Beispiel. Wurst oder so hat mir jetzt nicht gefehlt.
 Aber irgendwie bin ich ziemlich stolz auf mich. :)

Liebe Grüße
Linda

Ups, ich hab "Rückwärts ist kein Weg" vergessen :o

Montag, 3. März 2014

Wenn ihr uns findet von Emily Murdoch

Allgemeines:
Titel: Wenn ihr uns findet
Autor/-in: Emily Murdoch
Form: Hardcover (302 Seiten)
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 15,99
ISBN: 978-3-453-53434-6

Klappentext:

Schicke Kleider, Jungs, Partys und Schule: Diese Welt ist der fünfzehnjährigen Carey und ihrer jüngeren Schwester Jenessa völlig fremd. Die Geräusche des Waldes, das beengte und doch so vertraute Zusammenleben im Wohnwagen und die oft tagelange Abwesenheit ihrer Mom - das ist der Alltag der Mädchen, die in einem Trailer mitten in einem Naturschutzgebiet leben. Die Tage im Wald finden ein jähes Ende, als ihr Vater die Mädchen zu sich und seiner neuen Familie holt. Doch ihr altes Leben lässt sie noch nicht los.

Gestaltung:
Ich finde das Cover sehr passend. Es ist so dunkel und durch den Wald und das sehr ernst dreinblickende Mädchen (eventuell Carey) kommt bei mir so eine leichte Gruselstimmung auf. Immerhin ist ein Wald im Dunkeln kein Ort, an dem ich sein möchte. Mir gefallen vor allem die Augen des Mädchens, sie sind sehr schön abgebildet worden, finde ich. Aber diese dunkle Stimmung passt auf jeden Fall zum Buch.

Meinung:
Ich ging eher mit einem merkwürdigen Gefühl an dieses Buch heran. Theoretisch wusste ich von vornherein, worum es geht und wie ich in Beziehung zu diesem Thema reagieren würde. Das es mich traurig machen würde, wie fast jedes Realitybuch. Irgendwie wusste ich das von diesem Buch ganz besonders, ich weiß auch nicht warum. Das Thema war zwar interessant, jedoch ist mir beim Lesen das ein oder andere Mal ziemlich schwer ums Herz geworden. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir gar nicht so schwer, es war relativ einfach. So fängt das Buch direkt damit an, dass die Mädchen gefunden werden. Es gibt viele Rückblicke und Carey, aus deren Sicht alles erzählt wird, lässt einen oft an ihrer Vergangenheit teilhaben. So erklärt sie zum Beispiel, wie sie und ihre Schwester im Wald überlebt haben. Und das Ganze kam mir ziemlich hart vor. Die Atmosphäre des Buches konnte ich irgendwie nicht so richtig einordnen. Es ist nicht direkt düster, aber auch nicht wirklich fröhlich. Eher etwas "ahnungslos" (kann eine Atmosphäre ahnungslos sein?). Ich weiß nicht wirklich, wie ich das formulieren soll. Es war verwirrend von der Atmosphäre her. Immerhin mussten sich die Mädchen erst einmal an ihre neue Umgebung und die Zivilisation gewöhnen. Jenessa zum Beispiel kannte eigentlich nichts anderes an den Wald und Carey war wohl so um die acht Jahre alt, als ihre Mutter sie in den Wald verschleppt hat. Und was die Mädchen dort erleben mussten war natürlich nicht schön. Die Geschichte ist wirklich interessant. Sie hat mich zum nachdenken angeregt. Carey und Jenessa waren wirklich tolle Charaktere und wenn ich ehrlich bin hat mich dieses Buch des Öfteren an den Film "Mama" erinnert, der letztes Jahr ins Kino kam. Da ging es ja auch um zwei verwahrloste Mädchen. Und so ähnlich ging es ja auch hier zu, nur das dies kein Horrorfilm war. Jenessa war schnell zutraulich, während Carey ein klein bisschen misstrauisch war. Auf jeden Fall hat mich das alles auf emotionaler Ebene sehr berührt. Wie die Beiden so lange alleine auskommen mussten, wie sie versuchen sich einzugliedern und nicht zuletzt wie Carey die Verantwortung übernommen hat. Auch was während der Zeit im Wald geschehen ist, hat mich sehr mitgenommen. Ich habe mitunter wirklich lange über diese Geschichte nachgegrübelt. Obwohl die Geschichte an sich wirklich sehr interessant ist, war es für mich nicht direkt ein Page-Turner. Irgendwas fehlte mir da, ich weiß nur leider nicht so genau was. Das Ende wiederum hat mich wieder ziemlich umgehauen. Ich wusste zwar, dass noch nicht alle Geheimnisse gelüftet wurde, aber das hätte ich nicht erwartet. Man konnte sich zwar etwaige Situationen ausmalen, aber bei dieser hat sich wirklich meine Hand in der Bettdecke festgekrallt und ich musste das Buch erst einmal für einen kurzen Moment zuschlagen. Ich war fassungslos und sehr geschockt, aber auch froh, dass die Mädchen dem Wald entkommen sind. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und schön zu lesen. Sehr authentisch und leicht. So konnte ich wirklich glauben, dass Jenessa noch ein kleines Mädchen ist und Carey Worte wie "Shampoo" nicht kannte. Das hat einem das Buch noch einmal schön lesen lassen.

Charaktere:

Carey: Ein 15-jähriges Mädchen, dass nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um das ihrer Schwester bemüht war. Carey war nicht nur äußerst verantwortungsvoll, sie hat vor allem immer zuerst an Jenessa gedacht und sich um sie vor allem Sorgen gemacht. Was mit ihr geschah, war ihr mitunter egal, Hauptsache ihrer Schwester ging es gut. Für die Kleine wäre sie wirklich durchs Feuer gegangen. Was wohl vor allem daran lag, dass die Mutter die Beiden viel zu sehr im Stich gelassen hat. Für die Mutter zählten nur die Drogen. Und genau deshalb hatte man oft den Eindruck, dass Carey weniger die Schwester von Jenessa, als die Mutter ist. Zumindest ist sie irgendwie in die Mutterrolle geschlüpft, denn diese hat die Mädchen ja gerne mal mehrere Wochen alleine gelassen und alles auf Carey abgewälzt. So hat sich Carey um Jenessa gekümmert, wenn sie krank war, wenn sie gefroren hat oder Ähnliches. Sie hat sie sogar beim Essen ermahnt schön langsam zu essen, weil ihr Magen das nicht besser vertragen würde. Selbst Schulsachen wie Lesen und Schreiben hat sie ihr beigebracht. Man hatte oft den Eindruck, dass Carey Jenessa besser kennt als alles andere, das sie jedes kleine Zeichen bei ihr deuten kann. Sie hat sich halt um die Kleine gekümmert wie eine Mutter um ihr Kind. Und vor allem das war etwas, was mich unglaublich berührt hat. Zudem hatte Carey ja noch mit anderen Problemen zu kämpfen, wie mit einer neuen aufmüpfigen Stiefschwester oder den neuen Schulkameraden. Immerhin hat sie noch nie eine Schule besucht, und wenn doch, dann ist es sehr sehr lange her. Aber Carey war ein liebes Mädchen, dem man nicht böse sein konnte und das man wirklich gern hatte. Sie war wie ein kleiner Welpe, der sich in seiner neuen Umgebung erst einfinden musste.

Jenessa: Ein etwa achtjähriges Mädchen, dass bereits im Wald geboren wurde. Sie ist zuckersüß, wirklich Zucker. Und sie ist stumm, aber freiwillig. Sie redet mit niemandem außer Carey und dass auch nur wenn die Beiden alleine sind. Jenessa ist halt ein kleines Mädchen, dass keine Ahnung hat, dass es noch etwas außer dem Wald gibt. Einen Fernseher, eine Mikrowelle, Dinge die für uns alltäglich sind kennt sie nicht. Carey muss sie in alles hineinführen. Aber Jenessa ist leicht zutraulich, sie hat sich zum Beispiel sofort in den Hund des Vaters verliebt und schien auch kein Problem mit seiner neuen Frau zu haben. Auch in der Schule schien sie keine Probleme zu haben. Alle haben sie geliebt, sie ist ein wirklicher kleiner Sonnenschein. Und das ist sie wirklich. Jenessa ist so putzig und süß und zum Knuddeln. Auch wenn sie schlimme Sachen erlebt hat, so scheint sie das alles schnell hinter sich zu lassen in ihrem neuen Zuhause. Obwohl sie das ein oder andere Geheimnis mit Carey teilt. Die Hauptgeschichte dreht sich eigentlich eher um Carey. Jenessa ist eher interaktiv mit dabei. Denn da sie nicht spricht wird häufig eher mit Carey gesprochen wenn es um sie geht. Was man allerdings ganz deutlich merkt, ist eine Art Verlustangst, die Jenessa hat. Sie liebt ihre Schwester über alles und würde sie auf keinen Fall ohne sie gehen lassen. Immerhin wurde sie bereits von ihrer Mutter verlassen. Ansonsten ist Jenessa ein ruhiges, wenn auch aufgewecktes Mädchen, dass einfach nur ein absoluter Sonnenschein war. Sie war sooo soooo soooooooo süß!

Zitate:

Es sind ihre Worte. Und ihre Entscheidung, ob sie sie benutzt. Oder eben auch nicht.
Carey

"Wir fühlen uns mit dem Vertrauten verbunden. Wir finden die Schönheit, selbst im Mangel. Das ist menschlich. Wir machen das Beste aus dem, was wir haben."
Melissa (Stiefmutter)

Fazit:
Eine berührende Geschichte, die mich das ein oder andere Mal hat schlucken lassen. Gefühlvoll und Einfühlsam erzählt die Autorin hier eine Geschichte, von der man wünschte, dass so etwas nicht passieren würde. Tut es leider doch. Carey war eine tolle Protagonistin, die versucht hat immer für Jenessa da zu sein. Diese wiederum wurde von allen geliebt und schien jeden Menschen zu mögen. Die Beiden Mädchen waren tolle Charaktere, deren Geschichte einen sehr berührt hat. Trotzdem hat mir irgend etwas bestimmtes gefehlt. Auch wenn dieses Buch interessant war, war es trotz der originellen Geschichte und den tollen Charakteren kann ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben. Dazu fehlte mir dieser gewisse Zauber, dieses vollkommene Abtauchen.
Daher kann ich dem Buch leider schweren Herzens nur 4/5 Schmetterlingen geben.
Vielen Dank an die Buchhandlung Windrose für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Ehre von Elif Shafak

Allgemeines:
Titel: Ehre
Autor/-in: Elif Shafak
Form: Hardcover (525 Seiten)
Verlag: Kein & Aber
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 24,90 €
ISBN: 978-3-0369-5676-3

Kaufen?

Klappentext:

Die Zwillingsschwestern Pembe und Jamila sind ein Herz und eine Seele. Doch während Jamila ihre Zukunft in einem kleinen kurdischen Dorf sieht, strebt Pembe nach mehr und zieht mit ihrem Mann und ihren drei Kindern nach London. Sie ahnt noch nicht, dass über ihrer Familie ein unfassbares Unheil schwebt.
Ein bewegendes Familienepos über Hoffnung und Verlust, Vertrauen und Verrat, Liebe und Ehre.

Gestaltung:
Mir gefällt das schlichte Cover mit den goldenen Buchstaben. Die schimmern richtig schön. Ansonsten kann ich gar nicht so viel zur Gestaltung sagen, da es eigentlich nur das Cover gibt. Also, keine besondere Innengestaltung oder Ähnliches. Auffällig sind auf dem Cover halt wirklich die schönen goldenen Buchstaben und das Wort "Ehre" ist ja schon ein großes Wort, mit viel Bedeutung. Das schlichte Cover gefällt mir wirklich besser als so ein zugebombtes. Was mich aber ein wenig traurig gemacht hat, war die Größe des Buches. Denn trotz des Preises, ist es gerade mal so groß und dick wie ein durchschnittliches 10 € Taschenbuch.

Meinung:
Voller Neugier habe ich dieses Buch in den Händen gehalten. Ich wusste nicht genau was mich erwartet, wie ich dieses Buch einordnen kann. Ist es eher ein Krimi oder eher ein Realitybuch? Nun ja, ich würde es eher als Realitybuch bezeichnen, da hier in keinster Weise ermittelt wird. Man bekommt die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt. Mal ist es Pembe, mal eines ihrer drei Kinder oder ihre Schwester Jamila. Natürlich gab es noch andere Perspektiven, aber das waren so die bedeutungsvollsten. Ich muss gestehen, dass ich etwas Probleme mit dem Einstieg in das Buch hatte. Zu aller erst waren es die ganzen Namen, die mich verwirrt haben. Denn es sind wirklich ziemlich viele Namen. Dann gab es auch ein paar Zeitsprünge, die wahrscheinlich gar nicht so verwirrend waren, wie ich sie wargenommen habe. Aber das kombiniert mit den Namen hat mich mit vielen Fragezeichen im Kopf zurückgelassen? Wer sind Naze, Iskender oder Yunus? Was wohl vor allem zu meiner Verwirrung beigetragen hat, war das erste Kapitel. Dieses wird aus Esmas Sicht erzählt, trotzdem bleibt alles ziemlich verschlüsselt. Es spielt in der Gegenwart und fängt praktisch mit dem Ende des Buches an. Dann geht es im nächsten Buch mit einem Erzähler und der Großmutter von Esma, Naze, weiter. Diese hat gerade ihr zwei Zwillingstöchter Jamila und Pembe, Esmas Mutter, zur Welt gebracht. Versteht ihr was ich meine? Ich musste mir erst einmal klar werden, wer jetzt wo und wann ist. Nachdem ich das begriffen hatte, gab es eigentlich keine weiteren Probleme mit dem Buch. Die Charaktere waren gut, der Schreibstil hatte irgendwie etwas .... individuelles. Also, irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, dieser Schreibstil wäre anders. Nicht so gut wie Maggie Stiefvaters, aber auf seine Art und Weise doch etwas Besonderes was sich abhebt. Die Geschichte hat sich, nach dem ersten Kapitel, eigentlich relativ chronologisch abgespielt. Mal gab es einen kleinen Zwischenstand, wie es denn in der Gegenwart aussieht. Dies kam vor allem in Form von Briefen vor, die eine ziemlich wichtige Person geschrieben hat. Man lernt über jedes Familienmitglied sehr viel und kann recht schnell nachvollziehen, warum sie so geworden sind und was sie für Erfahrungen gemacht haben. Allerdings hatte ich so mein Problem bei Pembe. Also, sie konnte ich nicht wirklich verstehen. Es gab in ihrem Leben wohl irgendeinen Punkt, den ich nicht mitbekommen habe, wo sie zu einem kleinen abergläubischen Angsthasen geworden ist. Das was für mich halt nicht nachvollziehbar, aber so konnte man die Zwillinge besser unterscheiden. Denn Jamila ist dann wieder das ganze Gegenteil ihrer Schwester gewesen, angstfrei und unabhängig. Wobei man leider relativ wenig von Jamila mitbekommt. Sie taucht nur am Rande auf, bekommt dann zwar ihre eigenen Kapitel, ist aber irgendwie nicht so wirklich bedeutsam, wenn es um das Geschehen geht. Denkt man zumindest. Sie schreibt mit ihrer Schwester Briefe, lebt aber ganz alleine in der Türkei in einer abgeschiedenen Hütte. Ich hätte mir viel mehr von ihr gewünscht, da sie wirklich sympathisch war. Ich bin ja eh ein Fan von selbstständigen Frauen. Die Geschichte ist wirklich spannend, die Atmosphäre passend. Ich weiß nicht mehr genau, wie viele Gefühle ich beim Lesen empfunden habe. Beziehungsweise was für welche. Es ging von Mitleid und Wut über Glück bis hin zu Entsetzen. Dieses Buch hat mich wirklich emotional mitgenommen und berührt. Dadurch das man vorher erfährt, wieso die Charaktere so sind wie sie sind, kann man ihnen nicht einmal wirklich böse sein. So war es zumindest bei mir. Wobei vor allem das Ende mich noch einmal geschockt hat. Denn das war wirklich total unerwartet und nicht vorhersehbar. Ich meine klar, man wusste ungefähr was passiert, aber die einzelnen Details kannte man ja noch nicht. Das Buch hat mich gut unterhalten, auch wenn nicht immer die nötige Spannung vorhanden war, war es doch interessant genug, dass ich zum Weiterlesen motiviert wurde.

Charaktere:

Pembe: Eine junge Mutter von drei Kindern, die nicht wirklich gut Englisch spricht und sich auch sonst eher von der Umwelt isoliert. Ich muss gestehen, dass ich Pembe zwar mochte, aber ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Dazu muss wohl noch erwähnt werden, dass das Buch die meiste Zeit in den 60er bis 70er Jahren spielt. Vielleicht lag es auch eher daran, denn im Vergleich dazu, wie alt Pembe jetzt wäre, bin ich ja wirklich noch etwas jünger. Außerdem kann ich mich nicht in sie hineinversetzen, da ich ja keine Ahnung habe wie es in einem fremden Land ist ohne die Sprache richtig zu verstehen. Das waren für mich ein paar Probleme. Im Allgemeinen möchte ich keine Kultur beleidigen oder so. Aber wenn ich an ihrer Stelle wäre, als Deutsche, hätte ich anders gehandelt. Wie das als Türkin wäre kann ich nicht beurteilen. Allerdings schien mir Pembe wirklich etwas fixiert auf ihren erstgeborenen Iskender zu sein, was ihr auch vorgeworfen wurde. Ihre anderen beiden Kinder, Esma und Yunus, schien sie stattdessen nicht wirklich war zu nehmen. Ich kann mich gerade nicht wirklich an eine Situation erinnern, in der sie sich um die Beiden wie eine Mutter gekümmert hat. Trotzdem mochte ich Pembe ein kleines bisschen, obwohl ich sie oft nicht verstehen konnte.

Jamila: Eine starke und unabhängige Frau, die mir wirklich gut gefiel. Sie hat ihr Ding durchgezogen und das getan, was sie tun wollte. Und was die anderen darüber dachten, war ihr eigentlich ziemlich egal. Sowas mag ich und das ist mir auch sehr sympathisch. Ich bin halt einfach kein Fan von Leuten, die nichts alleine auf die Reihe bekommen. So war Jamila halt nicht. Sie hattte zwar keinen Mann oder Kinder, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, das sie einsam wäre. Immerhin wurde sie immer gebraucht, denn sie war Hebamme. Eine immer freundliche, gute und hilfsbereite Hebamme. Leider hat man nur sehr wenig von ihr mitbekommen, trotzdem mochte ich sie von allen Charakteren am meisten, da sie einfach wirklich sympathisch war und ich sie von allen am meisten verstehen konnte.

Iskender: Ein junger Mann, der kein leichtes Leben hatte. Seine Eltern, Mama und Papa, haben ihn schon ziemlich heftig angelogen, wenn es zum Beispiel um die Beschneidung ging. Und dieses Situationen fand ich immer ziemlich ... erschreckend, frustrierend gerade zu. Weil, wem kannst du denn trauen, wenn deine eigenen Eltern dich anlügen. Der Junge hatte so viel Angst vor dieser Beschneidung, dass er weg gelaufen und auf einen Baum geklettert ist. Und als er da nicht wieder runterkam, hat seine Mama ihm versprochen, dass er nicht beschnitten wird. Na ja, wie die Wahrheit aussah könnt ihr euch bestimmt denken. Und das sind so Sachen, die finde ich einfach nicht gerecht. Nun gut, man muss die Religion etc. berücksichtigen, aber jemanden anzulügen ist eine Sache, die ich gar nicht ausstehen kann. Das geht bei mir gar nicht. Nach und nach hat sich Iskender irgendwie von seiner Familie isoliert, beziehungsweise sehr familär fand ich das sowieso nicht. Es gab ganz wenige Situationen, wo wirklich mehr als eine Person anscheinend zu Hause war und wenn, dann ist das meist nicht weiter aufgefallen. Für mich war da von Familienleben keine Spur. Ich will niemandem auf den Schlips treten, aber unter Berücksichtigung der Religion, konnte man sich fast denken, wie die ganze Sache ausgeht. Mir tat Iskender wirklich leid irgendwie. Natürlich ist das keine Rechtfertigung, aber dieses nicht vorhandene Familienleben gepaart mit den "Freunden", die ihm die falschen Werte einreden, das konnte einfach nicht gut ausgehen. Tut mir leid, aber das es so kommen musste, lag bestimmt nicht nur an Iskender.

Zitate:

Ich habe mir schon oft überlegt, wie es ist, wenn man eine Frau hat. Eine, die deine Schwächen und Misserfolge besser kennt als du selbst, alle deine toten Winkel, eine, die die Landkarte deiner Seele in ihre Hand gezeichnet hat und die dich trotzdem liebt.
Iskender

Hätte Allah den Wunsch gehabt, alle Menschen gleich zu machen, hätte Er es sicherlich getan.
Pembe

Wenn sie nicht Tag und Nacht davon geredet hätte, wäre mir Sex völlig schnuppe gewesen. Schließlich waren Schnecken Zwitter, jede hatte weibliche und männliche Fortpflanzungsorgane. Warum konnte es nicht auch bei den Menschen so sein? Wenn Gott uns nach dem Vorbild der Schnecke geschaffen hätte, gäbe es weniger Kummer und Leid auf der Welt.
Esma

Fazit:
Ein durchaus gutes Buch, welches mich doch sehr zum Nachdenken angeregt hat. Immerhin kann ich mich als Deutsche schlecht in eine Türkin hineinversetzen, vor allem wenn es um so ein Thema geht. Man muss viele Aspekte der Kultur berücksichtigen, bevor man sich eine Meinung bildet. Doch trotzdem finde ich, ist es eine wirklich gute Geschichte mit authentischen Charakteren und einem Hauptthema, welches hier sensibel auch Menschen anderer Kulturen näher gebracht wird. Durch die einzelnen Geschichten kann man nicht anders, als die Charaktere zu mögen und eventuell auch einfach nur Mitleid mit ihnen zu haben. Leider war mir für die volle Punktzahl zu wenig Spannung vorhanden, hätte es mich nicht wirklich interessiert, wäre ich nicht genug motiviert gewesen, die Seiten umzublättern.
Inoffiziell bekommt dieses Buch von mir 4,5/5 Schmetterlingen, da man bei Blogg dein Buch allerdings nur ganze Wertungen geben kann, bekommt es offiziell 4/5 Schmetterlingen.
Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Kein & Aber Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Samstag, 1. März 2014

Ganz großes SORRY!

SORRY, dass hier mal wieder nichts wie geplant läuft.
Aber ich habe am Dienstag meinen Laptop wahrscheinlich endgültig geschrottet. Bin am Kabel hängen geblieben und er ist, offen und angeschaltet, runter gefallen. Meine Mami guckt sich das mal an, die kennt sich mit sowas aus. Vielleicht ist er ja noch zu retten, aber das kann eine Weile dauern. Wenn mein (ultralangsamer) PC es zulässt, werde ich über ihn versuchen hier was ans Laufen zu bekommen. Aber ich hab es am Mittwoch probiert und er hat ungefähr 'ne halbe Stunde lang versucht ein Bild hochzuladen. So viel dazu. -.-


Wenns geht werde ich versuchen über den PC meiner Eltern die Rezis zu schreiben. Neuzugänge etc. müssen, wenn sie nicht über meinen PC gehen, wohl leider warten. Also alles, was mit selbst geknipsten Fotos gemacht wird.


Tut mir echt total leid, dass das jetzt so blöd gelaufen ist. Ich werde versuchen, irgendeine gute Alternative zu finden. Bis dahin habt bitte Erbarmen. :(

Liebe Grüße
Linda