Montag, 27. Oktober 2014

Keine Sorge, der Blog bleibt mein Baby, mein Hauptaugenmerk ...

aber ich und meine Freundin Michelle haben schon seit ein paar Wochen mit dem Gedanken gespielt, unter die Booktuber zu gehen. Und gestern haben wir die ersten Videos gedreht. Nun haben wir das erste hochgeladen und das möchte ich euch hier kurz zeigen:

(Irgendwie möchte Blogger das Video nicht finden, deswegen muss ich es euch verlinken.)

Wenn ihr kurz auf diesen Link klickt, kommt ihr direkt zum Video: Hier gehts zum Video :)

Also, nur so als kleine Randbemerkung, dass wir jetzt auch auf Youtube sind. :)

Ganz liebe Grüße

Linda

[SuB-Reihe] Bücher von Tanja Heitmann

Morgenrot. Schattenschwingen. Wintermond.
Diese Bücher wollte ich alle längst gelesen haben. Wobei ich von vielen gehört habe, dass die Autorin nicht so gut schreiben würde und die Bücher nicht so toll seien. Ich möchte mir da selber ein Bild machen und bin gespannt auf die Bücher. Schattenschwingen ist ja ein erster Teil einer Trilogie, aber was ist mit den anderen beiden? Auf Büchertreff.de stand nämlich, dass die auch zu einer Reihe gehören. Jetzt bin ich mir da total unsicher. Nun ja, ich werde es ja sehen.
Kennt ihr die Bücher? Könnt ihr sie empfehlen?

Liebe Grüße
Linda

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Magisterium - The Iron Trial von Holly Black und Cassandra Clare

Allgemeines:
Titel: Magisterium - The Iron Trial
Autor/-in: Holly Black und Cassandra Clare
Form: Taschenbuch (295 Seiten)
Verlag: Penguin Random House UK
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: £ 9.99
ISBN: 978-0-857-53250-3

Kaufen?

Klappentext:

Think you know magic?
Think again.

Most people would do anything to get into the magisterium and pass the iron trial.

Not Callum Hunt.
Call has been told his whole life that he should never trust a magician. And so he tries his best to do his worst - but fails at failing.

Now he must enter the magisterium. It's a place that's both sensational and sinister.
And Call realizes it has dark ties to his past and a twisty path to his future.

The iron trial is just the beginning. Call's biggest test is still to come ... 

Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das Buch und habe mich wirklich wahnsinnig gefreut, als ich es bekommen habe. Denn es ist ziemlich lange her, dass ich ein ganzes Buch auf Englisch gelesen habe. Aber ich war zuversichtlich, da ich eigentlich ganz gut in Englisch bin. Der Einstieg war eigentlich auch gar nicht schwer. Natürlich kannte ich nicht alle Vokabeln, aber vieles konnte ich mir einfach so zusammenreimen, da ich dafür doch genug Vokabeln kannte. Es gibt einen Prolog, in dem man praktisch direkt in die Welt der Magie hineingeführt wird. Zu Beginn wird direkt klar: Es herrscht Krieg zwischen den Magiern. Danach macht man einen Zeitsprung von zwölf Jahren und lernt Callum kennen. Er ist nicht der Held, von dem man erwartet, das er Großes vollbringt. Er hat ein krankes Bein, das ungefähr 10 Mal operiert worden ist. Deswegen ist er oft ein ziemlicher Außenseiter und hat auch nicht wirklich Freunde gefunden an seiner Schule. Und dann muss er zum Magisterium und sich einer Prüfung unterziehen. Je nachdem wie viele Punkte man erzielt, wird man als Schüler des Magisterium von einem Master erwählt. Das will Callum gar nicht. Das fand ich schonmal ziemlich originell, denn Callum versucht zwar nicht direkt den Test zu vergeigen, schafft es aber trotzdem. Sein Vater ist deswegen sehr erfreut, denn er hat ihm immer gesagt, dass die Magier und das Magisterium böse wären und sich nicht um Leben oder Tod der Anderen kümmern. Trotzdem wird Callum erwählt und muss zusammen mit seinen Kameraden Aaron und Tamara lernen mit Magie umzugehen. Ich muss gestehen, dass einige Parallelen zu "Harry Potter" erkennbar waren, jedoch ist es an sich eine eigene Geschichte. Nur der Grundgedanke und ein paar Einzelheiten sind sich ähnlich. Ganz ehrlich, die Geschichte einer Magierschule ist nicht mehr neu. Aber die Umsetzung kann es sein. Vor allem Callum ist hier sehr originell. Er gilt als der schlechteste Schüler und vermasselt irgendwie alles zu Beginn, während Aaron und Tamara zu den besten gehören. Auch die Schule an sich ist etwas anderes. So besteht diese praktisch aus einem Labyrinth und ohne Master verläuft man sich da ganz schnell. Ich fand diese Idee sehr cool und mir gefiel das Buch auch von Anfang an ziemlich gut. Callum zum Beispiel war mir einfach nur mega sympathisch und mit seiner sarkastischen und fast schon miesepetrigen Art zu Beginn, fand ich ihn sehr unterhaltsam. Auch Tamara und Aaron waren tolle Charaktere, wobei Tamara am Anfang ein wenig fies und für mich schwer zugänglich war. Allerdings passen die Drei einfach zueinander und ergänzen sich gut. Callum bringt sich und auch seine Freunde allerdings immer mal wieder in Schwierigkeiten. Er hält sich nicht unbedingt an die Regeln und das hat für sie alle Konsequenzen. Trotzdem gefiel der Junge mir einfach total gut, ich fand ihn total sympathisch und konnte seine Entscheidungen und Empfindungen gut nachempfinden. Für mich ist dieses Buch ein ziemlich gelungener Auftakt einer neuen (wahrscheinlich fünfteiligen) Reihe. Es war sehr interessant und ich hatte keine Schwierigkeiten, es auf Englisch zu lesen. Allerdings konnte es mich nicht von Anfang an so mitreißen, wie ich gehofft hätte. Es war gut und interessant, aber nicht so, dass ich es immer unbedingt zur Hand nehmen musste oder es nicht mehr weglegen konnte. Trotzdem war es sehr unterhaltsam und auch spannend.

Charaktere:

Callum: Ein zwölfjähriger Junge, der von seinem Vater eingetrichtert bekommen hat, das Magie und das Magisterium gefährlich wären. Deswegen soll Call seinen Test auf jeden Fall vergeigen. Als das nicht funktioniert, muss Call sich im Magisterium zurecht finden. Er hatte es nicht leicht im Leben, denn wirklich Freunde gefunden hat er nicht und seine Mutter starb als er klein war. Call ist ein Außenseiter, da er durch sein Bein vieles auch nicht mitmachen kann oder darf (bezügl. Sportunterricht z.B.). Deswegen ist Callum auch ein wenig zynisch und sarkastisch. Aber im Magisterium lernt er vieles dazu, auch dass es nicht nur um die körperliche Fitness geht. Er ist ein echt toller Junge. Ich konnte mich sofort mit Call identifizieren, ich konnte mitfühlen und ihn total verstehen. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich wahrscheinlich nicht anders gehandelt als er (außer bei einer Situation am Ende). Er war einfach so ein toller Charakter, der mir richtig gut gefiel. Vor allem ist Call wirklich bereit, alles für seine Freunde zu tun und sich für diese in die Bresche zu werfen. Ich fand ihn einfach unglaublich toll, dabei ist er noch so jung.

Aaron: Ein Junge, der super bei seinem Test abschneidet und dem noch viel bevorsteht. Aaron war von Anfang an super sympathisch, er ist total nett und hilfsbereit. Das bemerken auch die anderen, vor allem Call. Da sie Teil eines Teams sind, arbeiten sie zusammen und werden auch nach und nach Freunde. Ich kann gar nicht so viel zu Aaron sagen, sonst würde ich viel zu viel spoilern. Er ist ein ganz besonderer Junge, der einfach ein toller Freund ist und für Call und Tamara wirklich viel tun würde. Die Drei halten einfach zusammen und sind ein ganz tolles Team. Aaron ist so der Freundlichste der Drei, der niemandem wirklich böse sein kann und sich gut um die Beiden kümmert. Ich mochte ihn von Anfang an und war gespannt ihn kennen zu lernen.

Tamara: Ein Mädchen, das aus einer Magierfamilie stammt und versucht, den Ansprüchen der Eltern gerecht zu werden. Tamara ist zu Beginn sehr fies zu Callum und scheint nicht wie die netteste Person. Doch von jetzt auf gleich entwickelt sie praktisch einen Kameradensinn ihm gegenüber. Sie verteidigt ihn vor anderen und versucht, sich in das Team einzubringen. Denn auch sie gehört zu den Besten des Jahrgangs. Tamara ist keine Hermine. Das dachte ich nämlich zu Beginn, denn Tamara ist eine kleine Klugscheißerin am Anfang und mochte Call ja zu Beginn auch nicht. So ähnlich war es ja auch bei Hermine. Allerdings sind die Drei hier von selbst zu einem Team geworden und wurden praktisch dadurch auch so gute Freunde. Ich habe wirklich eine Verbindung zwischen den Dreien gespürt und merkte, dass sie einander akzeptieren und sich eigentlich alles sagen können. Sie würden wirklich füreinander durchs Feuer gehen. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten (immerhin liebe ich Callum) mochte ich Tamara am Ende doch sehr und fand, dass sie ein toller Charakter war.

Fazit:
Ein guter Auftakt zu einer neuen sehr magischen Reihe. Ich hatte schon so ein bisschen dieses "Harry Potter Gefühl", das aber im positiven Sinne. Die Atmosphäre war stimmig und hat sehr gut gepasst. Mit der Reihe von J.K. Rowling würde ich es nicht vergleichen. Klar, die Grundidee ähnelt sich, aber die Umsetzung ist anders. Mir gefiel das Buch und vor allem die Charaktere waren sehr individuell und haben mir das Lesen versüßt. Es ist Luft nach oben da und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band (der leider erst in einem Jahr rauskommt).
Dieses Buch bekommt von mir 4/5 Schmetterlinge.
Vielen Dank an Blogg dein Buch und Penguin Random House UK für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Montag, 20. Oktober 2014

[SuB-Reihe] Die Shades of Grey Trilogie

Shades of Grey - Gefährliche Liebe und Shades of Grey - Befreite Lust.
Diese Trilogie habe ich zwar angefangen, jedoch bis jetzt nicht mehr weitergelesen. Damals kam mir etwas Wichtigeres dazwischen und um ehrlich zu sein war ich nicht so gehyped wie alle anderen. Zudem wurde ich von jemandem richtig nett gespoilert, was noch so passiert in Band 2 und 3. Im Moment habe ich gar keine Lust auf die Bücher. Dann doch eher auf "80 Days". Aber im Moment bin ich nicht so auf dem Erotiktrip, da hab ich jetzt gerade ein wenig die Schnauze voll. Zumindest von der Erwachsenen-Erotik.

Was würdet ihr denn sagen, was ich eher lesen sollte? "Shades of Grey", "80 Days" oder "Crossfire"?
Seid ihr auf den Hype-Zug aufgesprungen? Habt ihr die Bücher überhaupt gelesen?

Liebe Grüße
Linda

Sonntag, 19. Oktober 2014

Welche Farbe hat die Angst? von Barbara Rose

Allgemeines:
Titel: Welche Farbe hat die Angst?
Autor/-in: Barbara Rose
Form: Hardcover (270 Seiten)
Verlag: Boje
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-414-82409-7

Klappentext:

Warum quälst du mich mit deiner Eifersucht? Du hast keinen Grund dazu, du machst mir Angst. Die Malerei hat uns doch immer verbunden, soll sie uns nun trennen?

Eigentlich soll es für die fünfzehnjährige Katta ein ganz normaler Sommermalkurs werden. Doch dann macht ihr Lehrer sie darauf aufmerksam, dass ihre Bilder auf fast unheimliche Weise dem Stil von Miriam ähneln. Sie hat vor vielen Jahren ebenfalls bei ihm gelernt, ist dann jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Was ist damals wirklich passiert? Katta fühlt eine starke Verbundenheit mit dem fremden Mädchen und taucht immer tiefer in die Vergangenheit ein. Aber was ist, wenn sie dem Täter von damals dabei zu nahe kommt? 

Meinung:
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn ich konnte es keinem Genre so richtig zuordnen. Ich tendierte zu Jugendthriller und da steht es in meinem Regal jetzt auch. Zudem wollte ich das Buch für die Regenbogen-Challenge lesen, was leider nicht so ganz geklappt hat. Der Einstieg fiel mir nicht schwer und ich war direkt sehr neugierig. Man lernt Katta kennen, die ein wenig merkwürdig rüber kommt. Sie wirkt sehr schüchtern und scheint sich wegen vielen Dingen Vorwürfe zu machen. Dabei kann sie dafür mitunter nichts. Was ich besonders schön fand, waren die Kapitelüberschriften. Das sind nämlich immer Farben wie "Puderrosa" oder "Feuerrot". Und dazu gibt es immer eine Art Unterüberschrift. Das war sehr originell und gefiel mir sehr gut. Denn es war auch einfach mal etwas anderes. Das Buch ist wirklich ein Jugendthriller und auch wirklich sehr interessant und spannend. Jedoch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die zwar eher nebensächlich ist, aber halt trotzdem vorhanden. Achtung Spoiler: Diese Liebesgeschichte zwischen Katta und einem Jungen namens Alex bringt aber mitunter auch einige Probleme mit sich. Denn es gibt noch einen Jungen, nämlich Pascal. Dieser ist der zweite Schüler, der an dem Malkurs teilnimmt und man merkt direkt, dass er Interesse an Katta hat. Spoiler Ende: Ich fand die Aufmachung, die Gestaltung der Geschichte doch sehr interessant. Ich wurde direkt zu Beginn sehr neugierig gemacht, denn durch den Klappentext konnte man sich ja einiges erahnen. Kattas Ermittlungen über den Tod von Miriam gestalten sich als sehr interssant. Vor allem da die Infos, die ans Licht kommen, doch sehr originell "versteckt" sind. Sie, also Katta und ihr Helfer Alex, versuchen praktisch mehr über Miriam an sich zu erfahren, über ihre Person. Das ganze entwickelt sich zu einer Schnitzeljagd, die sehr neugierig macht und spannend ist. Generell gefiel mir das Buch von der Atmosphäre sehr gut. Es ging nicht nur um den Tod von Miriam, es kommt vor allem nicht einfach so aus dem Nichts, wie es praktisch im Klappentext dargestellt wurde. Das Buch war mitunter sehr sommerlich, wenn es nicht gerade um Miriam ging. Denn das Hauptaugenmerk liegt wirklich auf Miriams Tod, aber das ist halt nicht alles. Es geht auch um Katta und ihre persönlichen Beziehungen. Nicht nur die zu Alex, sondern auch die zu Pascal und ihrer Familie. Was mir besonders gut gefallen hat, waren auch die ganzen Nebencharaktere. Ich konnte bis zum Schluss nicht sagen, wie es ausgeht. Es war undurchschaubar. Ich wurde mitunter ein bisschen verwirrt, da sich die Nebencharaktere recht seltsam, aber glaubwürdig verhalten haben. Kattas Gedankengänge waren danach genauso durcheinander wie meine. Denn es ist wirklich etwas verwirrend, aber eher in der Hinsicht, dass man wohl auf dem falschen Weg war. Aber es ist einfach sehr interessant gewesen, jedoch nicht so gut, dass es wirklich ein Must-Read ist. Trotzdem war es bis zum Schluss spannend und undurchschaubar. Zum Schluss konnte ich es wirklich nicht mehr weglegen.

Charaktere:

Katta: Ein sehr ruhiges Mädchen, dass eine sehr begabte Malerin ist. Katta ist total neugierig und kann die Sache mit Miriam einfach nicht auf sich beruhen lassen. Deswegen versucht sie, mehr herauszufinden über ihren Tod. Dabei bekommt sie Hilfe von Alex, der einen persönlichen Bezug zu Miriam hat. Trotzdem tut Katta viel auf eigene Faust und kann es mitunter einfach nicht lassen, herumzuschnüffeln. Sie ist eine tolle Protagonistin, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Ich konnte zwar ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen, trotzdem mochte ich sie sehr und fand sie als Protagonistin wirklich klasse.

Alex: Ein Junge aus Kattas Schule, der in den Ferien seine Tante und seinen Onkel besucht. Diese sind Miriams Eltern gewesen und deswegen ist Alex natürlich interessiert in der Geschichte um seine Cousine. Er ist ein netter Junge, der vieles tut, um Katta zu helfen. Trotzdem glaubt er gleichzeitig nicht so richtig an die Geschichte um Miriams Tod. Klar, er versucht etwas herauszufinden, aber gleichzeitig ist er sehr skeptisch. Zudem wirkte er auf mich sehr gutgläubig. Fast schon etwas naiv. Trotzdem war er sehr nett und freundlich und gefiel mir recht gut.

Pascal: Der zweite Schüler des Malkurses, der ziemlich witzig wirkte und sehr optimistisch rüberkam. Er war ein netter Kerl, der allerdings auch die ein oder andere Intrige mitwirkte. Ihm gegenüber war ich eher skeptisch. Klar, hier buhlen zwei Jungs um ein Mädchen, aber trotzdem waren seine Methoden nicht so toll. Er wollte halt Zeit mit Katta verbringen, aber ich bin da doch eher für die Ehrlichkeit. Zudem fand ich das Katta ihm viel zu selbstverständlich vertraut hat und ihm alles erzählte, was sie wusste. Ich konnte Pascal während des Lesens nicht so richtig einordnen. Erst zum Schluss kam raus, dass er eigentlich ziemlich in Ordnung ist.

Fazit:
Ein interessanter Jugendthriller, der direkt zu Beginn neugierig auf mehr macht. Katta war eine tolle Protagonistin und für mich sind hier alle guten Kritierien eigentlich erfüllt. Okay, es war nicht das große Must-Read, aber es war spannend und undurchschaubar. Zudem hat es mich an der Nase herumgeführt. Ein gutes Buch, dass mit einer originelleren Idee daherkam, als ich zu Beginn geglaubt habe.
Dieses Buch bekommt von mir 4/5 Schmetterlinge.

Samstag, 18. Oktober 2014

Hope forever von Colleen Hoover

Allgemeines:
Titel: Hope forever
Autor/-in: Colleen Hoover
Form: Taschenbuch (507 Seiten)
Verlag: dtv
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 9,95 €
ISBN: 978-3-423-71606-2

Klappentext:

Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch, nichts. Im Gegenteil: Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden, das könnte die ganz große Liebe werden. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.

Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn die ersten beiden Werke der Autorin wurden sehr gelobt. Dementsprechend gespannt war ich also auf dieses Buch. Die Geschichte klang sehr interessant und etwas origineller als andere. Der Einstieg war nicht schwierig, ich fand mich relativ gut mit dem Buch zurecht. Allerdings hatte ich direkt zu Beginn ein kleines Problem mit Sky. Es fängt praktisch alles damit an, dass man sie kennen lernt und man erfährt wie sie aufwuchs, wer ihre beste Freundin ist etc. Dann lernen sich Sky und Dean Holder kennen und von da an gefiel mir Sky immer weniger. Aber dazu mehr bei der Charakterisierung. Ich muss wirklich sagen, dass ich von Skys Person ab da leicht genervt war und sie mir das Buch echt etwas versaut hat am Anfang. Holder (wie er im Buch genannt wird) gefiel mir dafür von Anfang an. Eigentlich gefiel mir Skys Hintergrund sehr gut. Ihre Mutter schien so eine Hippie-Frau zu sein. Sie geht gerne auf Flohmärkte und verkauft dort ihre eigenen Kräutermixturen. Zudem gibt es weder Fernseher noch Telefone oder Handys in ihrem Haus. Karen (so heißt die Mutter) adoptierte Sky als kleines Mädchen. Das ganze interessierte mich sehr und ich fand es gut, mal so eine andere Hintergrundgeschichte zu lesen. Die Geschichte klang war am Anfang etwas merkwürdig, da Sky halt sehr nervig war und ich sowohl sie als auch Holder nicht so richtig verstehen konnte. Für mich kam vieles aus dem Himmel geholt und nicht so richtig verständlich. Vieles kam einfach aus dem Nirgendwo. Jedoch ist dieses Buch nicht einfach ein "New Adult Buch". Es ist viel mehr als das. Klar, es geht vor allem um die Liebesgeschichte zwischen Sky und Holder. Aber wie im Klappentext erwähnt, kommen noch ein paar Sachen aus der Vergangenheit ans Licht, was vor allem Sky und ihre Mutter Karen betrifft. Es war einfach unglaublich. Ich konnte dieses Buch einfach nicht mehr weglegen zum Schluss. Ab Seite 200 ungefähr war es einfach atemberaubend spannend und was da alles ans Licht kam ... war einfach unglaublich. Man bekam durch Flashbacks zwar eine kleine Ahnung, jedoch war die Wahrheit noch viel härter. Wie sich dieses Buch entwickelte ist einfach grandios. Es ist so gut geworden und selbst Sky hat sich noch einmal zum Positiven verändert. Eben dies gefiel mir noch einmal richtig gut. Liegt das Hauptaugenmerk zu Beginn noch auf der Beziehung zwischen Sky und Holder, so ändert sich dieses im Laufe des Buches. Ich habe es geliebt und konnte es wirklich nicht mehr weglegen. Die Seiten sind praktisch so dahingeflogen. Dieses Buch ist einfach toll. Es ist kein leichtes Buch, nichts für zwischendurch. Mich hat es wirklich zum Nachdenken angeregt und auch danach, hat es noch ganz schön lange gedauert, bis ich dieses Buch loslassen konnte. Mich hat es wirklich berührt und geschockt, teilweise musste ich es kurz für eine Minute ruhen lassen um wieder zu klaren Gedanken zu kommen. Es ist toll und fesselnd und spannend. Die Gefühle die mich während des Lesens erreichten, waren so unterschiedlicher Natur. Es ist einfach ein hochemotionales Buch, dass ich jedem, der etwas mitreißendes Lesen möchte, empfehlen kann.

Charaktere:

Sky: Ein junges Mädchen, dass nicht ganz so normal aufgewachsen ist. So wurde Sky zuhause unterrichtet und besuchte nie eine richtige Schule. Die Fernseh-Handy-Sache habe ich ja bereits erwähnt. Sie ist ein ziemlich merkwürdiges Mädchen, dem ich sehr skeptisch gegenüber stand. Denn Sky war zu Beginn nicht wirklich zugänglich für mich. Ich konnte keinen Draht zu ihr aufbauen. Sky war einfach eine schwierige Person zu Beginn. Sie hat mich sehr genervt und das Buch doch ein wenig "versaut" zu Beginn. Sie wirkte mitunter arrogant und oberflächlich. Es gab viel, was ich an ihr nicht verstanden habe, was ich nicht nachvollziehen konnte. So gibt es zum Beispiel diese Situation, in der Sky über Holder urteilt, ohne ihn zu kennen. Andererseits regt sie sich aber wahnsinnig über ihn auf, wenn er das selbe tut. Sie glaubt einfach den Gerüchten über Holder, obwohl sie selbst ein Opfer solcher Gerüchte ist. Das mal so als Beispiel. Aber nach längerer Zeit mit Holder zusammen verändert sich Sky sehr zum postiiven. Die vorher genannten Punkte verschwinden einfach und Sky entwickelt sich zu einer richtig tollen Protagonistin. Sie wird zu einer starken Persönlichkeit, die sich nicht einfach alles gefallen lässt und ihr Ding auf jeden Fall durchzieht. Ab da an gefiel sie mir sehr gut und ich konnte ihre Entscheidungen nachvollziehen. Sie hat genau das getan, was ich von ihr wollte und auf einmal war sie unglaublich sympathisch. Wenn man versteht, was alles passiert ist, sieht man Sky mit ganz anderen Augen.

Holder: Ein junger Mann, der viel mitmachen musste und einen nicht ganz so guten Ruf hat. Holder war mir von Anfang an sympathisch, ich mochte ihn total. Ich weiß nicht einmal genau warum. Aber er war ein echt toller Kerl und trotz seines schlechten Rufs konnte er mich von Anfang an überzeugen. Ich war mir fast sicher, dass die Geschichte so nicht stimmen kann. Lieber wollte ich mir Holders Version anhören. Der arme musste echt viel mitmachen in letzter Zeit und nachdem er eine Zeit lang von der Bildfläche verschwunden ist, taucht er wieder in der Stadt auf und trifft auf Sky. Holder zeigt direkt von Beginn an Interesse an ihr. Er ist wie hypnotisiert, als er sie das erste mal sieht. Später versteht man auch wieso. Es gab echt einige Situationen, in denen mir Holder fremd vorkam. Er war zu Beginn nicht so richtig durchschaubar. Aber trotz allem mochte ich ihn, ich wollte halt immer seine Erklärung abwarten. Denn er war mir wirklich richtig sympathisch und vorallem wie er sich um Sky kümmert und für sie da ist, das gefiel mir richtig gut. Ein toller Kerl und ich denke, der zweite Band "Looking for Hope" wird bestimmt aus seiner Sicht sein, denke ich. (Erscheint im Frühjahr 2015). Holder war einfach ein grandioser Kerl, der mich von Anfang an bezaubern konnte.

Fazit:
Nach einem etwas holprigen Einstieg konnte mich dieses Buch voll mitnehmen. Mir blieb der Atem weg, ich habe gelacht und beinahe geweint. Sky und Holder sind ein zuckersüßes Paar und ich freue mich schon jetzt wie Bolle auf den zweiten Band der Reihe. Ich hatte zu Beginn wirklich viel zu bemängeln, aber das Buch entwickelt sich noch so gut, dass ich jeden negativen Punkt in der Bewertung nicht beachte. Denn das wurde zum Ende hin alles wett gemacht. Ich konnte es nicht weglegen, es war so grandios!
Dieses Buch bekommt natürlich 5/5 Schmetterlinge.
Vielen Dank an die Buchhandlung Windrose für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Messebericht + Neuzugänge

Hallöchen,

hier nun also mein Messebericht. Ich muss gestehen, ich habe wenige Bilder gemacht und davon kann ich euch leider keins so richtig zeigen. Es waren einfach zu viele Menschen auf der Messe, um ordentliche Bilder zu machen. Deswegen musste ich viele Bilder bearbeiten.
 Bild vom Boje-Stand

Zu Beginn war ich sehr überwältigt, so groß hätte ich es mir nicht vorgestellt. Wir waren zum Glück am Samstagmorgen direkt um 9 Uhr da. Um die Zeit war noch nicht so viel los wie später, denn da wurde es brechend voll. Überall lagen Sachen herum, Leseproben, Lesezeichen etc. und unsere Tüten waren schon nach kurzer Zeit voll. 
Bild vom Oetinger-Stand

Leider muss ich sagen, dass ich nach einer bestimmten Zeit schon nicht mehr konnte. Nach rund 3 Stunden taten mir die Füße und die Schultern weh und ich habe da bereits mit dem Gedanken gespielt, die Messe bereits wieder zu verlassen. Für mich war das einfach etwas zu viel. Ich bin kein Freund von großen Menschenmassen, wollte aber trotzdem unbedingt auf die Messe. Es war meine erste und eigentlich sollten es ja auch zwei werden. Aus Kostengründen ist das alles etwas schwieriger geworden. Aber am Freitag hätte ich sowieso nicht gekonnt, da ich letzte Woche eine Mail zum Probearbeiten an eben diesem Freitag bekommen habe. Drückt mir die Daumen, ich habe nämlich ein richtig gutes Gefühl bei der Sache. 

Allerdings kann ich die ganze Vorfreude der anderen nicht so extrem verstehen. Denn für mich zumindest hat sich der Samstag nicht mehr gelohnt, als jeder andere Tag auf der Messe. Okay, ich war beim Booktubertreffen und konnte ein paar endlich mal persönlich treffen. Aber die Lesezeichen etc. hätte ich bestimmt auch an einem anderen Tag bekommen. Klar, es war toll und eine wirklich schön Erfahrung. Aber ich wusste zum Beispiel nicht, dass erst am Sonntag verkauft wird. So waren ich und meine Mama ein bisschen enttäuscht, konnten aber trotzdem ein paar Bücher ergattern. Das Ding ist, dass wir schon um 15 Uhr wieder am Bahnhof saßen. Mir taten die Füße so weh, dass ich keinen Schritt mehr laufen konnte. Und meiner Mama ging es nicht anders. Zudem haben wir 5 - 6 Tüten voll mit Lesezeichen etc. rumgeschleppt. Das Problem war wirklich, dass wir unglaublich kaputt waren. Aber leider kam unser Zug zurück erst um 18:30 Uhr. Deswegen mussten wir uns am Bahnhof irgendwie die Zeit vertreiben.Wir gingen natürlich zu McDonalds und noch in einen Bücherladen, wo meine Mami mir noch ein Buch gekauft hat. Erst bei McDoof konnten wir uns dann hinsetzen. Gott, wirklich ich dachte, ich sterbe. Ich war so erschöpft, ich hätte mich am liebsten einfach irgendwo auf den Boden gesetzt. Natürlich war es ein schöner Tag. Ich habe viele Verlagsmitarbeiter gesehen, viele Cosplayer. Die Cosplayer waren sowieso toll. So etwas würde ich auch gerne mal machen. Vielleicht mache ich das ja irgendwann einmal.
Dieses Bild konnte ich euch einfach nicht vorenthalten, das musste einfach sein. Ich finde das toll, ich möchte das auch irgendwann unbedingt mal machen. Es war schön, aber leider auch sehr anstrengend. Nächstes Mal würde ich auch wieder fahren, aber dann entweder Freitags oder Sonntags. Ich denke einfach, dass sich für mich diese Tage mehr lohnen. Vor allem, wäre eine Fahrt mit dem Auto vielleicht dann lohnenswerter. (Ca. 1 - 1 1/2 Std Fahrt.)

So, nun aber zu meiner Ausbeute:
Wart ihr auf der Messe? Hat es euch gefallen? Kennt ihr eines der Bücher?

Liebe Grüße
Linda

Montag, 13. Oktober 2014

[SuB-Reihe] Bücher von Simone Elkeles

Du oder das ganze Leben. Bereits gelesen -> Rezension

Du oder die große Liebe. Dieses Buch liegt schon ziemlich lange auf meinem SuB. Aber da es der dritte Teil der Reihe ist, konnte ich ihn bis jetzt nicht lesen. Das gefällt mir natürlich gar nicht, aber ich kann es grad nicht ändern. Den zweiten Band finde ich nirgends gut gebraucht und für einen Neukauf bin ich gerade zu lustlos. 

Kennt ihr das Buch? Habt ihr es gelesen und könnt mich inspirieren, es zu lesen?

Liebe Grüße
Linda

Sonntag, 12. Oktober 2014

Project 10 Books - in neu und ernsthaft!

Hallo,

ich weiß, es ist noch gar nicht solange her, da habe ich schon einmal bei dem Projekt mitgemacht. Und das ist irgendwie nicht so toll gedauert. Aber mein SuB beträgt mittlerweile 199 Bücher! und da muss jetzt erst mal ordentlich abgebaut werden. Deswegen werde ich erneut bei dem Projekt mitmachen und es dieses Mal ernsthaft durchziehen.

Und das sind die Bücher, die ich mir ausgesucht habe (oder die SuB-Box):
Diese Bücher sind vorwiegend alles Bücher, die ich bei meiner SuB-Losung hätte lesen müssen. Nur "Der Verrat" und "Die Erlösung" sind nicht bei der Losung dabei gewesen. Aber die Trilogie (die ja eigtl keine mehr ist) wollte ich gerne in einem Rutsch durchlesen. Und "Don't let it get to you, Jane!" ist ein Rezensionsexemplar, dass ich auf der Buchmesse bekam. Bericht gibts morgen, für einen langen Post bin ich einfach noch zu kaputt.
So, diese Mal bekomme ich das hin, hoffe ich.

Liebe Grüße
Linda

Samstag, 11. Oktober 2014

Neuzugänge - Arvelle

Hey ihr Lieben,

wie ich bereits angekündigt habe, habe ich letzte Woche bei Arvelle bestellt. Ich hatte ja noch den Gutschein von der Werbeaktion. Wegen meinem Geburtstag habe ich mit dem Bestellen noch etwas gewartet, aber jetzt sind meine Schätzchen endlich da. Und welche das sind seht ihr hier:
Schön - Helenas größter Wunsch von Jana Frey. Dieses Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, denn, ihr wisst es, ich lese unglaublich gerne Realitygeschichten. Eigentlich wollte ich von der Autorin nichts mehr lesen, bis ich nicht das letzte Buch in meinem Regal von ihr gelesen habe. Denn ihre ersten beiden Bücher haben mir nicht so sehr gefallen. Aber daran erinnerte ich mich erst, als die Bestellung schon aufgegeben war.

Alles easy oder was? von Christian Bieniek. Dieses Buch habe ich bereits einmal gelesen, damals aber nur geliehen. Als es nun für 2-3 € verfügbar war, musste ich es einfach hineinlegen.

Liebestot von Brigitte Blobel. Ich liebe Brigitte Blobel. Sie ist einfach eine tolle Autorin und ich habe schon ein paar Bücher von ihr in meinem Regal. Da durfte dieses ja nicht fehlen und da es gerade Tagesangebot war, zögerte ich nicht lange.
Delirium von Lauren Oliver. Darauf freue ich mich jetzt sehr, obwohl ich diese Bücher zu Beginn der Reihe gar nicht lesen wollte. Aber die sehen so toll im Regal aus. Der Riss oben stört mich gar nicht so sehr, da habe ich bei Einkauf leider nicht richtig auf die Beschriftung geachtet. Aber das ist mir bei dem Preis jetzt auch egal.

Der Kuss der Göttin von Aprilynne Pike. Als ich gesehen habe, dass dieses Buch vorhanden war, musste es einfach sofort mit. Es sieht auch einfach nur toll aus und ich bin so gespannt, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt.
Nachtgeboren von Alison Sinclair. Dieses Buch steht auch schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Das Cover ist einfach wunderschön und damit hatte mich dieses Buch sofort in seinem Bann. 

Könnt ihr mir eines der Bücher empfehlen? Welches sollte ich unbedingt lesen?

Liebe Grüße
Linda

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wild Cards - Das Spiel der Spiele von George R. R. Martin

Allgemeines:
Titel: Wild Cards - Das Spiel der Spiele
Herausgeber: George R. R. Martin
Form: Broschier (539 Seiten)
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 15,00 €
ISBN: 978-3-7645-3127-0

Kaufen?

Klappentext:


America's next Superhero!

Kandidaten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist zum Beispiel Lohengrin, der eine undurchdrungliche Rüstung heraufbeschwört, oder Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Doch welcher von ihnen ist der größte Held?
Diese Frage soll American Hero, die neuste Castingshow im Fernsehen, endlich klären. Für die Teilnehmer geht es um Ruhm und um sehr viel Geld. Dadurch erkennen sie beinahe zu spät, was wahrer Heldenmut ist.

Meinung:
Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt, denn wie ich einst erwähnte, bin ich seit einiger Zeit ein Fan der Serie "Game of Thrones". Und da dieses Buch mit von George R. R. Martin geschrieben wurde und es sich richtig gut anhörte, musste ich es einfach lesen. Der Einstieg fiel mir recht leicht. Im Prolog wird einem praktisch alles erklärt, was man wissen muss um die Geschichte mit den Assen und den Jokern zu verstehen. Man erfährt also wirklich alles, wie das Virus zum Beispiel ausbrach und was danach alles passierte. Wie halt die ganze Vergangenheit der Menschheit praktisch umgeschrieben wurde und was dies für Auswirkungen hatte. Die Virusgeschichte fing nämlich kurz nach dem zweiten Weltkrieg an, also hat sich die Menschheit praktisch schon etwas an Asse und Joker gewöhnt. Obwohl im Klappentext nur von American Hero die Rede ist, merkt man direkt zu Beginn, dass es um mehr geht als nur um diese Castingshow. Es geht auch um politische Konflikte und Situationen, in denen echte Helden gebraucht werden. Mir hat die Idee von einer Castingshow voller Superhelden gefallen, denn ich mag solche "Zusammentreffen" von vollkommen unterschiedlichen Charakteren mit individuellen Fähigkeiten echt sehr. Da ich auch "X-Men" sehr mag, war meine Vorfreude riesig. Und das Buch hat nicht zu viel versprochen. Ich mag zwar die Serie zu den Bücher, habe aber vorher noch nie etwas von George R. R Martin gelesen. Nun gut, da es eine ganze Menge Autoren waren, blieb sein Anteil eher gering. Trotzdem konnte ich jetzt nicht herausfiltern, in wie weit sich der Schreibstil unterschied. Ich hab da ja eh ein Problem. Diese Geschichte mit Assen und Jokern ist eigentlich einfacher, als es sich anhörte. Auf jeden Fall hatte ich kein großes Problem damit. Die Geschichte war wirklich interessant und unterhaltsam. Jedoch wurde oft zwischen den vielen Charakteren der Castingshow hin und hergewechselt. Das hat mich manchmal etwas gestört und meine Leselust gemindert. Denn es gab wirklich den ein oder anderen Charakter, den ich einfach nicht mochte.Die meisten gefielen mir jedoch echt gut, vor allem das Ass Amazing Bubbles hat mein Herz erobert mit ihrer sympathischen Art. Ich konnte mich so gut in ihr wiederfinden, ich mochte sie einfach von Anfang an. Mich hat das Buch jetzt nicht unbedingt gefesselt, aber es hat mich schon interessiert, so das ich gerne weitergelesen habe. Ich fand die Castingshow generell interessant und die Entwicklung der einzelnen Charaktere, sowie der Show, waren doch sehr spannend mitzuverfolgen. Es war kein "Game of Thrones" oder "X-Men", aber es hatte trotzdem seinen eigenen Charme. Das Buch ist auch kein unbedingtes Must-Read, trotzdem hat es mich gut unterhalten. Vor allem zum Ende hin wurde alles noch viel interessanter. Die Spannung stieg extrem an und auf den letzten 50 Seiten konnte ich dieses Buch wirklich nicht mehr weglegen. Denn es war unerwartet und nicht einfach nur lockeres Castingshowgehabe. Mich hat dieses Ende wirklich fasziniert und der Spannung wirklich noch einmal einen Höhepunkt verpasst. Außerdem mag ich generell solche Szenarien. Das Buch war gut, wenn auch kein durch und durch umhauendes Werk. Trotzdem gefiel es mir sehr gut und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Charaktere:

Jonathan Hive: Der Mann, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Jonathan Hive kam mir zunächst ein bisschen merkwürdig, fast schon dusselig vor. Aber das ist er ganz und gar nicht. Stattdessen ist er eher etwas intrigant und feindselig. Da er Journalist ist, muss das vielleicht auch so sein. Doch am Ende war Jonathan einer der wichtigeren Charaktere. Seine Fähigkeit ist gut zum Spionieren, für den Kampf ist sie aber nicht wirklich zu gebrauchen. Trotzdem ist Jonathan einer der ersten, die wirklich versuchen etwas zu bewegen und für die Gerechtigkeit einzustehen. So hat er bei mir doch noch viele Pluspunkte gemacht. Ich war ihm gegenüber mitunter sehr skeptisch. Zu Beginn gefiel er mir gut, dann zeigte er eine nicht so tolle Seite und dann wandelte sich alles wieder zum Besseren. Letzendlich gefiel er mir also doch noch echt gut.

Lohengrin: Ein Mann, der aus dem Nichts eine undruchdringbare Rüstung heraufbeschwören kann. Er hat etwas total altertümliches an sich, wie ein Ritter aus ... "Game of Thrones"? Er schien wirklich wie aus der Zeit gerissen zu sein, denn er kam zwar aus dieser Zeit, wirkte aber wie ein Zeitreisender aus der Vergangenheit. Ich glaube, von den drei Männern ist er mir der liebste. Er war ein Mann von Ehre, ein Kämpfer für die Schwächeren und Hilflosen, eben ein echter Ritter. Und da ich ja auch gerne Fantasy lese, war er mir einfach direkt sympathisch. Außerdem war ich die ganze Zeit gespannt, wann er denn endlich auftaucht. Lohengrin ist mit Abstand mein Favorit von den dreien und ich mag diesen Ritter einfach total gerne.

John Fortune: Ein Ex-Ass, das jetzt als Laufbursche fungiert. John wurde geboren als Sohn von zwei großen Assen, jedoch verlor er einst seine Fähigkeit wieder. Das ausgerechnet er eine so große Rolle spielen würde, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Denn er war mir sehr suspekt, ich hatte keine Ahnung wie ich ihn einordnen sollte. Man merkte ihm an, das er unzufrieden und frustriert war. Seine Mama gehört zu den Machern von American Hero und er darf nur als Laufbursche fungieren. Wie frustrierend muss es sein, einst etwas besonderes gewesen zu sein und nun von anderen herumkommandiert zu werden? Denn die anderen Asse, waren nicht immer nett zu ihm. Klar, das muss schwer sein. Aber John hatte irgendetwas an sich, das mich einfach unschlüssig gemacht hat, was ich von ihm halten sollte. Einerseits tat er mir echt leid, andererseits konnte ich ihn nicht verstehen. Er kam auf mich irgendwie ... schleimig rüber. Schmierig. Nicht ganz in Ordnung. Aber am Ende hat er sich noch einmal total verändert. Er wurde ein Anführer, ein Mann, der für eine Sache einsteht. Das gefiel mir wirklich unglaublich gut und da er auf einmal seine ganze Einstellung änderte, gewann er irgendwie meinen Respekt. Tatsächlich finde ich ihn jetzt gar nicht mehr so schlimm. Ich mag ihn sogar ein wenig, denke ich.

Zitate:

"Und dann schreiben uns auch dicke Menschen, egal ob Homos oder Heten. Sie meinen, du hättest ihnen klargemacht, dass man mit jedem Körperumfang schön und stark sein kann."
Ink zu Amazing Bubbles, Seite 255

Fazit:
Eine einfallsreiche Idee mit großem Potenzial, das meiner Meinung nach viel, aber nicht zu Hundertrprozent ausgeschöpft wurde. Es war spannend und interessant. Tolle Charaktere waren vorhanden, auch wenn sie sich mitunter erst entwickeln mussten. Doch mir fehlte einfach dieser Funke für die volle Punktzahl. Ich war nicht gehyped, ich war nicht rund um die Uhr an dieses Buch gefesselt. Es war gut, aber nicht so gut.
Daher bekommt dieses Buch von mir 4/5 Schmetterlinge.
Vielen Dank an Penhaligon für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

Montag, 6. Oktober 2014

[SuB-Reihe] Bücher relativ unbekannter Autoren

Leo und das ganze Glück. Dieses Buch wollte ich schon so lange lesen und ich kam bisher einfach nicht dazu. Dabei ist es so dünn und auch ein Herbstbuch. Ich möchte es auf jeden Fall diesen Herbst lesen.

Virtuosity - Liebe um jeden Preis. Bereits gelesen -> Rezension

Love is a miracle. Irgendwann einmal war ich total in der Laune, etwas von Elizabeth Scott zu lesen und da habe ich mir dieses Buch gekauft. Und seit dem subt es hier so rum. Ich weiß auch gar nicht, wann ich es lesen werde.
Zum Glück allein. Dieses Buch wollte ich eigentlich längst gelesen haben, da mich die Thematik gerade total interessiert. Aber ich kam bisher nicht dazu und ... warum schreibe ich eigentlich jedes mal das selbe?

Lillis Supercoup. Dieses Buch habe ich eigentlich schon einmal gelesen, aber ich wollte es im Sommer unbedingt nochmal lesen und kam trotzdem nicht dazu. Argh, ich will diese ganzen Bücher lesen!

Kennt ihr eines der Bücher? Könnt ihr es mir empfehlen?

Liebe Grüße
Linda

Samstag, 4. Oktober 2014

Neuzugänge - Der SuB schrumpft nicht

Das tut er tatsächlich nicht. Aber erst einmal: Hallo! Ich habe wieder neue Bücher bekommen und werde mich hoffentlich auf der Buchmesse noch einmal kräftig vollstopfen mit diesen. Denn danach ist für mich strenge SuB-Diät bzw. Buchkaufverbot dran. Ich möchte endlich diese ganzen Bücher lesen, die ich da habe. Außnahmen sind dabei "Lückenfüller". Ich hab ja zum Beispiel den dritten Band der "Du oder" Reihe von Simone Elkeles, aber den zweiten nicht. Die Woche kommt auch noch ein Arvelle Päckchen, das bereite ich dann für nächsten Samstag vor, dann kann ich am Sonntag die Bücher von der Buchmesse separat zeigen. Übrigens bin ich aus Kostengründen doch nur am Samstag auf der Messe. Aber hauptsache ich bin überhaupt mal da :)

Das sind übrigens meine neuen Errungenschaften:
Magisterium - The Iron Trial von Holly Black und Cassandra Clare
Dieses Buch habe ich über Blogg dein Buch bekommen und ich freue mich schon richtig drauf. Das wird auch direkt als nächstes gelesen. Oder eventuell sofort nach der Buchmesse, damit ich ein Buch, dessen Autor auf der Messe ist lesen kann. Ach, auf jeden Fall wird es bald gelesen.
Dieses Buch habe ich mir von dem Thalia Gutschein geholt, den ich zum Geburtstag bekam. Ich freue mich jetzt richtig, denn den ersten Band fand ich ja total toll. Und das Cover ist einfach auch so schön.

Dazu kann ich leider gar nicht viel sagen, da ich Band 2 und 3 ja noch nicht gelesen habe. Aber sobald ich den letzten Band hier habe, wird die Reihe in einem Rutsch durchgelesen.

Dies ist leider auch ein zweiter Band, aber den gab als Mängelexemplar für 1 €! und da musste er einfach mit. Immerhin hat die Autorin mich mit ihrer Schwestern des Mondes Reihe schon überzeugt.
Dieses Buch ist ein verspätetes Geburtstagsgeschenk (die Post oder Amazon wollten nicht, dass es rechtzeitig kommt). Eine Woche später kam es dann endlich und ich freue mich schon sehr auf dieses Buch.

Dieses Buch habe ich mir noch auf der Kirmes gekauft und ich bin doch sehr gespannt, wie es so werden wird. "Die Welle" von dem Autor hat mir damals richtig gut gefallen und ich bin schon sehr neugierig, ob mir dieses Buch auch so gut gefällt.

Diese Trilogie wird ja wohl nicht mehr weiterverlegt und nachdem ich das Neuzugänge-Video von Jessy von SchockiBooks gesehen hatte, musste ich unbedingt nach dieser Trilogie suchen. Ich hatte dann Glück und bekam sie für 22 € auf Ebay Kleinanzeigen. Und jetzt bin ich schon ganz gespannt, denn sie sehen echt wundervoll aus. 

Was habt ihr euch so für neue Bücher gekauft? Habt ihr schon eines von meinen gelesen?

Liebe Grüße
Linda


Das Lächeln der Leere von Anna S. Höpfner

Allgemeines:
Titel: Das Lächeln der Leere
Autor/-in: Anna S. Höpfner
Form: Taschenbuch (245 Seiten)
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 7,99 €
ISBN: 978-3-570-30926-1

Klappentext:


Und wenn du innen schon total zerbrochen bist.

Sofia ist gerade einmal vierzehn Jahre alt - und magersüchtig. In einer Klinik muss sie neu erlernen, was für andere Jugendliche selbstverständlich ist: leben. Doch es ist gar nicht so einfach, ihre Sucht aufzugeben und etwas zu finden, was die Leere in ihr wirklich ausfüllt. Tag für Tag kämpft sie sich durch den Klinikalltag, auf der Suche nach sich selbst. Und ganz langsam findet Sofia etwas wieder, das sie vor langer Zeit verloren hat: ihr Lächeln.

Meinung:
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn vor allem autobiografische Romane sind meist gut geschrieben. Es fing auch bereits sehr interessant an. Man lernt Sofia kennen, die sich darauf vorbereitet, für zwei Monate in einer Klinik für Essstörungen zu leben. Das ist sogesehen der Prolog. Es gibt auch keine echten Kapitel in dem Buch, sondern es ist alles in Tage und Wochen eingeteilt. Und immer vor einem neuen Abschnitt (z.B. Woche 3-4) gibt es ein Gedicht, dass Sofia wohl selber verfasst hat. Die Gedichte waren ganz  nett. Sofia eigentlich auch. Es geht in der ersten Woche damit weiter, wie sich Sofia in der Klinik einlebt und dass sie sich ausgeschlossen fühlt. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch sehr zwiespältig zurückgelassen hat. Denn mir fehlten hier ein paar grundlegende Dinge, die ich in anderen Büchern "gelernt" habe. Der Klinikalltag an sich war recht glaubwürdig und Sofias Leidensgenossinen wurden meist alle etwas erläutert. Auch wenn ich mit den vielen Namen manchmal wirklich Probleme hatte. Was mich gestört hat, war Sofia selbst. Achtung Spoiler: Sie geht in diese Klinik, und man hat das Gefühl, sie will sofort geheilt werden. Klar, sie hat manchmal die Gedanken, dass sie dieses und jenes nicht essen kann. Aber es gibt kein Geschummel auf der Waage, keine Lügen übers Gewicht, kein verstecktes Essen. Es gibt auch kaum innerliche Widersprüche. Oder diese Stimme im Kopf, die dir sagt, dass du das nicht essen sollst. War alles nicht da. Und das hat es für mich einfach unglaublich unglaubwürdig gemacht. Zudem erfährt man überhaupt nicht den Grund, warum sie magersüchtig geworden ist. Ja, es gibt immer mal wieder ein paar kleine Seitenhiebe, aber nichts konkretes. So weiß man zum Beispiel, dass sie vorher dick war. Aber Dick sein und abnehmen führt nicht automatisch in die Magersucht. Sie hat auch einfach keine Probleme mehr Eisbecher oder Pizza zu essen. Da gibt es keinen inneren Konflikt, da wird einfach gesagt, iss das, dann tut sie das auch. Spoiler Ende. Das war einfach wirklich unglaubwürdig und ich denke, dass die Autorin sich hier einiges schön geredet hat. Ansonsten war das Buch von der Geschichte her ja nichts neues. Allerdings erlebt man Sofia wirklich nur in der Klinik und niemals Zuhause. Dadurch bleibt der Fokus wirklich auf dem Klinikaufenthalt. Was mir zwar ganz gut gefallen hat, aber hat vor allem durch Sofias "Gehabe" wirklich an Glaubwürdigkeit verloren. Was ich auch etwas verwirrend fand, waren die Erläuterungen der anderen Patienten. Denn diese wurden relativ oft vorgestellt und es wurde etwas näher auf sie eingegangen. Näher fast als auf Sofia selbst. Die Namen der Mitpatientinnen haben mich oft durcheinander gebracht, da es einfach auch recht viele waren. Trotzdem war das Buch nicht unbedingt schlecht. Mir hat es einfach nicht so gut gefallen, da ich viel mehr von Sofias Geschichte erfahren wollte und es doch sehr unauthentisch war.

Charakter:

Sofia:  Ein 14-jähriges Mädchen, das bereits in dem Alter in eine Klinik für Essstörungen eingeliefert wird. Von Sofias Geschichte bekommt man leider relativ wenig mit. Man weiß nicht, wieso sie magersüchtig geworden ist. Über ihre Familienverhältnisse ist nicht viel bekannt. Nicht wie die Mutter oder der Vater auf ihre Magersucht reagierten, höchstens der Zwillingsbruder bekommt da mal ein paar Sätze zugedacht. Sofia wirkte eigentlich ganz nett, sie war recht unsicher und hatte zu Beginn Probleme sich in die Gruppe zu integrieren. Aber eigentlich war sie recht sympathisch. Obwohl es halt wirklich viel gab wo ich mich gefragt habe, ob sie das wirklich so meint, ob es praktisch ihr Ernst ist oder ob sie nicht etwas "vergessen" hat. Sie war nicht unbedingt eine schlechte Protagonistin, aber sie ist sehr oberflächlich geblieben. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren.

Fazit:
Eine eher mäßige Geschichte, die doch sehr unglaubwürdig war. Es war interessant und auch unterhaltsam, jedoch hätte ich gerne viel mehr über Sofia selbst erfahren, ihren Krankheitsverlauf etc. Das war mir alles viel zu oberflächlich. Trotzdem ist das Buch nicht unbedingt schlecht, denn die Geschichte wurde doch schön erzählt.
Dieses Buch erhält von mir 3/5 Schmetterlinge.

Freitag, 3. Oktober 2014

Versprich mir einen Kuss von Anna Fricke

Allgemeines:
Titel: Versprich mir einen Kuss
Autor/-in: Anna Fricke
Form: E-Book (274 Seiten)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 2,99 € (Auch als Taschenbuch erhältlich)
ISBN: 978-1500199548

Klappentext:


Zwei Menschen, verbunden durch eine grausame Fügung.
Julias Glück zerbricht, als sie ihren Mann verliert. Ihr Leben scheint sinnlos geworden zu sein, bis sie auf Stephan trifft. Eine heilende Verbindung entsteht, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu.

Julias Entscheidung, ihrem Mann zu folgen, kann und will Stephan nicht akzeptieren. In einer Zeit voller Schmerz, Angst und Trauer beginnt eine zarte Liebe zu erblühen. Werden die Gefühle stark genug sein, der verzweifelten Julia neue Hoffnung zu schenken?

Meinung:
Das Cover ist doch wirklich wunderschön, oder? Es sieht einfach toll aus und gefällt mir richtig gut. Der Prolog des Buches war schon sehr interessant, wenn auch etwas verwirrend. Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, da der Prolog aus einem Brief besteht und der nicht ganz durchschaubar auf mich wirkte. Von der Geschichte her gefiel mir das Buch eigentlich ganz gut, aber es hat mich nicht umgehauen. Teilweise hatte ich auch ziemliche Probleme mit dem Buch. Einerseits wollte ich es weiterlesen, andererseits wollte ich einfach nicht weiterlesen. Ich war nicht genervt, aber ich kam nicht so richtig rein. Das lag sowohl an Julia, der Protagonisitn, als auch an meinen Erwartungen. Denn dieses Buch wurde mitunter mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" verglichen. So gut ist es meiner Meinung nach nicht. Denn Julia ... ist ein schwieriges Thema für mich. Ich kam nicht an sie ran, konnte einfach keinen Draht zu ihr aufbauen. Aber dazu später mehr. Die Geschichte an sich war eigentlich nicht schlecht. Wie im Klappentext erwähnt, verliert Julia ihren Mann und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Dann trifft sie Stephan wieder, einen "alten Bekannten". Die Beiden bauen eine ganz besondere Verbindung zueinander auf, die mir eigentlich auch sehr gut gefiel. Denn vor allem Stephan gefiel mir einfach super gut, er war ein echt toller Charakter. Was er macht, um Julia davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist, war echt ziemlich süß. Ich fand es toll, allerdings auch manchmal etwas übertrieben. Das Buch war nicht so überzeugend und großartig, wie ich erwartet hatte. Denn durch diesen Vergleich wurden meine Erwartungen wirklich hochgeschraubt. Aber .. Julia gab dem ganzen einfach einen unglaublichen Dämpfer. Wie gesagt, ich war nicht genervt, sondern einfach lustlos. Ich hatte teilweise wirklich keine Lust, denn mir hat diese Verbindung zu Julia gefehlt. Und das war garantiert ein ganz großes Manko meinerseits. Dieses Buch verlangt halt vor allem viel Empathie für Julia, denke ich. Aber das war nicht alles, was mir die Lust am Lesen etwas gemindert hat. Zum einen kam mir das Buch am Anfang etwas seltsam vor. Es ging alles ziemlich schnell und man ist praktisch am Anfang nur so durchgerast. Da war der Tod von Julias Mann Tobias, der sehr schnell ging. Ich zumindest bekam keinen rechten Eindruck von der Beziehung zwischen Tobias und Julia und konnte das ganze nicht so richtig nachempfinden. Dafür gab es zu wenig Flashbacks und keine Zeit vor seinem Tod. Das fehlte mir etwas, um wirklich die Verbindung der Beiden fühlen zu können. Tobias selbst gefiel mir auch nicht. Er war mir von dem wenigen das man mitbekam einfach unsympathisch und auch seine Reaktionen auf diverse Aussagen Julias fand ich fragwürdig. Nächster Punkt: Die Verbindung, das Vertrauen zwischen Stephan und Julia war wirklich sehr rasch vorhanden und kam fast aus dem Nichts. Damit meine ich nicht das Verständnis für einander, sondern wirklich das Vertrauen. Denn in ihrem ersten wirklichen Gespräch miteinander erzählen die sich Sachen, die ich zumindest nur meinen engsten Freunden erzählen würde. Zu dem Zeitpunkt sind sie aber nur flüchtige Bekannte. Dann hat es mich unglaublich gewundert, wie schnell Julia eigentlich ihren zweiten Schicksalsschlag überwunden hat. Achtung Spoiler! Julia hat Krebs. Und das erste was sie nach dieser Info und einem Gespräch mit Stephan macht ist, sich eine Kamera zu kaufen um ihren Krankheitsverlauf zu dokumentieren. Das ging wieder viel zu schnell und ich kam gar nicht richtig mit. Kein "Oh, ich muss vielleicht sterben" oder "Ich muss ins Krankenhaus und werde vielleicht sterben" und sich damit auseinandersetzen, was das vielleicht bedeuten könnte. Das hat mich total irritiert und es für mich einfach unauthentisch gemacht. Zumindest konnte ich es in dem Moment nicht nachvollziehen. Vor allem, warum will sie ihren Krankheitsverlauf eigentlich dokumentieren, wenn sie doch eigentlich sterben will? Das macht anderen betroffenen nicht unbedingt Mut und wäre auch sonst eher etwas Trauriges. Da muss ich leider wirklich verstehen, dass ich es nicht verstehen konnte. Spoiler Ende. Ansonsten war das Buch recht gut, allerdings keine Geschichte, die mich groß mitgenommen oder überwältigt hat. Dafür fehlte es mir einfach an der Verbindung zu Julia. Tut mir wirklich leid, aber sie war einfach nicht mein Fall.

Charaktere:

Julia: Eine 25-jährige Frau, die ihren Mann verliert und seitdem keinen wirklichen Sinn mehr im Leben sieht. Bis Stephan kommt, der ihr ein wenig aus dem Chaos hinaus hilft. Ich hatte wirklich meine Probleme mit Julia. Mir fehlte es irgendwie an allem. Vor allem an dem nötigen Verständnis. Über die Zeit nach dem Tod von Tobias, die sie zum verarbeiten brauchte, möchte ich dabei gar nicht reden. Ich meine, generell. Weder konnte ich verstehen, was sie an Tobias so toll fand, noch was sie eigentlich für Gedanken hatte. Denn ich konnte einfach kaum etwas von dem was sie tat verstehen. Ich verstand nicht, warum sie Stephan praktisch sofort ihr ganzes Leben anvertraute. Ich verstand auch nicht, wie es ihr praktisch egal war, dass sie Krebs hatte. Von Anfang an kam mir das alles sehr fragwürdig vor, ihre Gedanken etc. Ich weiß auch nicht. Da fehlt einfach die Verbindung. Wenn ich an Julia denke, dann kann ich nicht sagen, dass ich sie mochte oder nicht. Sie war mir einfach egal, irgendwie. Klar, irgendwann habe ich sie auch mal bemitleidet. Aber für mich ist sie immer noch eine Fremde. 

Stephan: Ein 35-jähriger Mann, der einst Julias Gitarrenlehrer war. Kurz nach dem Unglück sehen sich die Beiden wieder und daraus entsteht eine ganz besondere Verbindung (mit besonders meine ich übrigens "magisch", weil ich ja das schnelle Vertrauen so anprangere, wollte ich das nochmal klarstellen.). Stephan war einfach toll. Er war nett, einfühlsam und ein echter Gentleman. Ich mochte ihn von Anfang an und was er alles für Julia gemacht hat, war einerseits total schön, andererseits hat er es mit seinen eigenen Einfällen doch etwas übertrieben, fand ich. Aber obwohl er Julia kaum kennt, tut er so viel für sie. Das war wirklich schön. Denn er ist echt ein treuer Kerl, der ihr sofort zur Seite steht und einfach immer für sie da ist. Stephan war ein richtig toller Typ. 

Fazit:
Dieses Buch ist für mich schwer in abschließende Worte zu fassen. Es war schon schön, aber es war halt nur eine normale Geschichte, die mich nicht wirklich berührte. Zumindest nicht dann, wenn sie mich berühren sollte. Ich weiß auch nicht. Ich sehe das ganze sehr zwiespältig und weiß wirklich nicht so richtig, was ich davon halten soll. Es hat mich unterhalten und es hat mich auch interessiert. Aber Julia und ich wollten einfach keine Freunde werden. Dafür habe ich Stephan umso mehr geliebt. 
Dieses Buch erhält von mir 3,5/5 Schmetterlinge.


Vielen Dank an die Autorin Anna Fricke für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Monatsstatistik September 2014

Wild Cards - Das Spiel der Spiele von George R. R. Martin [539 Seiten] 4/5
Keine Angst, es ist nur Liebe von Marlies Zebinger [335 Seiten] 3,5/5
Das Lächeln der Leere von Anna S. Höpfner [245 Seiten] 3/5
Versprich mir einen Kuss von Anna Fricke [274 Seiten] 3,5/5
Hope Forever von Colleen Hoover [507 Seiten] 5/5
Im schönsten Moment - Die Geschichte von Lilli und August von Madame Missou [75 Seiten]

gelesene Bücher: 6
gelesene Seiten: 1975
pro Tag: 65

Neuzugänge: 25
SuB Anfang: 156
SuB Ende: 179

Monatshighlight:

Monatsflop:
keiner

SuB-Losung:

Übrigens vielen Dank an alle, die mich getaggt haben. Aber im Moment habe ich noch viel zu viele Rezensionen nachzuholen und werde wohl in nächster Zeit nicht dazu kommen, diese zumachen. Tut mir leid, aber ich möchte mir da jetzt nicht noch zusätzlichen Druck machen.

Wie war euer Monat so? Habt ihr auch eines der Bücher gelesen?

Liebe Grüße
Linda