Sonntag, 28. Dezember 2014

Grischa - Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Allgemeines:
Titel: Grischa - Goldene Flammen
Autor/-in: Leigh Bardugo
Form: Hardcover (348 Seiten)
Verlag: Carlsen
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 17,90 €
ISBN:978-3-551-58285-0

Klappentext:

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm.

Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Meinung:
Dieses Buch wollte ich schon seit einer Ewigkeit lesen und jetzt habe ich es endlich getan. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, da ich bereits eine Leseprobe gelesen hatte und sehr gespannt war, ob es mir so gefallen würde, wie ich es mir erhoffte. Zum Inhalt muss man fast nichts sagen, da der Klappentext genug preisgibt. Nur noch eins: Grischa sind eine Art Magier. Es gibt verschiedene Gruppen von Grischa, die für verschiedene Elemente verantwortlich sind. Diese werden einem auch in einer Übersicht dargestellt. Der Einstieg fiel mir nicht sonderlich schwer. Man begegnet Maljen und Alina als sie noch Kinder sind und erfährt einiges  über sie. Danach gibt es einen Zeitsprung und man trifft die beiden wieder, als sie schon fast erwachsen sind (ich weiß das genaue Alter gerade nicht mehr, denke aber das sie so um die 18-19 Jahre alt sind).Mir gefiel die Atmosphäre des Buches wirklich total gut. Es war so ein bisschen winterlich, eine Art russicher Winter, da es wohl in einer ähnlichen Zeit spielt. Dieses Buch passt einfach total gut in diese Jahreszeit, weswegen ich es jetzt unbedingt lesen wollte. Die Geschichte war sehr originell und interessant. Alina hat halt eine besondere Gabe, von der sie vorher nie wusste und das macht das Ganze sehr interessant.  Sie ist sowieso ein total origineller Charakter. Ich mochte die Geschichte wirklich sehr doll. Alina und Maljen sind gute Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind sehr unterhaltsam. Vieles war für mich undurchschaubar und ich wusste einfach nicht, ob ich den momentanen Wendungen glauben darf oder nicht. Das hat es für mich sehr spannend gemacht. Meine Neugier auf diese Geschichte war wirklich sehr groß. Vor allem der "Dunkle" war ein sehr vielschichtiger und interessanter Charakter. Denn einerseits ... er heißt der "Dunkle", was das aussagt weiß eigentlich jeder. Aber andererseits war er total nett und aufrichtig und immer um Alinas Sicherheit besorgt. Generell gefielen mir die Charaktere und ich wusste nie, wie ich sie einordnen konnte, da sie so undurchschaubar waren. Wer gehört zu den Bösen und wer zu den Guten? Wem kann man trauen und wem nicht? Das gefiel mir alles total gut. Es war wirklich ein sehr unterhaltsames Buch und die Geschichte war wirklich interessant und spannend und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

Charaktere:

Alina: Ein selbstbewusstes Mädchen, das trotzdem mal von Selbstzweifeln geplagt wird. Alina steht ihre Frau und lässt sich nicht unterkriegen, jedoch zweifelt sie wirklich manchmal. Sie kann vor allem nicht glauben, dass sie eine besondere Gabe haben soll. Ausgerechnet sie. Trotzdem weiß Alina ganz genau was sie will und was sie mit sich machen lässt und was nicht. Sie steht zudem, was sie ist und ist anders, als andere Protagonistinnen. Sie ist halt keine Schönheitskönigin und das weiß sie auch. Alina ist ein richtiges Durchschnittsmädel und darum macht sie sich selbst auch keinen Hehl. Ich mochte Alina, sie ist eine starke Person, die weiß was sie kann.

Maljen: Ein totaler Frauenheld, der seit Jahren Alinas bester Freund ist. Die beiden haben ganz schön viel zusammen durchgestanden. Von ihm bekommt man eigentlich erst zu Ende des Buches etwas mehr mit. Meistens ist er eher durch Flashbacks aufgetaucht. Er gefiel mir zu Beginn gar nicht so extrem gut, muss ich gestehen. Er war halt so ein typischer Draufgänger, der alles auf die leichte Schulter nahm. Aber zum Schluss ist er doch ein echt cooler Typ, der alles tut um Alina zu helfen und beizustehen. Maljen war mir am Anfang ein Rätsel, aber zum Schluss gefiel er mir doch noch richtig gut und es war wirklich interessant, seine Entwicklung zu beobachten.

Fazit:
Interessante Grundidee mit unglaublich tollen Haupt- und Nebencharakteren. Eine magische Geschichte, die mich total in ihren kalten und grauen Bann ziehen konnte. Die Atmosphäre war toll und die Geschichte konnte mich total mitreißen. Am Ende hatte ich richtige Gänsehaut. Trotz allem, obwohl es so gut war, hat es mir im Vergleich zu anderen Büchern nicht so gut gefallen, dass es die volle Punktzahl bekommen darf.
Dieses Buch bekommt von mir 4,5/5 Schmetterlinge.

Weihnachtsneuzugänge :)

Hallo Ihr Lieben,

tut mir leid, dass die Weihnachtsneuzugänge erst so spät kommen, aber ich lag seit dem 2. Weihnachtsfeiertag krank im Bett und konnte auch nicht arbeiten gehen. Deswegen gibt es diesen Post erst jetzt.
Das also sind meine Weihnachtsgeschenke. Da hätten wir zum einen die erste Staffel der Serie "Once upon a Time". Ich liebe diese Serie ja total und als ich diese dann bekam, war ich total hin und weg. :) Die Serie und das Playstation Spiel "Kingdom Hearts HD 1.5 Remix" gab es übrigens von meiner Schwester. Von meinem Bruder und seiner Freundin bekam ich den 25 € Amazon-Gutschein. Was ich mir davon hole, weiß ich allerdings noch nicht. Die restlichen Geschenke gab es von meinen Eltern. Da wären zum einen der "Die Bestimmung"-Schuber, auf den ich mich richtig extrem gefreut habe. Jetzt kann ich auch endlich diese Reihe lesen. Dazu gab es dann noch diese Sandmann-Figur. Da ich ja in Görlitz geboren wurde und damit ein Ostkind bin, gab es für mich und meine beiden Ostgeschwister jeweils eine Sandmann-Figur. Die steht jetzt in meinem DVD-Regal direkt neben "City of Bones", den ich auch gestern direkt geguckt habe. Der Film ist echt nicht schlecht, auch wenn es keine so gute Verfilmung wie zum Beispiel "Maze Runner" ist. Dann gab es von meiner Tante noch einen selbst gemachten "Taschenbaumler-Teddy", der direkt an meinen Schlüssel auf Arbeit kommt, wenn ich morgen wieder da bin. Und was im Moment auch ganz oft benutzt wird, sind der Nintendo 3DS und das Spiel "Pokemon X". Ich liebe beides jetzt schon und habe mich mega doll darauf gefreut, endlich spielen zu dürfen.  Ich freue mich so und hoffe, bald alles ordentlich nutzen zu können. 

Hattet ihr schöne Weihnachten? Habt ihr es genossen, Zeit mit der Familie zu verbringen? Lasst es mich auf jeden Fall wissen. 

Ganz ganz liebe Grüße
Linda

Montag, 22. Dezember 2014

Zeit deines Lebens von Cecelia Ahern

Allgemeines:
Titel: Zeit deines Lebens
Autor/-in: Cecelia Ahern
Form: Hardcover (363 Seiten)
Verlag: Krüger Verlag
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3596183104
 

Klappentext:

Was ist das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann? Zauberhaft, geheimnisvoll und mit einer berührenden Botschaft – das ist der neue Roman von Cecelia Ahern. Denn manchmal muss man jemand ganz Besonderem begegnen, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben … Lou Suffern ist ein »BWM«, ein Beschäftigter Wichtiger Mann. So wichtig und beschäftigt, dass er den 70. Geburtstag seines Vaters vergisst, seine Frau leichthin betrügt und seinem kleinen Sohn noch nicht ein einziges Mal die Windeln gewechselt hat. Eines Tages verwickelt ihn ein Obdachloser namens Gabriel in ein Gespräch. Lou fühlt sich dem Unbekannten seltsam verbunden und verschafft ihm kurzerhand einen Job – was nun wirklich nicht seine Art ist. Doch auch Gabriel hat ein Geschenk für Lou: ein rätselhaftes Mittel, durch das Lou ein anderer wird …

Meinung:
Es ist sehr lange her, dass ich etwas von der Autorin gelesen habe. Umso gespannter war ich, ob mich das Buch begeistern können würde. Denn "P.S. Ich liebe dich", was ich gelesen habe, fand ich umwerfend. Deswegen wollte ich wissen, ob die Autorin mich mit diesem Werk wieder so begeistern kann. Dem war leider nicht so. Es fängt damit an, dass man einen Polizisten und einen jungen kennenlernt. Besagter Junge, genannt Truthahnjunge, wartet auf dem Revier darauf, abgeholt zu werden. Währenddessen erzählt der Polizist dem Jungen die Geschichte von Lou. Dieser ist ständig nur am arbeiten und vernachlässigt dabei alles, was nicht mit seinem Bürojob zutun hat. Bis er Gabriel kennenlernt und ab dem Moment ändert sich etwas. Ich muss gestehen, dass diese Geschichte mich nicht gepackt hat. Es gab Momente, die mich echt interessiert haben. Aber die waren selten. Kritikpunkt eins war für mich Lou an sich. Er war mir einfach unsympathisch und auf ihn war kein Verlass (wenn er seiner Frau etwas versprach etc.). Dadurch das man eigentlich immer mit Lou unterwegs ist, war mir die Geschichte einfach teilweise zu langweilig, zu träge. Klar, eigentlich geht es darum, dass man etwas lernt und das vor allem Lou merkt, das es wichtigeres als Arbeit gibt. Das ganze war für mich leider ein etwas sehr schleichender Prozess. Wenn es Höhen und Tiefen gab in diesem Buch, dann waren sie für mich nicht greifbar. Klar hatte ich mit verschiedenen Emotionen zukämpfen. Aber das war meist reine Wut auf Lou und das Mitleid gegenüber seiner Familie. Einzig der Schluss hat mich noch einmal etwas betrübt, aber nicht viel. So sehr berührt wie ich gehofft hatte, hat es mich leider nicht. Für mich war das Buch leider wirklich etwas eintönig und es war fast schade, dass Lou sich einfach nicht verändern wollte. Seine Frau tat mir mitunter so leid, dass ich ihn am liebsten mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen hätte. Gabe bzw. Gabriel hingegen war ein ziemlich toller Charakter, der das genaue Gegenteil von Lou war. Jedoch schien er kein "normaler" Mensch zu sein und bis zum Schluss klärt sich seine Existenz nicht auf (ich vermute ja, dass der Name doch bedeutungsvoller ist als gedacht). Leider konnte mich dieses Buch nicht mitnehmen und ich fand es wirklich schade, dass die Geschichte zwar einen wichtigen Wert vermitteln will, dies aber irgendwie nicht so richtig schafft. Beziehungsweise bin ich mir schon bewusst, worum es ging und finde das auch gut, jedoch hat es sich nicht in meinen Kopf eingebrannt oder mich danach noch weiter beschäftigt. Das war leider wirklich schade. Vielleicht ist es ja für den ein oder anderen etwas, für mich leider nicht.

Charaktere:

Lou: Ein Familienvater, der sich leider nur um seine Arbeit kümmert. Er hat viel erreicht in seinem Beruf und das scheint auch alles zu sein, was ihm wichtig ist. Er legt keinen Wert auf Zeit mit seiner Familie. Seine Tochter ist (glaube ich) fünf Jahre alt, sein Sohn ein Jahr alt. Und er kümmert sich weder um sie, noch um seine Frau oder sonstige Verwandte. Lou kann alles und ist in allem besser als andere. So kam er mir mitunter rüber. So reißt er die Organisationsarbeit seiner Schwester einfach an sich, obwohl sie sich so viel Mühe damit gegeben hat. Und Lou ist es einfach egal, ob er sie damit kränkt. Generell verletzt er alle in seiner Umgebung und denkt immer nur an die nächste Beförderung. Entschuldigt bitte, aber ich mag diesen Mann überhaupt nicht. Er verspricht etwas seiner Tochter und hält es dann nicht. Sowas kann ich absolut nicht leiden und da war ich mitunter so sauer und habe gehofft, dass er endlich aufwachen würde. Aber Lou wollte es einfach nicht einsehen, auch wenn Gabe ihn immer wieder versucht hat, in die richtige Richtung zu weisen. Aber Lou wollte einfach nicht. Ich mochte ihn nicht, er war einfach nicht mein Fall.

Gabe: Ein Obdachloser, der von Lou einen Job in dessen Firma erhält. Und damit beginnt das alles. Gabe ist eine richtig gute Seele und versucht Lou immer zu helfen und ihm wichtige Werte zu vermitteln. Leider gelingt ihm das nicht immer. Gabe war sehr nett und unglaublich freundlich, er war einfach ein total toller Kerl. Trotzdem war er sehr mysteriös und er hatte die ganze Zeit so einen "guter Geist" Stempel aufgedrückt bekommen. Man wusste nicht so recht, woher er kam oder wieso er überall auftaucht, wo Lou ihn gerade braucht. Er war einfach ein unglaublich toller Charakter, so viel besser als Lou. Ich mochte ihn total.

Fazit:
Ein Buch, das mich leider etwas enttäuschte. Der Name der Autorin verspricht einfach viel. Mich konnte dieses Buch leider nicht so wirklich erreichen, was nicht bedeutet, dass es ein schlechtes Buch ist. Es hat mich trotz aller negativen Punkte unterhalten, jedoch nicht Emotional mitgenommen. Dafür war Lou einfach nicht der für mich passende Protagonist.
Dieses Buch bekommt von mir 3/5 Schmetterlinge.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Ruht das Licht von Maggie Stiefvater

Vorsicht! Da dies der 2. Band einer Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein!

Allgemeines:
Titel: Ruht das Licht
Autor/-in: Maggie Stiefvater
Form: Hardcover (398 Seiten)
Verlag: Script 5
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3839001189

Klappentext:


Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines. Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte geliengt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihre eines Tages siegen wird ...

Meinung:
Ich war vom ersten Band ja ziemlich angetan und habe gehofft, dass dieser mithalten kann. Nun ja, ich war am Anfang leider etwas gelangweilt. Zum einen wegen Cole. Cole ist ein neuer Charakter, der einfach nur vor seinem Leben davonlaufen will. Für mich war er etwas zu uninteressant, obwohl mir die Geschichte, die sich zwischen ihm und jemand anders entwickelt, eigentlich ziemlich gut gefallen hat, bzw. neugierig gemacht hat. Cole wird zu Beginn sehr in die Geschichte eingebracht, damit man weiß, mit wem man es zutun hat. Das war leider ein kleiner Dämpfer für mich, da Cole einfach relativ uninteressant war, zu Beginn. Zudem ist das Buch generell etwas langatmig am Anfang. Zwischen Grace und Sam ist alles perfekt und man weiß, dass etwas passieren wird, aber das war so ein schleichender Prozess, dass es mir einfach die Lust genommen hat. Nach ca. 50 Seiten ging es dann aber ganz gut und es wurde wieder interessanter. Vor allem Isabel, die ich bereits im ersten Teil total mochte, kommt hier sehr viel öfter vor. Sie und Cole werden praktisch zu Hauptcharakteren aufgestuft. Das fand ich richtig cool, da mir Isabel unglaublich gut gefällt und ich ihren Charakter noch interessanter finde als Grace. Eigentlich hat mir das Buch ähnlich gut gefallen, wie der Vorgänger. Die Atmosphäre war stimmig, die Charaktere gut und die Geschichte hat einen spannenden Verlauf genommen. Trotzdem gibt es noch etwas, das ich loswerden muss. Zum einen sind Grace und Sam wirklich das perfekte Paar. Zu perfekt quasi. Zumindest für mich. Sie streiten sich nie und sind sich nie auch nur ein klein wenig uneinig. Klar, Sam ist überhaupt froh, noch bei Grace bleiben zu können. Aber deswegen muss er doch nicht alles hinnehmen, was sie tut. Aber dazu komme ich gleich noch. Was mich an diesem Teil richtig gestört, bzw. rasend gemacht hat, waren Grace' Eltern. Während die beiden im ersten Teil noch richtig nett rüber kommen, sind die in diesem Teil einfach nur noch, sorry, bescheuert. Sie sind viel zu verwöhnt davon, dass sie sich um Grace nicht zu kümmern brauchten. Sie war immer die perfekte Tochter und nur weil sie jetzt einen Freund hat, machen die Eltern direkt einen Aufriss, wie als wäre sie Drogenabhängig und würde auf den Strich gehen. Sorry, dass hat mich so genervt, ich hätte die am liebsten geschüttelt. Sie haben Grace nie zugehört und sind nie auf sie eingegangen. Furchtbar, ehrlich. Anstatt das die Grace ihre eigenen Fehler machen lassen (und Sam ist definitiv keiner) führen die sich so auf. Umso besser fand ich Grace' Reaktion darauf. Das fand ich richtig cool und genauso hatte ich es mir erhofft. Der zweite Band der Reihe wirkte ein ganz minimales bisschen schwächer als der erste, ist aber trotzdem sehr toll geschrieben.

Charaktere:

Grace: Ein junges Mädchen, das sich endlich gegen ihre Eltern auflehnt. Ich fand Grace als Charakter sympathisch und ganz nett, allerdings war mir sie teilweise etwas zu ruhig. Damit meine ich, dass sie das ein oder andere vor allem vor Sam verschwiegen hat. Das fand ich nicht okay, da Sam es verdient hatte, zu erfahren was los ist. Grace hat sich endlich aufgelehnt gegen ihre Eltern. Das fand ich klasse, war genau nach meinem Geschmack. Aber mir war Grace hier in diesem Teil fast etwas zu unscheinbar. Es ging doch etwas mehr um Isabel und Cole, fand ich fast. Bei Grace ging es vor allem um die Beziehung zwischen ihr und Sam und den Konflikt mit ihren Eltern. Und natürlich lernen wir noch etwas mehr über das Rudel und das Geheimnis, warum sich Grace nicht verwandelt hat. Ich mochte die Geschichte um sie, aber sie und Sam waren mir als Paar einfach zu perfekt.

Sam: Ein junger Mann, der froh ist, endlich ein Mensch zu sein. Beziehungsweise endlich dauerhaft ein Mensch zu sein. Aber mir war Sam ähnlich wie Grace zu ruhig und unscheinbar. Neben Charakteren wie Cole und Isabel wirkten sie einfach blass. Was mich an Sam ein bisschen gestört hat war, dass er nicht durchgreifen kann. Er ist der neue Rudelführer und muss durchgreifen, für das Rudel da sein und vor allem Cole mal seine Meinung geigen. Das macht er nicht und vor allem Cole macht viel Mist. Klar ist Sam bereits damit zufrieden, einfach nur bei Grace sein zu können. Aber trotzdem kann er bestimmte Dinge die beiden betreffend nicht ewig ignorieren (Nein, es ist keine Dreiecks-Beziehung). Sam war zwar nett, mir aber tatsächlich etwas zu ruhig in diesem Band. Im ersten Band gab es noch viel Drama um die beiden, hier waren sie einfach "übergangen", denn Cole und Isabel waren einfach aussagekräftiger, fand ich.

Cole: Ein Ex-Rockstar, der einfach nur noch aus seinem Leben rauswill. Cole ist das typische Klischee von Sex, Drugs und Rock n'Roll. Er ist ein ziemlicher Idiot und macht eigentlich nur Mist. Bis er auf Isabel trifft und tatsächlich eine Art Emotion entwickelt. Das da etwas ist und die Funken ganz schön fliegen, merkt man direkt. Nun war Cole aber absolut nicht mein Fall zu Beginn. Es wurde nach ein paar Kapiteln angenehmer mit ihm. Mich interessierte Cole als Person eher weniger, ich fand es interessanter, wenn er und Isabel aufeinander getroffen sind. Cole war wirklich rücksichtslos und am Anfang ziemlich ätzend. Es kümmert ihn einfach nicht, ob er andere verletzt. Das mag ich gar nicht. Aber irgendwann wird Cole vor allem Sam gegenüber ein Kumpel und hilft ihm sich um Grace zu kümmern. Und diese Wendung am Ende, wie sich Cole nützlich macht, fand ich richtig cool. Generell ist er mir also doch noch sympathischer geworden und ich fand ihn am Ende gar nicht mehr so übel.

Isabel: Ein junges Mädchen, dass in letzter Zeit viel mitmachen musste. Ich liebe Isabel, sie ist einfach so ein interessanter Charakter und ich freue mich schon auf das Extra Buch zu ihr und Cole. Sie hat ein bisschen Glück verdient, auch wenn sie sich da vielleicht selbst im Weg steht. Isabel tut so, wie als würde sie nichts empfinden und wie als wäre sie unnahbar. Dem ist aber nicht so. Sie und Cole fühlen sich praktisch sofort zu einander hingezogen und ich fand das mega interessant. Zum einen weil Isabel sich nicht zu jedem hingezogen fühlt und zum anderen, weil die beiden sich so unähnlich ähnlich sind. Zum anderen weil Isabel sich offensichtlich bemüht, Cole nicht zu verfallen. Ich liebe dieses junge Mädchen einfach, ihr Charakter ist so interessant.

Fazit: 
Obwohl ich recht viel gemeckert habe, gefiel mir dieser Band ähnlich gut wie der erste. Cole und Isabel haben einfach alles wettgemacht, was bei Sam und Grace zu wenig vorhanden war. Vor allem das Ende des Buches hat mich sehr mitgenommen und ich hatte wirklich Angst um Grace, obwohl sie mir nicht so am Herzen liegt wie Isabel. Aber es sind beides tolle Mädchen und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil.
Dieses Buch bekommt von mir 4,5/5 Schmetterlinge.

Neuzugänge

Hallo Ihr Lieben,

ich habe neue Bücher in mein Regal einziehen lassen. Aber es sind entweder Raritäten oder Restposten, also nur Bücher, an die man bald schwieriger rankommt. 

Sternenschimmer und Sternensturm von Kim Winter.
Als ich gehört habe, dass diese Trilogie bald nicht mehr richtig erhältlich ist, sind bei mir alle Sicherungen durchgebrannt. Ich will diese Bücher unbedingt lesen und deswegen musste ich da sofort zugreifen, als ich sie auf Booklooker.der gefunden habe. Ich hoffe, sie werden so toll wie ich hoffe.

Traumsplitter von Tanja Heitmann.
Dieses Buch gibt es momentan für 3,99 € bei Thalia und da mich dieses Buch seit 4 Wochen angelächelt hat, musste ich einfach zugreifen. Bald habe ich jetzt alle Bücher der Autorin (gefühlt) und noch nicht eins gelesen. :(

Touched - Die Macht der wahren Liebe von Corrine Jackson.
Dieses Buch habe ich von meiner Chefin bekommen, da es in einem Zustand gefunden wurde, in dem wir es nicht mehr verkaufen konnten. Ich habe zwar die ersten beiden Teile noch nicht, aber das klärt sich hoffentlich noch in den nächsten Wochen. ;)
Was habt ihr euch neues gekauft? Kennt ihr eines der Bücher?

Ganz liebe Grüße
Linda

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Wie die Zeit vergeht ....

das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu, wie schnell dieses Jahr schon wieder rum ist. Vor zwei Jahren habe ich mich dazu entschlossen, einen Blog ins Leben zu rufen. Und das wird heute gefeiert, denn Ganda's Bücherecke wird 2 Jahre alt :)

Natürlich möchte ich nicht die Einzige sein, die sich freut. Deswegen gibt es auch ein kleines Gewinnspiel. Als kleines Dankeschön an euch.

Was könnt ihr gewinnen?

Ein Wunschbuch im Wert von 20 € oder zwei im Wert von 10 €.

Was müsst ihr dafür tun?

Nichts weltbewegendes. Ich würde gerne wissen, wie euch der Blog (und evtl. der Youtube Kanal) gefallen und was ich besser machen kann. Was ist in Ordnung, wo kann ich noch dran feilen etc.

Teilnahmebedingungen:

  • Du solltest 18 Jahre alt sein oder die Einverständniserklärung deiner Eltern haben.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. 
  • Du musst kein Leser sein, aber über neue Leser und etwas Werbung würde ich mich natürlich freuen.
  • Für Verlust auf dem Postweg hafte ich nicht.
  • Es dürfen auch Personen aus der Schweiz und Österreich teilnehmen, allerdings gibt es dann nur einen Amazon-Gutschein (sorry).
  • Das Gewinnspiel geht bis zum 10. Januar und wird hoffentlich am 11. Januar direkt ausgelost.
Dann wünsche ich euch allen ganz viel Glück und hoffe auf eine große Teilnahme.

Liebe Grüße
Linda

Montag, 8. Dezember 2014

Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Allgemeines:
Titel: Nach dem Sommer
Autor/-in: Maggie Stiefvater
Form: Hardcover (421 Seiten)
Verlag: Script 5
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3-8390-0163-9

Klappentext:

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren - und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen - bevor dfie Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bersteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Aber jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher - und mit ihm den endgültigen Abschied.

Meinung:
Ich war ein wenig skeptisch als ich mit diesem Buch anfing, aber auch voller Vorfreude. Zum einen wurden diese Bücher hochgelobt, zum anderen hatte ich etwas Angst, dass es eine ähnliche Geschichte wie "Schattenblüte" sein könnte. Es gab auch ein paar Parallelen, aber die waren nicht weiter dramatisch. Das gehörte halt zum Mythos dazu. Ich bin eigentlich gar nicht so der große Liebesgeschichten-Fan, trotzdem hat mich dieses Buch sofort mitgenommen. Direkt zu Beginn konnte ich es nicht weglegen. Und hier geht es eigentlich sehr viel um Liebe. Es fängt damit an, dass Grace von einem Rudel Wölfe angegriffen wird. Sie zerren sie in den Wald und erst Sam als Wolf kann sie vor den anderen retten. Sechs Jahre sind seitdem vergangen und Grace schaut immer wieder hin zum Wald. Genauso wie ihr Wolf, der sie im stillen beobachtet. Doch dann wird ein Junge aus dem Ort von den Wölfen getötet und die Jagd beginnt. Doch das kann Grace nicht zulassen. Die Geschichte der beiden ist zwar an sich nichts Neues für mich, trotzdem hat sie mich von Anfang an begeistert. Es war direkt zu Beginn spannend und ich war unglaublich neugierig, wie es weitergeht und was es mit den Wölfen auf sich hat. Sam und Grace waren ein unglaublich süßes Paar und die beiden passen einfach perfekt zusammen. Die Geschichte zwischen den beiden und das Mysterium um die Wölfe waren total interessant und haben mich bis zum Schluss begeistert. Es geht wirklich eher um die Wölfe und die Liebe. Man sollte hier keine großen Spannungshöhepunkte erwarten, es rennt keiner durch brennende Häuser oder so etwas in der Art. Natürlich war es auch mal spannend, aber nicht so extrem. Vor allem mit Grace konnte ich richtig mitfühlen, sie war ein total tolles Mädchen. Die Charaktere waren generell sehr toll und interessant. Die einzige, die ich nicht so mochte, war Olivia, eine der besten Freundinnen von Grace. Sie war ziemlich merkwürdig, aber am Ende klärt sich auch auf, wieso. Ansonsten haben mir die Charaktere alle super gefallen. Fast alle. Grace' Eltern fand ich noch etwas merkwürdig, aber das war in diesem Band noch nicht so schlimm. Mich hat die Geschichte echt mitgenommen und ich fand diese Liebesgeschichte einfach hochdramatisch und wunderbar.

Charaktere:

Grace: Ein junges Mädchen, dass immer die perfekte Tochter war. Grace ist sehr selbstständig, denn ihre Eltern sind selten zuhause und überlassen sie oft sich selbst. Zudem ist sie eine absolute Topschülerin und fehlt nie im Unterricht. Ein absolut vorbildliches Mädchen. Doch Grace ist total vernarrt in die Wölfe, vor allem in ihren Wolf, Sam. Und als die beiden dann endlich auf einander treffen, kann Grace es kaum glauben. So entwickelt sich die Geschichte. Grace ist eigentlich sorglos glücklich, nach dem sie Sam trifft. Wäre da nicht die Zeit, die ihnen davon rennt. Ich mochte Grace sehr. Sie war nicht naiv, aber sie hat trotzdem irgendwie immer gehofft, dass sie sich nicht von Sam verabschieden muss. Ich mochte sie einfach total und fand Grace als Person total toll.

Sam: Ein Junge, der einst in einen Wolf verwandelt wurde. Und das verflucht er gerade zu. Denn Sam will kein Wolf sein, er will ein Mensch sein und bei Grace bleiben, am besten für immer. Sam hatte es nicht leicht, er hatte eine schwere Kindheit und das bekommt man direkt zu Beginn mit. Aber Grace gibt deswegen nicht auf. Er will einfach nur noch mehr Zeit. Sam hat mir gut gefallen, er ist zielstrebig und charmant, wenn auch manchmal etwas unsicher. Trotzdem war er ein toller Kerl und mir sehr sympathisch.

Fazit:
Wunderbares Cover, wunderbare Charaktere, wunderbare Geschichte. Ein absolut tolles Buch, welches trotzdem nicht die ganze Punktzahl bekommt. Irgendetwas hat mir einfach gefehlt. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil und freue mich jetzt schon auf das Wiedersehen mit Sam und Grace.
Dieses Buch bekommt von mir 4,5/5 Schmetterlinge.

Nashville oder das Wolfsspiel von Antonia Michaelis

Allgemeines:
Titel: Nashville oder das Wolfsspiel
Autor/-in: Antonia Michaelis
Form: Hardcover (480 Seiten)
Verlag: Oetinger
Erscheinungsjahr: 2013
Preis:17,95 €
ISBN: 978-3-7891-4275-8

Klappentext:

Ein Messer.
Ein Junge.
Ein Wolf im Schafspelz?

Die achtzehnjährige Svenja findet in ihrer neuen Tübinger Wohnung einen verwahrlosten, stummen Jungen. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn Nashville und nimmt ihn bei sich auf. In den folgenden Wochen schließt sie den Elfjährigen immer weiter ins Herz, obwohl sie bald merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Warum verschwindet Nashville immer wieder heimlich, und was löst seine merkwürdigen Panikanfälle aus? Entsetzt erkennt Svenja, dass es eine Verbindung zwischen Nashville und dem nächtlichen Mord an einer Obdachlosen zu geben scheint. Und der Mörder, das wird immer klarer, ist ganz nah ...

Meinung:
Das Buch hat mich angesprochen, da die Autorin ja doch ziemlich gehyped wird. Hauptmotivation war aber, dass es aussieht, wie als würde es im Herbst spielen. Lasst euch davon nicht täuschen, es spielt im Mai. Also nix da Herbstatmosphäre. Eigentlich sagt der Klappentext alles wichtige über die Geschichte. Svenja findet Nashville in ihrer Wohnung und nach einem gescheiterten Versuch ihn abzugeben, bleibt er bei ihr und die Beiden wohnen zusammen. Ich hatte am Anfang echte Probleme mit der Geschichte, was vor allem am Schreibstil der Autorin lag. Normalerweise kann ich verschiedene Schreibstile nicht herausfiltern, aber hier ist mir das direkt aufgefallen. Die Autorin hat so eine Metapher-Schreibweise gehabt, fand ich. Damit hatte ich einfach ein richtiges Problem, zu Beginn. Zudem hat mir Svenja leider gar nicht gefallen. Zumindest am Anfang. Ich habe sie einfach nicht verstanden, konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Es gab ein paar Entscheidungen, die ich gerade so nachvollziehen konnte, das war es dann aber auch. Aber mehr dazu gleich in der Charakterbeschreibung. Die Geschichte an sich fand ich wirklich interessant. Vor allem Nashville war ein Faktor, der nicht berechenbar war. Durch seine Panikattacken war er sehr undurchschaubar und man wusste nie, was er als Nächstes tut. Da man auch nie wusste, wo er sich rum treibt (vor allem nachts), wurde das Ganze etwas mysteriöser und unheimlicher. Vor allem die Beziehung zwischen Nashville und Svenja war etwas ganz Besonderes. So weniger ich Svenja mochte, umso mehr mochte ich Nashville. Die beiden haben mich ein wenig an Balu der Bär und sein Mogli erinnert. Vor allem da Nashville ja wirklich eine Art Mogli war. Im Hinterkopf hatte man natürlich auch immer den Mord und Svenja stellt da ihre ganz eigenen Vermututngen an. Mich hat dieses Buch tatsächlich nach einiger Zeit gut unterhalten (so ab Seite 100 kam ich rein). Vor allem wusste ich bis zum Schluss nicht, wer auch nur ansatzweise mit dem Mord etwas zu tun haben könnte. Die Nebencharaktere waren einfach alle viel zu nett, als das man sie hätte verdächtigen können. Deswegen fiel es mir wirklich schwer, irgendeinen davon als Täter zu identifizieren. Aber die echte Auflösung war wirklich gut erklärt. Und das Ende war so furchtbar traurig. Aber es war eigentlich kein schlechtes Buch, aber umgehauen hat es mich leider auch nicht. Etwas enttäuscht bin ich schon.

Charaktere:

Svenja: Eine junge Medizinstudentin, die zum ersten Mal alleine wohnt. Svenja und ich wären keine Freunde geworden. Dafür war sie mir teils zu weinerlich, teils zu teilnahmslos. Sie hatte irgendwie kein Ziel, hat nichts wirklich ernst genommen und lebte so vor sich hin. Svenja war total verwirrend. Wenn sie mit jemandem geredet hat, hat sie mitten im Gespräch etwas eingeworfen, was ihr Gegenüber nicht verstanden hat. Das hat mich etwas genervt. Aber was am allerschlimmsten war bei Svenja, war ihre Art mit anderen Menschen umzugehen. Nicht nur hat sie viele verletzt, sie hat sich auch nur dann gemeldet, wenn sie Hilfe brauchte. Und dem ein oder anderen hat sie in vollem Wissen weh getan. Immer und immer wieder und dieser Person falsche Hoffnungen gemacht. Sie hat sie einfach benutzt. Das ist etwas, was ich gar nicht mag und deswegen hatte Svenja es sich direkt mit mir verdorben. Einzig in Bezug auf Nashville konnte ich sie etwas leiden. 

Nashville: Ein merkwürdiger Junge, der es nicht so leicht hat. Ich habe Nashville geliebt, er war einfach so ein süßer Kerl, der einem einfach nur leidtun konnte. Wie Nashville sich an Svenja geklammert hat und sich praktisch zu ihrem Ziehkind gemacht hat, war einfach toll. Die beiden waren ein totales Duo und er ist ihr nicht mehr von der Seite gewichen. Natürlich war Nashville auch ein kleines Rätsel, immerhin ist er nachts manchmal einfach verschwunden. Aber trotzdem war er ein richtig toller Charakter und ich mochte Nashville einfach so sehr.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, mit dem ich zwar am Anfang ein paar Probleme hatte, welches dann aber doch besser wurde. Nashville war einfach ein toller Charakter und was er tat und wie er mit dem Mord zusammen hing, war so undurchschaubar, das ich es bis zum Ende nicht erahnen konnte. Trotzdem hatte ich zu Beginn immense Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und Svenja war einfach furchtbar.
Dieses Buch bekommt 3,5/4 Schmetterlinge.

Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

Allgemeines:
Titel: Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe
Autor/-in: Nina Blazon
Form: Hardcover (410 Seiten)
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-570-16287-3

Kaufen?

Klappentext:


Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. 

In der Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält ...

Meinung:
Diesem Buch gegenüber war ich zwar skeptisch, da die Autorin mich mit ihrem ersten Buch etwas enttäuscht hat, aber lesen wollte ich es trotzdem unbedingt. Ich habe nämlich noch nie eine Nixengeschichte gelesen und das Cover ist ja wohl auch traumhaft. Man wird direkt in eine Situation hineingeworfen, in der sich Jo mit ihrer Mutter zofft. Diese darf nämlich nicht mit ihrer besten Freundin ans Meer, da Jos Mutter totale Angst vor Wasser hat. Dann muss die Familie allerdings zusammen nach Kopenhagen, wo sie notgedrungen auch am Wasser landen. Und dann passieren ein paar sehr gruselige Dinge. Zum Beispiel schlafwandelt Jo und wird in ihrem Traum ans Meer gerufen. Als ich mit dem Buch anfing, war es schon relativ interessant und ich reimte mir so ein paar Sachen zusammen, was es denn mit der Nixe auf sich haben könnte. Allerdings hatte ich am Anfang ein paar Probleme mit dem Buch, der Einstieg fiel mir schwer. Beziehungsweise nicht unbedingt schwer, aber es hat mir etwas zu lange gedauert, bis es interessanter und übernatürlicher wurde. Aber als die Geschichte ihren Lauf nahm, hat sie angefangen, mir richtig gut zu gefallen. Zudem erlebt Jo diese Abenteuer nicht alleine, sondern zusammen mit der aufgeweckten Julie und dem Frechdachs Mads. Wobei man sich bei letzterem nicht sicher sein kann, ob er wirklich Jos Kumpel ist. Zudem gibt es diese komische Bente, die ich von Anfang an nicht mochte. Was mir aber sehr gut gefiel war, dass auch Jos beste Freundin Tanja nicht vergessen wird. Die beiden telefonieren oft und Tanja wird in alles eingeweiht. Das fand ich extrem cool. Die Geschichte der Nixe nimmt oft Bezug zu "Die kleine Meerjungfrau" von Hans Christian Andersen, was mir gut gefiel, da es der Geschichte so etwas literarisches gab. Die Geschichte gefiel mir zum Ende hin richtig gut und war richtig spannend und sogar sehr gruselig. Zudem hat das Buch mich unglaublich auf den Holzweg geführt. Ganz oft habe ich gezweifelt und wusste nicht, wem ich trauen konnte oder nicht. Das hat zur Spannung ziemlich viel beigetragen, da ich unbedingt die Wahrheit wissen wollte. Die Atmosphäre war sehr stimmig und mir hat die Geschichte echt richtig gut gefallen. Das Ende war spannungsgeladen und einfach klasse. Ein tolles Buch.

Charaktere:

Jo: Ein ungefähr 12 - 13-jähriges Mädchen, das Wasser liebt. Sie möchte unbedingt das Meer sehen und liebt es, zu schwimmen. Jo hat mir richtig gut gefallen, sie war neugierig und hatte es faustdick hinter den Ohren. Denn Jo lässt sich nichts so einfach gefallen und macht auch keinen Hehl daraus, wenn ihr etwas nicht gefällt. Sie ist echt eine gute Protagonistin gewesen. Eigentlich glaubt sie natürlich gar nicht an Übernatürliches, aber sie kommt relativ schnell dahinter, was es damit auf sich hat. Natürlich hat sie so ihre Vermutungen und schnüffelt viel rum. Vor allem Julie stand ihr dabei immer zur Seite. So tun die beiden sich zusammen und versuchen herauszufinden, was hinter den merkwürdigen Vorfällen steckt. Mir hat Jo echt gut gefallen, sie war so eine zielstrebige und trotzdem irgendwie verunsicherte Göre.

Julie: Ein Mädchen, dass zwar aussieht wie ein Barbiegirl, aber auf Totenkopfbettwäsche steht. Julie war total cool. Sie war total abenteuerlustig und quicklebendig. Eigentlich immer gut drauf und total niedlich irgendwie. Während Mads oft ein wenig sarkastisch war und Jo eher zweifelnd war sie sofort Feuer und Flamme. Sie war echt total cool irgendwie. Vor allem weil sie halt ein totaler Fan von so übernatürlichem Kram ist und das natürlich total aufregend fand, was da passierte.

Fazit:
Ein gutes Buch, das mich doch etwas mehr von der Autorin überzeugt hat. Ich werde definitiv noch ein Buch von ihr lesen. Für mich war "Lillesang" eine schöne Nixengeschichte, die sehr märchenhaft wirkte, durch den Bezug zur "kleinen Meerjungfrau". Jolanda war ein richtig tolles Mädchen und ich konnte so gut mit ihr mitfühlen. Es ist wirklich ein tolles Buch, welches ich wirklich empfehlen kann.
Dieses Buch bekommt von mir 4/5 Schmetterlinge.

Mein Dank geht an Blogg dein Buch  und den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Monatsstatistik November 2014

Gelöscht von Teri Terry (429 Seiten) 4,5/5
Drama Princess - Topmodel um jeden Preis? von Brigitte Blobel (228 Seiten) 3/5
Leo und das ganze Glück von Synne Lea (192 Seiten) 
Liebe ist von Madame Missou (59 Seiten)
Raum 213 - Harmlose Hölle von Amy Crossing (174 Seiten) 4/5
Nashville oder das Wolfsspiel von Antonia Michaelis (480 Seiten) 4/5
Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater (421 Seiten) 4,5/5
 
gelesene Bücher: 7
gelesene Seiten: 1983
pro Tag: 66

SuB Anfang: 219
SuB Ende: 222
Neuzugänge: 13

SuB Losung:
Tut mir wirklich leid, dass hier so wenig los ist im Moment. Aber ich bin mitten in der Eingewöhnungsphase in der Ausbildung und kaum Zuhause (Schlaf ausgeschlossen). Ich verspreche, dass ich mich nächste Woche bemühen möchte, wieder regelmäßiger zu posten.
 
Liebe Grüße
Linda