Montag, 30. Juni 2014

[SuB-Reihe] Bücher aus der Cat & Bones Reihe

Blutrote Küsse und Kuss der Nacht. Sollte die Reihe nicht so heißen, klärt mich auf und verzeiht mir. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und denke, dass es etwas Vampir-Thriller mäßiges sein könnte. Die Bücher habe ich mir gekauft, als es die günstig in unserer örtlichen Büchergruppe gab und weil ich das Cover vom ersten Band so schön fand. Das hat irgendwie was und die Muster unten gefallen mir auch immer richtig gut.

Kennt ihr die Reihe? Gefällt sie euch? Wie viele Teile gibt es eigentlich?

Liebe Grüße
Linda

Donnerstag, 26. Juni 2014

Falling into you - Für immer wir von Jasinda Wilder

Allgemeines:
Titel: Falling into you - Für immer wir
Autor/-in: Jasinda Wilder
Form: Taschenbuch (314 Seiten)
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-95649-034-7

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Klappentext:
  
"Ich verliebe mich nicht nur in dich, Nell, ich falle kopfüber in dich hinein. Du bist ein Meer, und ich ertrinke in den Tiefen deiner Seele."

Ich war nicht immer in Colton Calloway verliebt. Erst liebte ich seinen jüngeren Bruder. Kyle war auf alle erdenklichen Arten meine erste wahre Liebe. Dann, an einem stürmischen Augustabend, starb er duch meine Schuld, und der Mensch, der ich war, starb mit ihm.

Colton nimmt mir nicht meinen Schmerz. Er lehrt mich, verletzt zu sein, verzweifelt zu sein. Doch kann er mich auch lehren, mir selbst zu vergeben.

Gestaltung:
Mir gefällt das Cover sehr gut. Es passt zur Geschichte und die Farben sind auch sehr schön. Die Personen passen sehr gut zu den Beschreibungen von Colt und Nell. Mir gefällt das Cover wirklich gut und vor allem sie Seite mit dem Klappentext ist schön gemacht.

Meinung:
Als ich anfing das Buch zu lesen, hatte ich zwar keine Probleme die Geschichte zu verstehen, allerdings waren mir ca. die ersten zehn Seiten etwas zu überstürzt. Es ging alles etwas schnell und mich hat das ein ganz klein wenig gestört. Danach ging es aber gut weiter und die Geschichte war wirklich sehr realistisch und gefühlvoll. Teilweise habe ich mich sogar dabei erwischt, wie ich genau das selbe dachte wie Nell. Aus ihrer und Coles Sicht wird die Geschichte nämlich geschildert. Der Schreibstil von Frau Wilder war teilweise sehr schön und voller Emotionen. Teilweise wurde es dann aber etwas herber und es wurden viele Flüche oder Schimpfwörter benutzt. Das hat zwar den Lesefluss nicht gestört, allerdings fand ich es manchmal etwas ... unpassend. Die Geschichte fing mit Kyle und Nell an und Nell erzählt praktisch von der Vergangenheit mit ihm. Das ganze gefiel mir eigentlich schon sehr gut und die beiden passten auch sehr gut zueinander. Es war fast ein bisschen schade, dass die beiden so auseinander gerissen wurden. Doch meiner Meinung nach passte Colt doch besser zu Nell, da war einfach eine Harmonie. Und es hat mit den Beiden wirklich sehr gut funktioniert. Generell haben mir die Charaktere in dem Buch gefallen und sie waren alle sehr authentisch. Nell war eine tolle Protagonistin, die ich (fast) immer verstehen konnte und die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Kyle war da schon etwas anders und zu Beginn konnte ich sein Verhalten schon irgendwie verstehen, irgendwie aber auch nicht. Colt war da doch ein bisschen schwieriger. Er ist halt so ein Gangster/Rockertyp (zumindest hab ich ihn mir so vorgestellt) und hat 'ne harte Zeit hinter sich. Pluspunkte gibt es für das Buch vor allem durch die Musik. Am Ende gibt es eine Playlist und die Songs sind toll. Zudem werden die auch im Buch oft aufgegriffen und das fand ich wirklich sehr schön. Sehr selten kam es etwas übertrieben rüber, aber meistens war es toll. Es dreht sich auch viel in dem Buch um Musik vor allem in Hinsicht des Themas Schmerz Verarbeitung etc. Durch die Musik werden auch viele Ereignisse ausgelöst und das fand ich hatte so eine eigene Bedeutung. Die Geschichte an sich war wirklich nicht schlecht und hat mir sehr gut gefallen und mich toll unterhalten. Die Charaktere gefielen mir gut, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihnen war. Vor allem hat mich dieses Buch wirklich mitgenommen und ich habe immer mitgefiebert und mich mitreißen lassen. Ein tolles Buch, das ich nur wärmstens weiterempfehlen kann.

Charaktere:

Nell: Nell war irgendwie ein bisschen stereotypisch, aber auch originell. Das ist wohl ein ziemlicher Wiederspruch. Sie wird als sehr sexy und attraktiv dargestellt, praktisch die typische Hottest-Girl-Ever-Sache (irgendwie ist das in den meisten Büchern so, glaube ich). Das störte mich allerdings nicht wirklich, denn sie verändert sich sehr nach Kyle's Tod und wird praktisch zu einem Mädchen, dem alles irgendwie egal ist. Sie trinkt viel Alkohol und trifft sich mit irgendwelchen Typen, die ihr total egal sind eigentlich. Zuvor war sie ein relativ normales Mädchen, dass mit ihrem besten Freund die ersten Erfahrungen in Sachen Liebe und Sexualität macht. Damals kam sie recht normal rüber, sie wusste halt noch nicht wirklich, dass sie so einen Eindruck auf die Männer macht. Allerdings mochte ich ihre unerfahrene und leicht naive Art damals und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Später ging das dann nicht mehr ganz so gut und es fiel mir schwerer, sie zu verstehen und ihre Entscheidungen nachzuvollziehen. Aber ich mochte sie wirklich und für dieses Buch war sie eine sehr passende Protagonistin.

Kyle: Kyle war Nells bester Freund und ihre erste große Liebe. Bis er bei einem tragischen Unglück starb. Ich hab ihn mir vorgestellt wie den typischen Quarterback-Freund, der zu den beliebtesten Typen überhaupt gehört. Sehr schön fand ich, dass er und Nell die Erfahrungen alle gemeinsam gemacht haben. Genauso nervös und aufgeregt wie sie war er auch. Leider ist mir Kyle kaum im Gedächtnis geblieben, man hat auch nicht so viel Zeit mit ihm verbracht. Er war irgendwie so der Softie, aber irgendwie auch nicht. Er war kein Partygänger oder Alkoholtrinker und ist Nell kaum von der Seite gewichen. Kyle war ein ordentlicher Kerl, der keinen Mist gebaut hat. Ich mochte ihn schon, jedoch konnte ich nicht immer verstehen, was gerade in seinem Kopf abgeht.

Colton: Er war irgendwie einzigartig. Colt war leidenschaftlicher Musiker und das merkt man auch ganz oft in diesem Buch. Nell lernt er auf der Beerdigung von seinem kleinen Bruder kennen. Allerdings ziehen dann erst einmal ein paar Jahre ins Land. Die Beiden treffen sich irgendwann wieder und Nell hat sich leider sehr zum negativen verändert. Doch Colt lässt nicht locker und die Beiden kommen sich immer näher. Dabei erfährt man auch, warum Colt so ist, wie er ist. Das er eine harte Vergangenheit hatte und sich alleine durchboxen musste. Mir hat Colt sehr gut gefallen, obwohl er eigentlich ein kleiner Bad Boy war. Mit ganz viel Gangsterzeug und Kriminalität. Aber ich mochte ihn und vor allem seine Art Nells Herz zu öffnen.

Zitate:

Colton macht mich nicht wieder ganz, er heilt mich nicht - er sorgt nur dafür, dass es mein Leben wert ist, gelebt zu werden. Er erinnert micht daran, zu atmen, er zeigt mir, dass ich wieder lächeln kann.
Nell über Colt

Mein persönlicher Soundtrack:
 Ist übrigens nicht auf der Playlist, aber erinnert mich sehr an Nell und Colton.

Fazit:
Ein wunderbares Buch, voller Emotionen und Höhen und Tiefen. Großartiges Kopfkino mit tollen Charakteren. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen und freue mich jetzt schon wahnsinnig, obwohl es nur eine indirekte Fortsetzung ist. Pluspunkte gibt es vor allem durch die tolle Einbindung der passenden Musik.
Und so bekommt dieses Buch von mir 5/5 Schmetterlingen.

Vielen Dank an Blogg dein Buch und Mira Taschenbuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Montag, 23. Juni 2014

[SuB-Reihe] Bücher bei denen ich eigentlich gar nicht weiß, was darin passiert

Grischa - Goldene Flammen. Ich habe vor knapp 1 1/2 Jahren eine Leseprobe gelesen, habe aber mittlerweile keine Ahnung mehr, was wirklich das Thema dieses Buches ist. Lesen möchte ich es immer noch total gerne. Wenn ich mich täusche tut es mir leid, aber ich hatte irgendwie so ein russisches Zaren Feeling oder irgendwie so.

Die unendliche Geschichte. Habe ich letztes Jahr geschenkt bekommen und wollte ich längst gelesen habe. Naja, ihr wisst ja wie das ist. Der Titel sagt mir zwar schon lange was, aber ich habe keine Ahnung worum es geht. Ich erwarte mir aber eine magische Geschichte.

SMS für dich. War ein Mängelexemplar beim Thalia und stand eh auf meiner Wunschliste. Generell gucke ich nur nach (einem der 800) Büchern von meinem Wunschzettel. Einfach damit nichts neues drauf kommt. Ich habe eine leichte Ahnung, worum es geht, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

Urbat - Die dunkle Gabe. Meine längste SuB-Leiche, es liegt bestimmt schon 2 Jahre auf meinem SuB. Ich glaube es geht irgendwie um Werwölfe. Sicher bin ich mir aber nicht. Mittlerweile bringen sie die Trilogie glaube ich auch schon als Taschenbuch raus. Aber die Farben der Cover finde ich sehr schön.

Rubinrotes Herz, Eisblaue See. Da habe ich wirklich keinen blassen Schimmer. Also, irgendwie schon, irgendwie aber auch nicht. Ich weiß das es ein Realitybuch ist und gut sein soll. Oh Gott, wann soll ich die Bücher alle lesen? :D

Könnt ihr mir zu irgend einem Buch etwas sagen? Aber bitte ohne Spoiler. ;)

Liebe Grüße
Linda

Samstag, 21. Juni 2014

Neuzugänge - dritte Juniwoche

Hallöchen,

ich muss gestehen, ich war faul. Die Bücher sind bereits letzte Woche bei mir eingetroffen. Aber ich habe mir kein Buch selber gekauft obwohl ich mehrere in der Hand hielt und es mir wirklich schwer fiel. Aber dieses mal möchte ich das "Project 10 Books" wirklich durchziehen.
Querbeat von Hauke Herffs
Dieses Buch bekam ich als Rezensionsexemplar von dot-books und leider kam ich erst gestern dazu, es anzufangen. Aber ich möchte es spätestens nächste Woche beenden und die Rezension schreiben.

Falling into you - Für immer wir von Jasinda Wilder
Dieses Buch habe ich von Blogg dein Buch und dem Mira Taschenbuch Verlag bekommen und auch schon gelesen. Es war wirklich gut und die Rezension kommt die Tage.

Was habt ihr euch in letzter Zeit so gekauft?

Liebe Grüße
Linda

Montag, 16. Juni 2014

[SuB-Reihe] Bücher von Antonia Michaelis

Der Märchenerzähler. Habe ich mir letzten Sommer im Urlaub gekauft und mich wirklich darauf gefreut. Allerdings habe ich keine Ahnung, worum es da geht oder zu welchem Genre es gehört. Aber es soll ja wirklich toll sein und ich bin schon sehr gespannt auf dieses Buch.

Nashville oder das Wolfsspiel. Eigentlich ist es eine Schande, dass es hier immer noch subt. Während meines Praktikums letztes Jahr habe ich dieses Buch geschenkt bekommen und kam einfach nicht dazu, es zu lesen. Vielleicht schaffe ich es ja diesen Herbst oder noch eher. Ich möchte es doch so gerne lesen (wie eigentlich jedes Buch).

Habt ihr die Bücher oder eines davon gelesen? 
Wie gefiel es euch? Gut oder schlecht?
Lasst es mich wissen ! :)

Liebe Grüße
Linda

Montag, 9. Juni 2014

[SuB-Reihe] 5 Bücher, die Reihenanfänge sind

So, da wären wir wieder. Viele der Bücher wurden vorher schon mal gezeigt, allerdings habe ich das Ganze jetzt etwas geordnet und "verbessert".
Alice im Zombieland. Wollte ich damals unbedingt(!) haben und kam trotzdem noch nicht dazu, es zu lesen. Dabei bin ich so gespannt auf die Geschichte und im Moment auch richtig in so 'ner Laune für sowas. Ich hoffe, dass ich es bald von meinem SuB erlösen kann.

Daughter of Smoke and Bone. Hat so ein richtig schönes Cover, genau wie der 2. Teil. Ich bin auf das Cover des 3. Bandes richtig gespannt. Wieder so eine Geschichte die verspricht, richtig mystisch und spannend zu werden, voller Magie. Und trotzdem muss es hier immer noch versauern.
Die Rebellion der Maddie Freeman. War damals ein Spontankauf, obwohl es auf meiner Wunschliste stand. Bisher bin ich allerdings nicht so wirklich in Stimmung, dieses Buch zu lesen. Obwohl die Geschichte ja doch ganz gut sein soll. Wobei ich immer ein bisschen genervt davon bin, wenn bei Reihen nur die Farben geändert werden. Und wenn ich mich richtig entsinne, ist der zweite auch noch gar nicht als Taschenbuch raus. Wann der wohl kommt?

Crossfire - Versuchung. Ebenfalls ein Spontankauf, der auf meiner Wunschliste stand. Ihr kennt doch bestimmt alle diese Segway(heißen die so?) Raststätten. Das sind die, wo du für 70 Cent auf Klo gehst und für 50 Cent so einen Bon bekommst. Davon hatten wir so viele, das ich mich für dieses Buch entschieden habe. Allerdings soll die Reihe ja einen ziemlichen Absturz hingelegt haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Aber in letzter Zeit habe ich öfter wieder Lust auf etwas aus dem Genre.

Die Sache mit Callie & Kayden. Das Cover hat mich damals so umgehauen, dass ich dieses Buch unbedingt haben musste. Und das steht eigentlich mit ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Das Cover vom zweiten Band gefällt mir allerdings irgendwie gar nicht und auch die Buchrücken passen nicht zueinander. Aber ich freue mich trotzdem total auf dieses Buch? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Jugendbuch und New/Young Adult? Falls es da überhaupt einen gibt.

Kennt ihr eines der Bücher? Könnt ihr mir eines empfehlen? Lasst es mich wissen ;)

Liebe Grüße
Linda

Sonntag, 8. Juni 2014

Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Allgemeines:
Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor/-in: John Green
Form: Taschenbuch (333 Seiten)
Verlag: dtv
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3-423-62583-8

Klappentext:
 

Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen und fühlen sich vom ersten Augenblick an vom anderen angezogen. Hazel liebt Gus für seine Schlagfertigkeit und für seine offensive Art, wie er mit seinem Schicksal umgeht. Und Augustus baggert Hazel auf seine charmant witzige Art an, als gäbe es kein Morgen. Aber Hazel hat Angst. Sie will für niemanden eine tickende Zeitbombe sein, und genau so fühlt sie sich in ihrer Erkrankung. Doch dann kann sie sich Gus' Charme nicht mehr entziehen, der ihr einen ihrer großten Wünsche erfüllt und sie kurzerhand nach Amsterdam entführt. So furchtbar ihre Diagnosen sind, Hazel und Augustus feiern das Leben und die Liebe und kosten die kurze Zeit, die ihnen bleibt, jede Sekunde aus.

Gestaltung:
Früher fand ich das Cover irgendwie nicht so besonders. Mittlerweile gefällt es mir aber wirklich gut und es hat ja auch einen Bezug zur Geschichte. Und wenn man die Geschichte kennt, dann findet man (ich) das Cover auch schön.

Meinung:
Irgendwie habe ich mich sehr um dieses Buch herumgedrückt und konnte mich nie wirklich durchringen, es zu kaufen. Da aber in ein paar Tagen der Film rauskommt und eine Freundin so von dem Buch geschwärmt hat, musste ich es einfach lesen. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, man lernt Hazel kennen und sie gewährt einem praktisch einen Einblick in ihren Kopf. So erfährt man zum Beispiel direkt, wie viel Lust sie auf die Selbsthilfegruppe hat, in der sie Augustus kennen lernt. Mir ist dabei direkt aufgefallen, wie der Funke übergesprungen ist, wie diese Anziehung zwischen den Beiden entstanden ist. Hazel interessiert sich für ihn und Augustus wirft ein Auge auf sie. Sie verbringen viel Zeit miteinander und lernen sich immer besser kennen. Auch ich habe die Beiden immer besser kennen gelernt und mochte sie immer mehr. Mich hat dieses Buch von Anfang an gepackt und ich konnte es kaum weglegen. Nicht nur weil ich sehr neugierig war, sondern weil es so eine Art ... klingt vielleicht blöd, aber ich hatte das Gefühl, eine Art innere Ruhe zu finden, während ich dieses Buch gelesen habe. Ich war zufrieden mit mir und der Welt und das Gefühl habe ich noch von keinem anderen Buch bekommen. Gleichzeitig war ich an manchen Stellen sehr befangen, zum Beispiel wenn es eine Art Krebs-Notfall gab. Mir wurde dann immer schwer ums Herz und ich habe mitgefiebert ohne Ende. Das Buch hat mich wirklich mitgerissen und ist seinen Versprechungen treu geblieben. Ich habe gelacht und geschmunzelt und mir stockte auch mal der Atem, als es schlimmer wurde. Was ich mir von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" genau erwartet habe, weiß ich nicht so ganz. Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht und die Geschichte ist besonders durch die kleine Reise der beiden etwas ganz besonderes. Denn dieser Einfall ist mir nirgendwo sonst begegnet. Hier passt halt wirklich alles perfekt zusammen, die tolle Geschichte, die voller Gefühl und mit viel Humor erzählt wurde, die Charaktere, die so individuell sind und diese Atmosphäre, die mein Herz erwärmt hat. Ich weiß gar nicht, was ich noch groß zu diesem Buch sagen soll. Ich war von Anfang an mitgerissen und geplättet, wollte es gar nicht wirklich beenden, damit die Geschichte nicht zu Ende geht. Aber letztendlich ist das ja unausweichlich. Auch der Schreibstil von John Green ist irgendwie anders, besonders. Ich kann nie viel zum Schreibstil sagen, weiß nicht wie ich das differenzieren soll. Doch meine Freundin meinte, dass sein Schreibstil einen persönlich anspricht, wie als wolle er dein Freund sein. Und das Gefühl hatte ich schon nach dem Vorwort, vielleicht gerade weil ich darauf bereits aufmerksam gemacht wurde. Sein Buch ist wirklich etwas Besonderes, aber ... ich musste nicht weinen. Davon bin ich eigentlich fest ausgegangen, weil ich bei Büchern, Filmen etc. immer sehr emotional bin, aber es war nicht der Fall. Was mich nicht wirklich stört, denn traurig und berührt war ich so oder so. Generell war "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ein wirklich tolles und berührendes Buch, welches ich wohl noch mehrmals lesen werde.

Charaktere:

Hazel: Ein 16-jähriges Mädchen mit Schilddrüsenkrebs und Metastasen in der Lunge. Sie hat so einen Nasenschlauch und eine dazugehörige Sauerstoffflasche (hoffentlich bringe ich den ganzen Medizin-Kram gerade nicht durcheinander). Hazel ist eine sehr individuelle und außergewöhnliche Person, obwohl sie sich selbst als normal beschreibt. Auf mich hat Hazel einen sehr philosophischen und lebenskritischen Eindruck gemacht. Hazel war einfach irgendwie besonders. Ich hatte den Eindruck, dass sie zum Beispiel diese "hohe" Literatur mochte, Shakespeare etc. Zudem gab es sehr viele Gedichte in dem Buch. Wie ich es genau in Worte fassen soll, weiß ich nicht. Aber Hazel musste man einfach mögen, sie war so sympathisch auf ihre kritische Art und Weise. Sie hat sich nichts vorgemacht, sie wusste immer genau, was mit ihr los ist, mit ihren Eltern etc. Und sie hat versucht, viele Menschen nicht wirklich an sich ran zu lassen. Denn wenn sie nicht mehr da wäre, würde es diese nur verletzen. Hazel Grace Lancaster war bestimmt eine der außergewöhnlichsten Protagonistinnen, die ich in letzter Zeit kennen lernen durfte. Und ich habe sie so gern gehabt, dieses tolle Mädchen.

Augustus: Ein Junge, der Hazel von Anfang an gefällt. Augustus kommt wegen seinem Freund Isaac mit zu der Selbsthilfegruppe und dort lernen die Beiden sich kennen. Auch Augustus (Gus) ist ein sehr individueller Charaktere, den ich mit keinem anderen so richtig vergleichen kann. Er ist voller Selbstbewusstsein und Charme, allerdings kein Angeber oder Macho. Er ist was Besonderes und das merkt auch Hazel. Augustus scheint immer das zu sagen, was er denkt und er ist bei allen beliebt. Trotz allem wirkt er (meist) sehr losgelöst und immer gut gelaunt. Er lebt einfach in den Tag hinein und sieht zu was kommt. Und vor allem lässt er sich nicht von Hazel wegstoßen. Er kämpft. Für sie, um sie etc. Augustus ist einfach jemand, den man von der ersten Sekunde an mag, der so seine eigene positive Aura versprüht. Er war lässig und witzig und hat für seine Hazel unmögliches wahr gemacht. Er war wirklich ein durch und durch toller Kerl, den ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen habe.

Zitate:

Ich schilderte Augustus die groben Umrisse meines Krebswunders: mit dreizehn die Diagnose Schilddrüsenkrebs, Stadium IV. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose genau drei Monate nach meiner ersten Periode kam. So in etwa: Herzlichen Glückwunsch! Du bist eine Frau. Und jetzt stirb.)

Okay, schrieb ich zurück.
Er antwortete: Mann, Hazel, hör auf mit mir zu flirzen. Ich hab nur Okay gesagt.
War nur ein Witz, Hazel Grace. Ich verstehe (Aber wir wissen beide, dass OKAY ein Flirt-Wort ist. OKAY ist wahnisnnig sexy.)

Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich auf jeder Seite mitgerissen. Hazel und Augustus waren nicht nur total individuelle Persönlichkeiten, sie waren auch ein unfassbar schönes Liebespaar mit einer wunderschönen Geschichte. Selten habe ich davon gelesen, dass so schöne Charaktere so schön miteinander harmonieren. Mich hat dieses Buch gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. 
5/5 Schmetterlinge für eines der schönsten Liebespaare. Übrigens ist Amsterdam im Moment mein neuer Lieblingsort.

Samstag, 7. Juni 2014

Neuzugänge - Erste Juniwoche

Hallöchen,

da ich jetzt wieder mehr Zeit habe, möchte ich meine Neuzugänge wieder Samstags posten. Mich macht das irgendwie nervös, wenn ich so einen Stapel so lange hier türme.

Mr. Lamb von Bonnie Nadzam
Habe ich von der Buchhandlung Windrose bekommen und zuvor schon eine Leseprobe gelesen. Irgendwie interessiert es mich und es hat mich sehr angesprochen. Ich bin gespannt. :)

Mehr als das von Patrick Ness
Dieses Buch habe ich ebenfalls von der Buchhandlung Windrose bekommen und der Klappentext war irgendwie sehr interessant. Außerdem steht eine Empfehlung von John Green drauf und der schreibt ja bekannterweise gute Bücher.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green
Dieses Buch musste ich jetzt haben. Als ich auf RTL zum ersten Mal den Filmtrailer sah, habe ich so eine Gänsehaut bekommen. Zudem schwärmt eine Freundin von mir total von dem Buch und jetzt musste ich es einfach haben. Das wird jetzt auch als nächstes gelesen.

Everflame - Feuerprobe von Josephine Angelini
Wer weiß, was morgen mit uns ist von Ann Brashares
Die Liebe Sarah von Sind wir nicht alle ein bisschen RAWR hat mir beim letzten N-Post erklärt, dass man noch unveröffentlichte Bücher zeigen kann, allerdings keine Zitate oder Rezensionen schreiben darf. Vielen Dank dafür :) Die beiden Bücher habe ich ebenfalls von der Buchhandlung Windrose erhalten und vor allem auf "Everflame" freue ich mich, da ich von der Autorin unbedingt die Göttlich-Trilogie lesen wollte.

Kennt ihr eines der Bücher? Wie fandet ihr es? Schreibts in die Kommentare. :)

Liebe Grüße
Linda

Freitag, 6. Juni 2014

Laberpost - Wieder da :)

Hallo ihr Lieben,

ja, ich bin wieder da. Und das merkt man hoffentlich auch ein bisschen. Denn ich bin im Moment jeden Vormittag fleißig am Blog am arbeiten. Ich hab auch schon ein bisschen vorgearbeitet. Jetzt sind für mich erst einmal Ferien und leider .... habe ich immer noch keine Ausbildungsstelle. Eventuell werde ich ein Freiwilliges Soziales Jahr machen in der Stadtbibliothek in einem anderen Ort. Aber noch ist nicht alles vergebens. Hugendubel zum Beispiel haben mir geschrieben, dass sie noch gar nicht angefangen haben mit der Auslese für Herbst 2014. Ich kann also noch hoffen. Was habe ich sonst in meinen bisherigen Ferien gemacht? Nun ja, ich hatte leider einen Tag später Ferien als gedacht. Denn unsere Englisch ZAP musste neu geschrieben werden, da es zu ungleichen Informationen kam und wir die Schule wegen nicht-gleichbehandlung der Schüler hätten verklagen können. -.-' Ansonsten habe ich viel gelesen und auch mal ein bisschen Playstation gespielt. :p

Gesehen habe ich:
John Q. - Verzweifelte Wut. Den Film habe ich letzte Woche gesehen und ich fand ihn trotz der relativ schlechten Kritiken eigentlich gut. Es geht dabei um einen Vater, dessen Sohn eine Herz-OP benötigt und aber nicht auf die Organsspendeliste kommt. Der Vater (gespielt von Denzel Washington) ist letzendlich so verzweifelt, dass er in dem Krankenhaus Geiseln nimmt. Ich fand den Film echt nicht schlecht und vor allem Denzel Washington spielt seine Rolle als leidender Vater sehr gut. Mir gefiel der Film echt gut und ich verstehe gar nicht so richtig, warum der so schlechte Bewertungen hat. (Auf so Filmspezifischen Seiten, nicht auf Amazon)

Gespielt habe ich:
Das wird jetzt wahrscheinlich wenige bis niemanden interessieren. Aber ich zumindest spiele sehr gerne Videospiele (das bedeutet nicht, dass ich stinke, sozialinkompetent etc. bin). Ich bin mit Sonic the Hedgehog groß geworden und "Sonic Heroes" ist wohl mein absolutes Lieblingsspiel der Reihe. Ich habe es bestimmt schon zehn Mal durchgespielt (zumindest oft genug, das die CD kaputt ging). Im Moment bin ich oft bei meiner Schwester um auf meinen Neffen aufzupassen und wenn der Kleine eingeschlafen ist, spiele ich dieses Spiel. Welches immer noch Spaß macht, auch nach so oft durchspielen.

Das heutige Buch:
http://www.amazon.de/dp/3548286917/ref=wl_it_dp_o_pC_nS_ttl?_encoding=UTF8&colid=14MAMAVII0PMN&coliid=I3IA0IBIFFKZKO
 Den ersten Band (Into the Deep) habe ich zwar nicht gelesen, aber ich finde dieses Cover einfach sooooooooooo unglaublich schön. Als ich es gesehen habe, habe ich mich so in dieses Buch verliebt und da es im September raus kommt, habe ich noch genug Zeit, den ersten Band zu kaufen und zu lesen. Ich bin so gespannt auf dieses Buch!

Was habt ihr diese Woche so gelesen, gesehen oder gespielt? Auf was freut ihr euch in den nächsten Monaten so?

Liebe Grüße
Linda

Donnerstag, 5. Juni 2014

Project 10 Books

Ja, alle machen es. Und ich habe mir jetzt auch gedacht, dass ich damit anfange. Dann wird vielleicht auch mein SuB nochmal etwas kleiner. Für die die es nicht wissen: Beim Project 10 Books sucht man sich 10 Bücher aus und erst wenn man die alle gelesen hat, darf man sich neue Bücher kaufen. Und die Bücher habe ich mir ausgesucht:
Ja, es ist sehr Jugendbuch/Fantasy lastig. Aber die meisten Bücher sind eh von der SuB-Losung. Ich freue mich aber vor allem auf die letzten beiden Bücher. Da bekomm ich vielleicht wieder ein wenig Sommerlaune oder so. :D

Also, keine Bücher mehr kaufen, Linda! (Ausnahmsweise gibt es morgen eventuell doch noch eins, kann doch keiner von mir Verlangen, dass ich ohne Buch aus der Buchhandlung gehe :D).

Was würde euch denn interessieren? Was würdet ihr als erstes lesen?

Liebe Grüße
Linda

Mittwoch, 4. Juni 2014

Am Ende des Tunnels von Tobias Klatt

Allgemeines:
Titel: Am Ende des Tunnels
Autor/-in: Tobias Klatt
Form:  Taschenbuch (186 Seiten)
Verlag: Feuerwerke Verlag
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-945362-02-0

Klappentext:

Der Roman zum Steglitz-Coup von Dr. Tobias Klatt.

Frank ist Flaschensammler. Bis zu dem Tag, da er den amerikanischen Draufgänger Ben und den iranischstämmigen Moralisten Mozdeh trifft. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die gesellschaftlichen Zwänge hinter sich zu lassen, planen sie einen Tunneleinbruch auf eine Bank in Berlin Steglitz. Der erste Spatenstich ist einfach, doch dann gerät der Coup außer Kontrolle.

Von einem verbrechenserfahrenen Obdachlosen angeleitet und einem polnischen Mafiaboss gejagt, müssen sie ihr Vorhaben auch noch vor der eigenen Überzeugung und der schönen Tochter des Filialleiters rechtfertigen. Und wie schafft man es eigentlich, einen knapp vierzig Meter langen Tunnel präzise zu einem Tresor zu führen?

Die Gangsterkomödie beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich über mehrere Monate bis Januar 2013 in Berlin-Steglitz ereignete.

Gestaltung:
Ich finde das Cover irgendwie cool. Die Farben sind gut gewählt und die Männchen gefallen mir gut. Besonders toll ist aber das Material, aus dem das Buch ist. Denn das ist so weich, so ein bisschen gummiartig. Leider weiß ich nicht genau, wie man das nennt.

Meinung:
Der Steglitz-Coup ging letztes Jahr auch an mir nicht vorbei. Und da ich gerne so reale Geschichten lese und der Autor mich so nett gefragt hat, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Der Einstieg war leider etwas verwirrend, da ich erst einmal Probleme damit hatte herauszufinden, wer denn gerade spricht. Als sich das dann geklärt hatte, war es eigentlich relativ einfach weiterzulesen. Es ging alles recht flott, aber das Tempo war angemessen und hat meinen Lesefluss nicht gestört. Der Schreibstil war ebenso einfach zu lesen und authenthisch, ich kam also nicht ins Stocken. Die Geschichte dreht sich wie im Klappentext geschildert um drei Männer. Das sind Frank, Ben und Mozdeh. Ich muss gestehen, dass mir von den dreien Mozdeh am besten gefallen hat. In ihn konnte ich mich am besten hineinversetzen und seine Entscheidungen verstehen. Aber dazu gleich mehr. Die Geschichte war gut und hat mich auch an ihren Höhepunkten sehr gefesselt und mitfühlen lassen. Vor allem beim Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Generell war das Buch sehr undurchschaubar, man wusste nie was als nächstes passiert. Es war unterhaltsam und realistisch, ich habe die Geschichte gerne gelesen. Allerdings hat sie mich nicht so sehr vom Hocker gehauen, dass sie die Höchstpunktzahl verdient hätte. Dafür war mir dann doch etwas zu wenig Spannung da. Auch die Freundschaft der drei Männer hätte noch ein klein wenig tiefer gehen können, die wurde ein bisschen oberflächlich rübergebracht. Was für mich persönlich nicht unbedingt hätte sein müssen, war diese irgendwie vorhandene nicht-vorhandene Liebesgeschichte. Das hat mich jetzt nicht großartig gestört, aber mitgerissen hat es mich auch nicht. Es war einfach da und mehr irgendwie nicht. Bei mir zumindest hat es jetzt keine großen Emotionen ausgelöst. Aber die Geschichte an sich war schon wirklich gut durchdacht und interessant. Immerhin liest man nicht alle Tage ein Buch aus der Sicht von Bankräubern und auch wenn es erschütternd klingt, in der Situation in der die Drei sind, wüsste ich nicht, ob ich nicht genauso handeln würde. (Eher nicht, denn dadurch kommen ja auch andere zu schaden) Vor allem das Ende des Buches hat mich sehr berührt, was ich eigentlich nicht erwartet habe. Mir wurde da wirklich schwer ums Herz und ich war richtig traurig, dass es so zu Ende gehen musste. Trotzdem hat es zum Buch gepasst und eventuell hätte man es sich sogar denken können. Ich hätte es zumindest nicht geahnt und war dementsprechend geschockt als dieser Fall eintrat. Auf den Seiten davor wurde man ja bereits auf das Ende vorbereitet und wusste, dass es wahrscheinlich immer spannender wird. Das war es dann auch, wenn auch nicht spannend genug für die fünf Schmetterlinge.

Charaktere:

 Frank: Ein Flaschensammler, der sich zwar etwas im Gewürzhandel aufgebaut hat, allerdings damit auch nicht das große Geld verdient. Zum Leben zumindest reicht es nicht wirklich. So beschließt er mit Mozdeh und Ben einen Bankraub durchzuziehen. Frank war irgendwie so der Mittelfeldtyp. Er war nicht hundertprozentig dafür, aber auch nicht dagegen. Allerdings wirkte er sehr sympathisch, wenn auch manchmal ein bisschen unsicher. Frank ist Deutscher, der nicht wirklich etwas zu verlieren hat. Es hat den Anschein gemacht, wie als hätte er wenig bis gar keine sozialen Kontakte. Seine Miete kann er fast gar nicht bezahlen und eine Familie oder Ähnliches schien er auch nicht zu haben. Was macht man in so einem Fall? Sein einsames und minderwertiges(bezogen auf das Geld) Leben fristen? Nein, Frank packt an und versucht irgendwie die Waage zu halten. Er gräbt zwar mit am Tunnel, versucht aber zum Beispiel auch seine Schulden zu bezahlen und die Mittel für den Zweck wieder gut zumachen. Ich mochte Frank schon sehr.

Ben: Ein Amerikaner, der nach Berlin kommt und direkt mal mit Vorurteilen um sich wirft. Er und Mozdeh hatten regelmäßig die ein oder andere Auseinandersetzung, die zur Unterhaltung beigetragen hat. Allerdings war er auch sehr egoistisch und genau wie Frank hatte er nicht wirklich etwas zu verlieren. Über die Hintergründe der Drei erfährt man sowieso nur wenig. Ben war mir am unsympathischsten. Er war zwar erträglich und passend, allerdings wären wir sicher keine Freunde geworden. Denn schon alleine seine Einstellung hätte mir nicht gepasst. Er kümmert sich nur um seinen eigenen Kram und ihm ist es egal, wer dabei verletzt wird und wer nicht. Hauptsache ihm geht es gut und er kann sich ein schönes Leben machen. Das mag ich leider gar nicht. Ben war auch derjenige, der den Plan mit dem Bankraub geschmiedet hat und die ganze Aktion sogesehen angeführt hat. Leider war er wirklich teils sehr unsympathisch und egoistisch, manchmal sogar etwas arrogant. Ob ich ihn mag oder nicht, weiß ich gar nicht so genau. Irgendwie hält sich das die Waage.

Mozdeh: Ein iranischstämmiger Moralist, der von allen am wenigsten mit dieser Aktion einverstanden ist. Er ist von den drei Männern mein absoluter Liebling. Mozdeh war mir nicht nur am sympathischsten, ich konnte auch sein Verhalten und seine Entscheidungen sehr viel besser nachvollziehen, als die der anderen. Auf mich wirkte es auch so, wie als würde Mozdeh sich wirklich um die anderen Jungs kümmern und sich zumindest dafür interessieren, wie es ihnen geht. Wie als wären sie ihm zumindest ein bisschen ans Herz gewachsen und nicht nur "Arbeitskollegen". Er hat sich von allen am meisten Gedanken um diesen Raub gemacht und sich tatsächlich auch damit beschäftigt, was mit den Anderen ist. Wie zum Beispiel der Bank und ihren Angestellten. Wer leidet unter dem Vorhaben? Diese Frage schien sich Mozdeh fast als Einziger zu stellen. Bei Frank bin ich mir gerade nicht so sicher, ob er nicht ebenso gedacht hat manchmal. Mozdeh war einfach toll, ein ordentlicher Kerl, der vor allem versuchen möchte mit dem Geld etwas Sinnvolles zu tun. Ich mochte ihn total gerne.

Zitate:

"Du hast also ein Recht darauf, dass es dir besser geht als uns? Weil du hier geboren bist. Und ich einige tausend Kilometer entfernt, ja?"
Mozdeh

"Aber man muss Menschen eine Chance geben!" Erneut ballte er die Faust, hob sie und erzeugte tatsächlich ein nicht zu verachtendes Pochen, als er sie auf das Massivholz fallen lies. "Wir glauben daran, dass jeder eine Chance verdient. Und wir als Bank wollen Vertrauen schaffen, Vertrauen in Menschen und ihr Können. Seien Sie überzeugt von sich!"
Filialleiter der Bank zu Frank

Fazit:
Ein gelungenes Debüt, das im Kopf bleibt. Vor allem an Mozdeh werde ich mich noch eine ganze Weile erinnern, denke ich. Die Charaktere waren authentisch und haben mich nicht genervt, die Geschichte wurde gut erzählt und war sehr unterhaltsam. Was wagt man, wenn man nichts zu verlieren hat? Was tut man, um aus dem tristen Leben auszubrechen? Die Drei sind das Risiko eingegangen und haben mich durch eine realistische Geschichte geführt.
Für dieses Buch vergebe ich 4/5 Schmetterlinge.
Vielen Dank an Tobias Klatt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Monatsstatistik Mai 2014

City of Bones von Cassandra Clare (500 Seiten) 5/5 Schmetterlinge
Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio (781 Seiten) 5/5 Schmetterlinge
Pinguinwetter von Britta Sabbag (251 Seiten) 3,5/5 Schmetterlinge
Das Orchideenhaus von Lucinda Riley (539 Seiten) 3,5/5 Schmetterlinge

gelesene Bücher: 4
gelesene Seiten: 2071 
pro Tag: 67

Neuzugänge: 6
SuB Anfang: 140
SuB Ende: 142

 Monatshighlight:

Monatsflops:
Gab es nach langem Überlegen keines

SuB-Losung:
Endlich kann ich mit dieser Reihe weitermachen (irgendwie konnte ich mich da in letzter Zeit nicht so aufraffen) 

So, trotz den Prüfungen habe ich es geschafft, noch vier Bücher zu lesen. Find ich gar nicht so schlecht.

Was habt ihr denn in diesem Monat so gelesen?

Liebe Grüße
Linda

Neuzugänge vom Mai 2014

Hallöchen,

heute gibt es meine Neuzugänge des Monats Mai. Vorab muss ich sagen, dass ich mir keines der Bücher selbst gekauft habe.
 
Diese vier Bücher habe ich alle(!) von meiner Schwester bekommen, wegen unserer kleinen Abmachung. Und zwar sowohl für die Monate Mai und Juni. Ich freue mich schon soo sehr auf diese Bücher. Vor allem "Die Welt, wie wir sie kannten" muss für die Chaos Challenge gelesen werden :D

Das Buch habe ich vom Autor zur Verfügung gestellt bekommen und gestern beendet, die Rezension folgt also die Woche. Ich fand es ziemlich interessant, es geht nämlich um eine fiktive Geschichte zum Bankraub vor einem Jahr in Berlin-Steglitz. Dort wurde ja ein riesiger Tunnel gegraben. Das Buch war echt nicht schlecht und hat mich gut unterhalten.

Dieses Buch habe ich mit zwei anderen von meiner Lieblingsbuchhandlung zum Lesen bekommen. Die anderen beiden erscheinen erst im September und deswegen bin ich mir nicht sicher, ob ich sie euch schon zeigen darf. Von "Ich und die Menschen" habe ich eine Leseprobe gelesen. Und die habe ich nicht einmal durchgelesen, weil ich schon wusste, dass ich dieses Buch lesen will. Tadaa, da ist es. :) Ich freue mich schon soo.

So, das waren die Bücher, die mich im Mai erreicht haben. 
Kennt ihr schon eines der Bücher? Wie haben sie euch gefallen?

Liebe Grüße
Linda

Dienstag, 3. Juni 2014

Pinguinwetter von Britta Sabbag

Allgemeines:
Titel: Pinguinwetter
Autor/-in: Britta Sabbag
Form: Taschenbuch (251 Seiten)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-404-16652-7

Klappentext:

Das schlimme an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!

Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...

Gestaltung:
Der Pinguin ist doch mal mega süß, oder? Und obwohl Pink eigentlich nicht so meine Farbe ist, passt es doch sehr gut zu dem Buch und dem Cover. Einen Bezug zur Geschichte gibt es auch, obwohl ich das nicht direkt gedacht hätte. Wie fast jeder weiß gibt es an der Seite dieses super süße Daumenkino. Das ist wirklich niedlich.

Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut, da ich eigentlich nur gute Meinungen gehört habe und es versprach, sehr lustig zu werden. Die Geschichte an sich war schon interessant und unterhaltsam, jedoch waren mir viele Charaktere einfach etwas zu ... sagen wir anstrengend. Es hat mich schon irgendwie mitgerissen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Denn um ehrlich zu sein, war die Liebesgeschichte alles was mich an diesem Buch wirklich interessiert hat. Es hat schon Emotionen übermittelt, allerdings war es für mich nicht wirklich genug. Denn die Charaktere haben mir einfach vieles zunichte gemacht, vor allem Charlottes Freunde. Mona und Trine. Mona war eigentlich noch erträglich, nur dieses Verhalten dass sie nach einiger Zeit bei einem Gespräch mit Charlotte an den Tag gelegt hat, argh. Und Trine ... die hochschwangere Trine. Ich bin schwanger, ich darf alles und jeden anmotzen und mich aufführen wie die Queen. Tut mir leid, bei dieser Frau hätte ich teilweise platzen können. Ob sie gute Freunde für Charlotte waren, das ist jetzt mal so dahingestellt, aber mir hat vor allem Trine nicht gefallen. Und auch mit Charlotte selbst kam ich nicht wirklich gut klar. Vielleicht ist Chick Lit einfach nichts für mich. Das einzige, was mir wirklich gefallen und mich zum lachen gebracht hat, waren Charlottes Mutter und ihre abgefahrenen SMS, die Oma und der kleine Finn. Den fand ich wirklich süß, obwohl er wohl ein ziemlicher Plagegeist gewesen sein soll. Mich zumindest hat er nicht genervt. Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht sehr schwer und auch Charlotte gefiel mir zu Beginn noch sehr gut. Leider ging sie mir mit jeder Seite mehr auf die Nerven. Als sie dann Eric kennen lernte, gab es einen kleinen Lichtblick, denn er ist einer der wenigen Charaktere, die mir gefallen haben. Irgendwie hat dieses Buch auch sehr mit Klischees um sich geworfen. So telefoniert Eric mit einer Frau (hätte seine Schwester, Oma, was weiß ich wer sein können) und Charlotte springt direkt drauf an und denkt sich, dass sie keine Chance hat. Genauso Eric, der auf Charlotte sauer ist, weil sie sich mit einem anderen Mann trifft. Dabei weiß sie noch gar nicht, ob er etwas für sie empfindet. Und dann gibt es ja noch einen anderen Mann in Charlottes Leben. Sorry, aber an der Stelle kann ich nur sagen: Charlotte ist einfach strunzdoof. Der Schreibstil von Frau Sabbag war sehr cool. Frisch und fröhlich und sehr humorvoll. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Charaktere:

Charlotte: Was soll ich da jetzt sagen? Sie hat ihren Job verloren, 'ne irre komische Mutter und ja .... Am Anfang war mir Charlotte auf eine witzige Art noch sympathisch. Aber nach und nach flaute das immer mehr ab und sie wurde immer nerviger. Ihr Verhalten und ihre Entscheidungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, wie man wissentlich in solch blöde Situationen hineinrennt und nicht einmal den Mut aufbringt, ein Missverständnis aufzuklären. Sie war teilweise echt nett und freundlich und hat mich auch unterhalten. Aber ihre Männergeschichten gefielen mir nicht und ließen sie wirklich blöd darstehen. Ich weiß nicht genau, ob ich sie mag oder nicht. Immerhin hat sie echt viel genervt.

Eric: Ein alleinerziehender Mann, der mit seiner super süßen Tochter und seiner netten Art punkten konnte. Sowohl bei Charlotte, als auch bei mir. Eric hatte irgendwie so eine nette, aber auch naive Art. Er hat sich nicht immer toll verhalten und manchmal auch Sachen gemacht, bei denen ich ihn am liebsten an die nächste Wand geklatscht hätte. Trotzdem gefiel mir seine Art irgendwie. Trotz der Naivität, die sowohl süß als auch nervig war.

Marc: Meiner Meinung nach war Marc ein totaler Idiot. Mehr nicht. Er war so ein Trottel, der Charlotte doch nur benutzt hat und nie wirklich ehrlich zu ihr war. Er hat mit ihr gespielt, ihre Gefühle verletzt und sie belogen. Und dann war er auch noch so ein absolut arroganter Vollhonk. Man, wirklich schlimm. Gemocht habe ich ihn nicht eine Minute lang.

Zitate:

Vielleicht ist es nicht wichtig, was uns passiert, dachte ich, sondern vielmehr, welche Entscheidungen wir daraufhin treffen.
Charlotte

Fazit:
Tut mir leid, wenn diese Rezension etwas unstrukturiert ist. Aber diese Charaktere haben mir schon ziemlich was abverlangt. Storytechnisch war es ein gutes Buch für zwischendurch und wenn mir die Protagonistin besser gefallen hätte, wäre bestimmt auch eine bessere Punktzahl heraus gekommen. Es war an sich ja gar nicht schlecht und ich werde mir eventuell den zweiten Teil auch noch zumuten.
So aber bekommt dieses Buch, was mich sehr zwiegespalten hat noch gut gemeinte 3,5/5 Schmetterlingen.

[TAG] 100 Fragen, an denen du erkennst, dass du zuviel liest

Hallöchen.
Den Tag habe ich bei Ela's Leselounge gesehen und wollte ihn einfach auch mal machen :D
 
100 Fragen an denen du erkennst, dass du zu viel liest

trifft zu
trifft nicht zu
 
1. Du hast mehr Bücher als Schuhe. 
2. In allen Buchhandlungen der Umgebung bist du mit den Buchhändlern per "Du". (Ich werte da jetzt mal nur unsere Gemeindebuchhandlung. Also, ohne zusätzliche Zugfahrten :D)
3. In deinem Kalender sind die Erscheinungsdaten neuer Bücher rot markiert.
4.Leipziger und Frankfurter Buchmesse kommen für dich Nationalfeiertagen gleich.
5. Wenn du dich vor der Schule entscheiden musst, ob du dein Mathebuch oder deinen neuen Roman mit nimmst, nimmst du den Roman. 
6. Du kennst dich in der Bücherei besser aus, als die Bibliothekarinnen.
7. Deine Eltern hören oft die Worte "Ich lese gerade, also lasst mich!!!".
8. Du bist ständig geistesabwesend und weißt nicht, was dein  Gegenüber gerade noch zu dir gesagt hat, weil du mit den Gedanken noch in deinem neuen Lieblingsbuch steckst.
9. Wenn du durch eine Buchhandlung wanderst, murmelst du vor dich hin: "Das hab ich schon, Und das hab ich schon. Das auch ..." (Ich rede eher in Gedanken ...)
10. Du weißt genau, wo alle deine Bücher hingehören und merkst sofort, wenn eines fehlt. (Ja!)
11. Du besuchst mehr als nur eine Buchhandlung, denn wenn du nur in eine gehen würdest, wärst du jeden Tag dort - und das ist ja peinlich! (Peinlich eher nicht, aber wenn ich grad Zeit habe und wo anders bin)
12. Namen merkst du dir so: "Meggie, wie das Mädchen aus Tintenherz", "Harry, wie Harry Potter" oder "Gideon, wie die männliche Hauptperson aus Rubinrot."
13. Viele Leute fragen dich verwirrt, woher du so viel verrücktes Zeug weißt.
14. Wenn 13. eintritt, murmelst du ein "Das habe ich irgendwo gelesen", obwohl du genau weißt wie das Buch heißt in dem du es gelesen hast.
15. Wenn du dich zwischen einem Bett und einem neuen Bücherregal entscheiden musst, nimmst du das Regal. Wo sollen denn sonst deine Bücher stehen?! (Aber mein Bett liebe ich auch :o)
16. Wenn du alle deine Bücher aufeinander stapelst, kannst du problemlos deine Decke abstützen.
17. Du kannst überall lesen: Im Zug; im Bus, auch stehend, wenn es sein muss; auf der Straße; in der Schule; im Café um die Ecke; auf dem Laufband;...
18. Du kannst immer lesen: Morgens, vor der Schule; während dem Essen; während dem Gehen; im Dunkeln; in der Kirche; mitten in der Nacht; ...
19. Wenn du umziehst, brauchst du mindestens 3 starke Männer, die deine Bücherkisten tragen - und selbst die sind danach fix und fertig!
20. Dein Leben ist nicht in Jahre, sondern in Kapitel unterteilt.
21. Du hast immer mindestens ein Buch unter dem Kopfkissen. (Auf dem Nachttisch liegt immer eins)
22. Deine Eltern/ dein Partner murren ständig: "Mach das Licht aus und schlaf endlich." und du ignorierst es.
23. Du hast immer ein Buch in deiner Tasche. 

24. Wenn dich jemand fragt, was du dir zum Geburtstag/ zu Weihnachten/ zum Jahrestag wünschst, antwortest du: "Ein Buch!"
25. Es ist schon mal vorgekommen, dass du ein Buch zweimal besessen hast.
26. Es gibt Bücher, die du eigentlich auswendig kannst, sie aber dennoch immer wieder lesen musst. (Wenn die Zeit es erlaubt und ich totale Lust drauf habe)
27. Du kennst die aktuelle Bestsellerliste auswendig.
28. Du hast mindestens die Top 10 aus der aktuellen Bestsellerliste in deinem Regal stehen.
29. Wenn dich jemand nach deinen Hobbies fragt, antwortest du: "Lesen". Andere Hobbies hast du nicht, denn lesen ist dein Leben!
30. Du fragst dich gerade erschrocken, wann in dieser Liste endlich mal etwas kommt, das nicht auf dich zutrifft.
31. Deine Mutter drohte dir mindestens ein Mal alle deine Bücher aus dem Zimmer zu räumen, wenn du nicht endlich das Licht ausmachst und schläfst - und du erwiderst, dass du sehen willst, wie sie 500 Romane aus deinem Zimmer schleppt.
32. Deine Bücher liegen überall herum, weil einfach nicht genug Platz für alle da ist. Selbst wenn du das Regal bis zum Limit voll stopfst.
33. Dein Bücherregal ist nach einem ganz bestimmten System geordnet, welches dir ermöglicht alle Bücher sofort zu finden.
34. Du hast mindestens drei Lieblingsgenre.
35. In deinem Bücherregal ist jedes nur erdenkliche Genre vertreten.
36. Wenn du auf einen Geburtstag/ eine Hochzeit eingeladen bist, schenkst du ein Buch.
37. Du würdest gern mal ein Buch veröffentlichen. (Wenn ich schreiben könnte, dann ja)
38. Derjenige, der dich beim Lesen stört, ist Staatsfeind Nummer eins.
39. Wer eins deiner Bücher bekleckst, verknickt, verdreckt, einreist oder sonst irgendwie beschädigt, gehört deiner Meinung nach exekutiert. (Letztes Jahr habe ich "Rubinrot" mit Ketchupflecken zurück bekommen ... die gingen zum Glück noch ab.)
40. Du kannst gleichzeitig Lesen und Gehen.
41. In der Schule wirst du nie erwischt, wenn du unter dem Tisch heimlich liest. Beim Spicken aber fliegst du sofort auf. (Ich lese nicht im Unterricht, es sei denn ich bin schon fertig mit der Aufgabe)
42. Du liebst jede Jahreszeit, denn im Frühling und im Sommer kann man draußen lesen und im Herbst und im Winter kann man es sich drinnen bequem machen und lesen.
43. Du kaufst dir mindestens 3 Bücher im Monat. (Jetzt nicht mehr :))
44. Du brauchst nie länger als eine Woche für ein gutes Buch - NIE! (Für ein gutes wirklich nicht, außer ich habe Prüfungen :D)
45. Dein Geld geht für folgende Dinge drauf: Bücher, Strom (für die Leselampe), Essen (kleine Lesesnacks). Und zwar in dieser Reihenfolge.
46. Wenn du Wörter hörst wie "das Einzigste" und "zwei Fensters" bekommst du Schüttelfrost.
47. Du weißt, dass die Vergangenheitsform von "backen" "buk" lautet.

48. Du kannst problemlos Synonyme für alles finden. (Meistens ja)
49. Wenn jemand ein Wort nicht kennt, kannst du es auf jeden Fall erklären. (Meistens ja)
50. Du weißt: Bücher sind immer besser als ihre Verfilmungen.
51. Büchern, die alle anderen toll finden, stehst du kritisch gegenüber. Denn dein Geschmack ist exquisit. (Glaube ich eigentlich nicht)
52. Trotz 51. liest du alles, was du in die Finger kriegst. (Eventuell)
53. Du bist schon des Öfteren auf einem Buch aufgewacht.
54. Du besitzt ein Buch, das du noch nicht gelesen hast. Aber du hebst es auf - falls du mal nichts mehr zum Lesen im Haus hast.
55. Bücher sind deiner Meinung nach 100x besser als E-Books.
56. Du besitzt trotzdem ein e-Reader aus Platzgründen. (Nö, aber wenn es Bücher sind, die ich unbedingt lesen will, lese ich die auf dem PC)
57. Du hast eine Liste im Kopf, welche Figuren du gern aus ihren Büchern lesen würdest.
58. Es ist für dich kein Problem, Zitate bestimmten Autoren oder Büchern zuzuordnen. (Kommt ganz drauf an)
59. 57. erinnert dich an die Tintenreihe - du hast soeben beschlossen, sie mal wieder zu lesen. (Das wollte ich sowieso)

60. Bei folgendem Satz willst du am Liebsten eine Schlägerei anzetteln: "Du kannst das Harry Potter Buch noch nicht gelesen haben, denn der Film ist noch gar nicht draußen."
61. Lesezeichen gehen bei dir grundsätzlich immer in den Büchern verloren.
62. Du kannst nächtelang durchlesen.
63. Für Notfälle hast du immer eine Taschenlampe parat. So kannst du auch lesen, wenn der Strom ausfällt.
64. Du besitzt noch dein liebstes Kinderbuch und hütest es wie einen Schatz.
65. Der Duft von frischer Druckerschwärze ist einer deiner Lieblingsgerüche.
66. Ein Tag, an dem du nicht gelesen hast, ist ein verlorener Tag.
67. Wenn du ein Buch bestellst, wirst du nicht mehr nach deinem Namen gefragt, den kennt der Verkäufer nämlich schon. Genau wie deine Nummer und dein halbes Bücherregal. (Kommt drauf an bei wem ich bestelle)
68. Selbstverständlich hast du schon mal beim Lesen geweint.
69. Du hast keine Probleme damit, 68. zu zugeben.
70. Menschen, die nicht lesen, findest du blöd. 

71. Du weinst manchmal an besonders schönen Stellen in Büchern, weil du dich so für die Figur freust.
72. Es gibt Namen, die für immer in deinem Kopf verknüpft sind: Bella & Edward, Cassia & Ky, Clary & Jace, Harry & Ginny, ...
73. Die oben genannten Namen kommen dir alle bekannt vor.
74. Du fragst dich immer noch, wann endlich etwas kommt, das nicht auf dich zutrifft.
75. Einer deiner größten Wünsche ist es, mal in einer riesigen Buchhandlung eingesperrt zu werden (der größte vielleicht nicht, aber ein Wunsch ist das auf jeden Fall wert!)
76. Wenn du am Bahnhof "Kings Cross" in London bist, versuchst du heimlich, ob es Gleis 9 3/4 nicht doch gibt.
77. Du behandelst deine Bücher besser, als manche Menschen - denn die Bücher haben deine Zuneigung verdient.
78. Es gibt mindestens ein Buch, das du abgrundtief hasst.
79. Du hast, als du noch klein warst so getan als könntest du lesen.
80. Du misshandelst alles als Lesezeichen: Briefumschläge, Kassenzettel, Papierschnipsel, Finger, Verpackungen aller Art, Kuscheltiere, ...
81. Du hast mindestens 2 Verlage/ Autoren bei Facebook mit "Gefällt mir" markiert.
82. Dein Motto: "Ich kann alles lesen, aber nicht alles essen!"
83. Es gibt Bücher, die du schon auf Englisch gelesen hast, weil du die deutsche Übersetzung nicht abwarten konntest.
84. Von deinen Büchern sprichst du wie von guten Freunden.
85. Du könntest deine Freunde stundenlang über deinen aktuellen Lesestoff bequatschen. (Wenn es sie interessieren würde, ja ...)
86. Ab und zu geht deine Fantasie mit dir durch.
87. Für dich gibt es das nicht: "Keine Zeit zum Lesen"
88. Neue Bücher versetzen dich in Hochstimmung.
89. Gern würdest du mal die Orte bereisen, an denen deine Romanhelden waren.
90. Autoren sind für dich mit Gottheiten gleich zu setzen.
91. Du kannst ein paar Brocken elbisch.
92. Bei jedem Spiegel fragst du dich, ob er vielleicht ein Portal in eine andere Welt ist.
93. Du besitzt eine überdurchschnittliche Allgemeinbildung, und weißt über alles irgendwas.
94. Beim Lesen hast du dich schon mal verletzt.
95. Du brauchst keinen Yoga-Kurs, denn beim Lesen probierst du die abenteuerlichsten Positionen aus um es bequem zu haben. (Manchmal ja :D)
96. Leute, die keine Bücher besitzen sind dir unheimlich. Du hast richtig Angst vor ihnen.
97. Ständig erlebst du Momente in deinem Leben, die dich an Szenen aus Büchern erinnern. 

98. Bücher sind dein Statussymbol.
99. Die Bakerstreet in London & Orte wie Forks sind für dich Pilgerstädte.
100. Auf dieser Liste trifft erschreckend viel auf dich zu. Aber es stört dich nicht im geringsten, nein - du bist stolz darauf!
 
55/45
 
Also, ich bin zufrieden :D 
 
Liebe Grüße
Linda 

Montag, 2. Juni 2014

[SuB-Reihe] Abstimmung!

Hallöchen,

ich möchte euch nochmal meinen SuB zeigen und euch bitten, doch mal in die Kommentare zu schreiben, welches Buch ich als nächstes lesen sollte.

Wenn ihr drauf klickt, müssten die Bilder glaube ich groß genug sein. Also, welches könnt ihr mir empfehlen? Danke schonmal dafür. :* Nächste Woche geht es dann wieder richtig los.

Liebe Grüße
Linda

Sonntag, 1. Juni 2014

Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Allgemeines:
Titel: Das Orchideenhaus
Autor/-in: Lucinda Riley
Form: Taschenbuch (539 Seiten)
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-47554-4
 

Klappentext:

Ein altes verwunschenes Herrenhaus, eine tragische Liebe und ein lang gehütetes Familiengeheimnis

Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht Julia ein altes Tagebuch, das bei Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht - ein Geheimnis das nun auch Julias Leben komplett verändern wird ...

Gestaltung
Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Farben sind schön gewählt und es ist sehr dezent gehalten. Vor allem die Blumen oben gefallen mir gut. Zudem passt es geschichtlich auch sehr gut.

Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das Buch und freute mich darauf, es endlich lesen zu können. Leider muss ich sagen, dass mir der Einstieg sehr schwer fiel und ich nach wenigen Seiten schon keine Lust mehr hatte, weiter zu lesen. Auf die Geschichte brauche ich eigentlich inhaltlich nicht mehr eingehen, dass wurde im Klappentext eigentlich alles erklärt. Irgendwie hatte ich wirklich Probleme mit dieser Geschichte. Mit der Protagonistin Julia bin ich nicht wirklich warm geworden, ich konnte keine richtige Verbindung zu ihr aufbauen. Sie war leider auch sehr verschlossen und da sich erst etwas später herausgestellt hat, was für einen Schicksalsschlag sie erlebt hat, blieb das alles sehr distanziert. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass dieses Buch in Vergangenheit und Gegenwart aufgeteilt wurde. Um das Familiengeheimnis wurde eine Geschichte aufgebaut, die mir im Vergleich zu der Gegenwart sehr gut gefallen hat. Hier lernte ich die junge Olivia kennen, die bei den Crawfords eingeladen ist. Diese typischen Galen für Lords und Ladys halt. Da lernt sie Harry Crawford kennen und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Olivia war mir sehr sympathisch, zumindest bis zu einem bestimmten Zeitsprung, der zwischen den Erzählungen stattfand. Danach war sie etwas weniger nach meinem Geschmack. Zu ihr konnte ich allerdings sehr viel besser eine Verbindung eingehen. Das Szenario und die Atmosphäre gefielen mir sehr gut und ich habe angefangen, mich wirklich für diese Geschichte zu interessieren. Allerdings bekam ich immer sofort einen Dämpfer verpasst, wenn es zurück zu Julia ging. Ich weiß nicht genau warum, aber die Geschichte um Julia fand ich eher etwas  langatmiger. Nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht wirklich lesenwert. Am besten an dieser Geschichte gefiel mir der zweite Teil des "Flashbacks". Da geht es um Harry, der in Changi (Singapur) als Kriegsgefangener gehalten wird. Nach seiner Entlassung bleibt er noch eine ganze Weile in Thailand und genau das gefiel mir auch richtig gut. Es gibt ja nicht so viele Bücher, die in Thailand spielen und neue Orte in Büchern kennen zu lernen, finde ich immer interessant. Mir gefiel der zweite Teil wirklich gut. Der Schreibstil der Autorin war irgendwie nichts besonderes. Die Atmosphäre wurde gut übermittelt und es ging flüssig zu lesen, aber ansonsten ist mir nichts weiter aufgefallen. Die Gegenwartspassagen waren wirklich langatmig und für mich nicht von großem Interesse. Und diese letzte Wendung am Ende, die gefiel mir überhaupt nicht. Was heißt letzte Wendung, danach kam noch etwas und das wirkliche Ende fand ich auch wirklich schön, aber trotzdem hatte ich so meine Probleme mit dem Buch.

Charaktere:

Julia: Eine junge Frau, die es in letzter Zeit nicht einfach hatte. Sie war ein ziemlich heruntergekommener Trauerkloß am Anfang. So etwas mag ich nicht. Und in dem Moment fehlte mir das Verständnis, da ich nicht wusste, was los war. Aber nach sieben Monaten kann (nicht muss) man es schaffen sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Zu Julia konnte ich keinerlei Draht aufbauen, mir fehlte da vollkommen die Verbindung. Klar, was sie erlebt hat ist schlimm. Aber trotzdem fehlte mir da einfach auch vieles. So konnte ich viele ihrer Entscheidungen nicht verstehen und war mir nicht sicher, wie ich zu ihr stehe. Erst am Ende fing ich an, ein bisschen Sympathie für sie aufzubringen. Sie war einfach nicht wirklich jemand, mit dem ich mich gut verstehe und ihr ständiges Hin und Her ging mir doch sehr auf den Keks. Sie war erträglich, aber es hätte besser sein können.

Kit: Der nächste Erbe in der Linie der Crawfords, der großes Interesse an Julia hegt. Mit ihm kam ich sehr viel besser klar als mit Julia. Ich hatte Mitleid mit ihm oder habe mich auch für ihn gefreut. Er war sympathisch, eher ein Gentlemen und hat sich sehr rührend um Julia gekümmert. Er war zwar zu Beginn ein wenig aufdringlich, aber das war verzeihbar. Über Kit lässt sich gar nicht so viel sagen. Er war halt einfach ein guter und netter Kerl, der mir gut gefallen hat.

Harry: Der Erbe der Crawfords, der in der Vergangenheit eine große Rolle gespielt hat. Durch seinen Stammbaum wurde ihm vieles aufgezwungen. So wurde ihm indirekt eine Ehe aufgezwungen und er hat viele Verpflichtungen gegenüber dem Anwesen und seiner Familie. Das hält Harry von seinem ganz persönlichen Glück ab. Ich mochte Harry sehr, obwohl ich ihn nicht immer verstand und manche Verhaltensweisen mich doch sehr verwirrt haben. Doch Harry hatte so große Träume, die er wegen seinen Verpflichtungen nicht erfüllen konnte. Die "richtige" Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert mit Harry. Allerdings gab es auch eine Zeit, in der ich ihn gar nicht mochte. Das war eher so zu Beginn. Aber es hat sich dann gelegt und Harry wurde mein Liebling in diesem Buch (abgesehen von einem ganz besonderen thailändischen Mädchen). Er war sehr nett und hat für die Frau die er liebt alles aufgeben wollen. Das war schon sehr schön und hat mir sehr gut gefallen, genau wie Harry selbst.

Zitate:
Jeder reagiert anders auf Kummer, und keine dieser Reaktionen ist falsch. Mansche Menschen weinen monate-, ja jahrelang; sie tragen Schwarz und trauern. Andere scheint ihr Verlust nicht zu berühren. Sie begraben ihn und leben weiter wie bisher, als wäre nichts geschehen.
Julia

Fazit:
Ein Buch, das mich wirklich zwiegespalten hat. Teils wegen der langweiligen Drum-Herum-Geschichte, teils weil die "richtige" Geschichte einfach toll war. Die Vergangenheit der Crawfords war einfach so viel interessanter. Leider hat Julia mich doch sehr genervt und ich wollte manchmal gar nicht weiterlesen. Doch durch die Rückblicke wurde es immer etwas interessanter und das Ende fand ich dann doch sehr zufriedenstellend. 
Dieses Buch erhält von mir 3,5/5 Schmetterlingen.

Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio

Allgemeines:
Titel: Der Junge, der Träume schenkte
Autor/-in: Luca Di Fulvio
Form: Taschenbuch (781 Seiten)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-404-16061-7

Klappentext:

New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie haben ihre süditalienische Heimat verlassen, um in Amerika ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Doch ihre Hoffnung weicht schon bald tiefster Ernüchterung, denn in der von Armut, Elend und Kriminalität beherrschten Lower East Side gelten die brutalen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Mut und Kraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...

Gestaltung:
Das Cover finde ich ja richtig süß muss ich sagen. Der Junge hinter der Mauer(?) ist so niedlich irgendwie, vor allem mit diesem Gesichtsausdruck. Viel mehr lässt sich auch gar nicht sagen. Die Farben sind passend gewählt und geben einem so ein Gefühl für das "Ältere".

Meinung:
Ich muss sagen, dass ich wieder ein mal mit Skepsis an dieses Buch herangegangen bin. Zum einen war es ja doch sehr dick und zum anderen war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich zur Zielgruppe gehöre. Wobei das wohl auch egal ist, denn das Buch war fantastisch. Ich habe es geliebt und war direkt zu Beginn voller Interesse für die Geschichte. Es fing alles ganz interessant an, fand ich. Man lernt als erstes Cetta kennen, die Mutter von Natale. Sie hat keine ganz so leichte Kindheit und haut sogesehen von zu Hause ab, um in Amerika neu anzufangen. Allerdings wird das nicht so einfach, vor allem mit dem kleinen Natale, der von den amerikanischen Behörden in Christmas umbenannt wird. Doch irgendwie schafft Cetta es mit der Hilfe anderer, in Amerika Fuß zu fassen. Sie lebt zwar mit Christmas in einem ziemlichen Ghetto, aber für ihn ist das kein Hindernis. Er zieht sein Ding durch und lässt sich dabei nicht einschüchtern. Als er eines Tages auf Ruth trifft, verändert das jedoch seine ganze Welt. Die Beziehungen zwischen den Charakteren haben mir wirklich gut gefallen. Es war sehr authentisch. So hat man Cetta richtig angemerkt, wie sehr sie Christmas liebt. Ich muss sagen, dass mich dieses Buch sehr an die Videospielreihe "GTA" erinnert hat. Allerdings in diesem älteren Stil. Mit Gangstern und Ghettos und diesem Hass gegenüber Schwarzen oder Juden. Mir gefiel dieses Szenario wirklich sehr gut, ich konnte das Buch kaum weglegen und war so gespannt darauf, wie es weitergeht. Das Buch ist zeitlich eventuell etwas verwirrend gestaltet. Mal trifft man Cetta als kleines Mädchen, mal als ältere Mutter, mal als junge Mutter. Während es mit ihr anfängt und man viel über sie und ihre Beweggründe erfährt, kommt irgendwo der Übergang zu Christmas. Dieser spielt am Anfang eine eher nebensächliche Rolle, immerhin ist er noch ein Baby und man sieht in praktisch aufwachsen. Dann allerdings, mit ungefähr vierzehn Jahren, fängt die Geschichte an, sich um Christmas zu drehen. Fast zeitgleich lernt man die gleichaltrige Ruth kennen, ein Mädchen aus gutem Hause. Dazu kommt noch der Gärtner, Bill, auf den ich jetzt nicht näher eingehen möchte. Ruth und Christmas lernen sich durch einen Schicksalsschlag kennen und so beginnt die Geschichte eigentlich. Mir gefiel die Geschichte richtig gut, es hat mich von Anfang an fasziniert und gefangen genommen. Die Atmosphäre und die Szenerie waren einfach großartig und haben mir sofort dieses bestimmte Gefühl gegeben. Wie als wäre ich hundert Jahre zurückgereist. Leider war das Buch teilweise sehr brutal und vulgär, allerdings weniger im Zusammenhang mit Christmas. Diese Passagen hatten etwas sehr ... flaues in meinem Magen ausgelöst und ich hatte dabei leichte Beklemmungen. Es war halt wirklich sehr brutal. Das waren allerdings auch die Passagen, in denen es um den Antagonisten ging. Und der war wirklich ein absoluter, sorry, Mistkerl. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass es von der Geschichte her einfach gepasst hat. Der Schreibstil des Autors war irgendwie Eigen. Er war passend zur damaligen Zeit und leicht zu lesen. Ich zumindest hatte keine Probleme mit ihm. Alles in allem war das Buch ein wirklich tolles Buch, das meine Erwartungen vollends übertroffen hat. Und der Titel "Der Junge, der Träume schenkte" hätte passender nicht sein können.

Charaktere:

Christmas: Ein unglaublicher Junge, der im Ghetto groß geworden ist und sich auf seine ganz eigene Weise etwas aufgebaut und sich durchgeschlagen hat. Christmas schien immer sehr zufrieden mit sich selbst und seiner Arbeit zu sein, zumindest meistens. Durch ein unglaublich tolles Charisma und die Fähigkeit, die Leute in seinen Bann zu schlagen, öffnen sich ihm ungeahnte Türen. Ich bin mir nicht sicher, aber Christmas ist wohl einer der besten männlichen Protagonisten, die ich innerhalb des letzten Jahres auf ihre Reise begleiten durfte. Er bleibt im Kopf, auch nach der letzten Seite noch. Denn Christmas ist einfach jemand, dem ich so noch nie begegnet bin. Und zwar nirgendwo, weder im Film noch im Buch. Christmas ist praktisch so ein Beweis dafür, dass man seine Träume niemals aufgeben darf. Dabei beweist er allen, dass er es kann und hilft dem ein oder anderen auch, seinem Traum nahe zu kommen. Christmas ist ein absoluter Wunschtyp, immer nett und freundlich und sofort bereit, für die die er liebt in die Bresche zu springen. Ich war absolut begeistert von ihm und kann kaum in Worte fassen, wie dieser Junge mein Herz berührt hat.

Ruth: Ein junges Mädchen, das aus einem reichen Hause kommt und von seinen Eltern nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Als sie Christmas kennen lernt ist sie in einer schlechten Verfassung und trotzdem berührt er etwas in ihr, dass ihn unvergesslich macht. Ruth war etwas ... schwer zu verstehen. Als junges Mädchen hat sie bereits viel Schmerz spüren müssen und das lässt sie auch niemals wirklich los. Doch nach einer schwierigen Zeit schafft sie es wieder (fast) selbstständig auf die Beine zu kommen. Sie macht ebenfalls etwas aus ihrem Leben und fängt an, die Vergangenheit zumindest teilweise hinter sich zu lassen. Ich muss sagen, dass mir Ruth's Zustand während des Buches sehr nahe ging und ich von ihr wirklich gefesselt war und großes Mitleid hatte. So ganz verstanden habe ich ein paar ihrer Entscheidungen zwar nicht, trotzdem war sie ein tolles Mädchen, das mir sehr gut gefiel. Sie hat so ihre ganz eigene Art gehabt, manchmal auch ein bisschen arrogant, aber erträglich. Ruth nach der schwierigeren Zeit ihre ganz eigene Art mit bestimmten Sachen umzugehen. Sie war interessant, dadurch dass ich nie kalkulieren konnte, wie sie reagieren würde. Trotz allem war Ruth einfach eine tolle Person, die mehr Ecken und Kanten hatte, als erwartet.

Cetta: Christmas Mutter, die mit knapp fünfzehn aus ihrer Heimat flieht um sich ein neues Leben aufzubauen. Sie war eine sehr schöne junge Frau, die leider nicht unbedingt die besten finanziellen Mittel hatte. Statt mir Geld hat sie Christmas aber mit Liebe überschüttet. Ihre Geschichte war sehr interessant und auch tiefsinnig, fand ich. Mir gefiel es, dass man erst einmal Cetta kennen gelernt hat und sie praktisch mit Christmas zusammen älter werden sieht. Sie hat halt alles mögliche getan, um Christmas ein gutes Leben zu ermöglichen und ihm immer klar machen wollen, dass er sich nicht unterkriegen lassen soll. Und das er Frauen gut behandeln soll. Nach dem man den etwas älteren Christmas kennen gelernt hat, spielt Cetta keine wirklich große Rolle mehr, sie ist eher nebensächlich. Trotzdem ist Cetta eine sehr stolze und liebevolle Mutter, die ihren Christmas niemals vernachlässigt hat und sich gut um ihn kümmerte.Mir gefiel Cetta wirklich gut und sie war einfach eine sehr sympathische und schlagfertige Frau, die für Christmas alles in ihrer Macht stehende getan hat.

Zitate:

"Weißt du, was Liebe ist?", sagte sie. "Wenn du in der Lage bist, etwas zu sehen, was kein anderer sehen kann. Und wenn du bereit bist, etwas zu zeigen, was du keinem anderen zeigen würdest."
Cetta zu Christmas

Fazit:
Um ehrlich zu sein, bin ich niemals davon ausgegangen, dass mich dieses Buch so umhauen könnte. Christmas ist einfach ein großartiger Protagonist, der dieses ganze Buch über mein Herz in seinem Griff hatte. Selten hat mich ein Buchcharakter so beeindruckt. Mit seiner Emotionalität und Spannung war dieses Buch ein reines Lesevergnügen, wenn man vom passenden aber unangenehmen Antagonisten absieht. Aber Christmas hat einfach alles wieder wett gemacht. Dieses Buch könnte sogar eines meiner absoluten Jahreshighlights werden. Ich bin verliebt in Christmas, in dieses Buch, dass mich mit jeder Seite mehr mitgerissen hat.
5/5 Schmetterlingen für eines der berührensten Bücher des bisherigen Jahres.