Mittwoch, 29. April 2015

Days of Blood and Starlight von Laini Taylor

Vorsicht! Da dies der 2. Teil einer Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Days of Blood and Starlight
Autor/-in: Laini Taylor
Form: Hardcover (608 Seiten)
Verlag: FJB
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 16,99 €

Klappentext:

Wo würdest du dich verstecken, wenn die ganze Welt nach dir sucht?
 
Was würdest Du tun, wenn deine große Liebe plötzlich deine Familie auf dem Gewissen hat?
 
Wie würdest du dich entscheiden, wem du trauen kannst, und wem nicht?
 
Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei. Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten ...
 
Meinung:
Der erste Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich am Anfang ein paar Startschwierigkeiten hatte. Deswegen hatte ich ein wenig Sorge, dass es hier wieder etwas holprig anfangen würde. Das war allerdings nicht der Fall. Stattdessen bin ich super in die Geschichte rein gekommen und fand es von Anfang an wieder sehr interessant. Und obwohl es ja bekannter weise so ist, dass zweite Teile schwächer sind, fand ich diesen hier viel stärker als den ersten Band. Einfach weil es bei dem Vorgänger erst einmal hundertfünfzig Seiten gedauert hat, bis ich mich mit der Geschichte anfreunden konnte. Die Geschichte wird in drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal geht es um Karou, die die normale Welt verlassen hat und nun mit den Chimären zusammen arbeitet um die Engel zu bekämpfen. Sie ist in Brimstones Fußstapfen getreten und erledigt nun seine Arbeit. Dann gibt es noch die  von Akiva und seinen Geschwistern Liraz und Hazael. Sie versuchen irgendwie eine Mitte zu finden. Weder wollen sie gegen die Engel, noch gegen die Chimären kämpfen. Sie hoffen auf Frieden und sind bereit, dafür ihr Leben zu geben. Und dann gibt es noch Zuzana und Mik, die sich auf die Suche nach Karou machen. Besonders die beiden haben immer wieder die Geschichte aufgefrischt und mit ihrem eigenen Humor die ganze Sache etwas aufgelockert. Mich hat dieses Buch wieder sehr überzeugen können. Es hat mich berührt, ich war glücklich und traurig, je nachdem was geschehen ist. Mir gefielen alle Charaktere gut und besonders die neuen Chimären wie Ziri mochte ich total. Generell bin ich ein großer Fan der Chimären, vor allem von denen, die auf Karous Seite stehen. Ich fand diesen Band wirklich gut, denn man merkt, dass hier die Vorbereitungen für den großen Coup abgeschlossen werden. Alles läuft auf das große Finale in Band drei hin. Es war wirklich spannend und interessant und hat mich total mitgerissen. Durch die verschiedenen Personenwechsel wird die Spannung immer wieder neu angekurbelt. Und ich muss wirklich gestehen, dass ich absolut keine Ahnung habe, mit welchen Charakteren ich am liebsten zusammen war. Sowohl Karou, als auch Akiva und Zuzana waren absolut klasse in diesem Buch. Die Atmosphäre war großartig und die Chimären, sowie die Seraphim waren furchtbar interessant. Dieses Buch hat wirklich eine ganz eigene Magie gehabt und ich fand es unglaublich gut. Es hatte mich richtig in seinem Bann. Ein fabelhaftes Buch. Ich kann den Abschluss der Trilogie wirklich kaum erwarten und bin super gespannt darauf, wie die Geschichte ausgehen wird.
 
Charaktere:

Karou: Ein junges Mädchen, dass in ihrem vorherigen Leben eine Chimäre war, die sich in den Engel Akiva verliebt hat. Karou ist in diesem Buch nicht mehr das Mädchen, dass sie im vorherigen Band war. Durch den Tod von Brimstone und den anderen ist sie sehr abgestumpft und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brimstones Werk fortzuführen. Dafür geht sie sogar einen Pakt mit Thiago ein. Er ist sowas wie der Chef der Chimären. Karou gefiel mir hier wirklich super gut. Sie lässt sich nichts gefallen und versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Sie will Thiago aufhalten und hat ihren Traum von einer friedlichen Zukunft noch nicht aufgegeben. Karou ist ein gutes Mädchen, dass nur versucht das beste zu tun. Ich mochte sie wirklich sehr und fand sie fantastisch.

Akiva: Ein Engel, der sich einst in eine Chimäre verliebte. Akiva ist von Anfang an sehr sympathisch, denn man merkt direkt zu Beginn, dass er nicht wirklich gegen die Chimären kämpfen will. Doch er tut auch etwas dagegen, er ist bereit für den Frieden zu kämpfen und träumt weiter von der Zukunft, die er und Madrigal sich einst erhofft hatten. Und zugleich hofft er immer noch auf eine gemeinsame Zukunft mit Karou. Akiva ist ein super Charakter, der vor allem sehr gut mit seinen Geschwistern zusammen passt. Denn die drei sind fast immer gemeinsam unterwegs und verfolgen die selben Ziele. Ich mochte Akiva wirklich sehr und hoffe so sehr darauf, dass es mit ihm und Karou noch ein Happy End gibt.

Zuzana: Karous beste Freundin, die Himmel und Hölle in Bewegung setzt um diese zu finden. Ich fand Zuzana absolute klasse. Sie hat richtig Feuer unterm Hinter und würde jedem weh tun, der Karou weh tut. Zuzana ist halt so ein richtig cooles Mädchen, die sehr originell und auch sehr ausgefallen ist. Ich liebe sie einfach. Sie ist so eine tolle Freundin und würde für Karou wirklich durch die Hölle gehen.

Zitate:

"Wie konnte man mit Schwertern in den Händen darauf hoffen, Blutvergießen zu verhindern?"
Akiva

Fazit:
Tolle Charaktere, eine spannende und ausgefallene Geschichte und eine wunderbare Umsetzung dieser. Ein wunderbares Buch, dass noch einmal richtig Lust auf den Abschluss der Trilogie macht. Ich bin so gespannt wie es zu Ende geht und hoffe so sehr auf ein Happy End für Akiva und Karou. Ich liebe dieses Buch, ich liebe die Charaktere und die Idee. Dieses Buch konnte mich hundertprozentig überzeugen.
Ich liebe dieses Buch und deswegen gibt es jetzt 5/5 Schmetterlinge dafür.
 

Noah von Sebastian Fitzek

Allgemeines:
Titel: Noah
Autor/-in: Sebastian Fitzek
Form: Taschenbuch (550 Seiten)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Zur Geburt Jesu Chrsti lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel?

Sie wissen nicht, wer Sie sind. Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden. Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben. Sie wissen nicht, warum in Ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt.
Sie wissen nur: Jemand wollte Sie töten.

Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen. Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt. Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

Meinung:
Ich liebe Fitzek! Wann immer mich ein Kunde nach einem guten Psychothriller fragt, renne ich zum passenden Regal und halte ihm "Die Therapie" unter die Nase. Und obwohl ich erst zwei Bücher von ihm gelesen habe, hat er sich bereits zu einem meiner deutschen Lieblingsautoren hochgeschrieben. Auf Fitzek kann ich mich verlassen, die Bücher überzeugen immer. Dachte ich. Und dann kam dieses Buch. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Der Anfang war eigentlich gar nicht so schlecht, ich kam relativ schnell rein und hatte das Gefühl, dass es sehr interessant anfängt. Das ging dann ein paar Seiten lang so. Aber leider nicht lange. Es gab am Anfang mitunter sehr spannende Stellen, die mich wirklich überzeugt haben. Auch die Grundidee finde ich sehr interessant, denn es ist ja tatsächlich ein uns betreffendes Thema, um das es geht. Die Umsetzung war auch gar nicht so schlecht. Kernpunkt der Geschichte ist die unheilbare Manila-Grippe, an der bereits sehr viele Menschen gestorben sind. Die Geschichte mit der Grippe fand ich sehr interessant inszeniert, wenn man sie von der Distanz aus hätte betrachten können. Was mir allerdings nicht gefallen hat, war der Charakter "Noah" unser Hauptcharakter. Er hat keine Erinnerungen und es klärt sich, wie üblich, am Ende erst auf, was es damit auf sich hat. Ich weiß nicht woran es lag, aber dieses Buch hat sich für mich unglaublich gezogen. Am Anfang war alles gut und vor allem die Geschichte rund um die junge Reporterin Celine fand ich interessant. Celine ist ein Charakter, der quasi dazu da ist, Mitgefühl zu wecken. Denn sie ist eine unschuldige und zudem schwangere Frau, die in die Sache hineingezogen wird. Sie war eigentlich der einzige Charakter, der mir auch nur ansatzweise sympathisch war. Ich fand Noah als Charakter zu undurchschaubar. Er ist so geheimnisvoll, das ich keinerlei Bindung zu ihm aufbauen konnte. Und ich muss gestehen, dass das Buch einfach langweilig war, ab einem bestimmten Punkt. Sobald die Handlung nicht mehr in Deutschland spielte, gab es keine Spannung mehr für mich. Es war einfach langweilig und zwar so sehr, dass ich gar keine Lust hatte zum Lesen. Um ehrlich zu sein war ich richtig genervt und fand das Buch einfach nur schlecht. Der einzig positive Aspekt ist wirklich Celine, zu der ich wenigstens ein bisschen eine Bindung aufbauen konnte. Ansonsten war das Buch einfach nichts für mich und leider eine herbe Enttäuschung.

Charaktere:

Noah: Ein ca. 30 Jahre alter Mann, der sein Gedächtnis verloren hat und von dem Obdachlosen Oskar gefunden wird. Noah war für mich ein ganz großer Kritikpunkt. Am Anfang gefiel er mir noch ziemlich gut, aber irgendwann hat er mir einfach gar nicht mehr gefallen. Dann war er nur noch verschlossen und eiskalt. Zu Beginn war er noch relativ ahnungslos und so ein wenig naiv und unschuldig. Das hat sich dann natürlich geändert und mir leider gar nicht gefallen.

Alice: Eine unschuldige Frau, die einfach in die Angelegenheit mit hinein gezogen wurde. Alice hat mir von allen noch am besten gefallen. Zu ihr konnte ich zumindest einen kleinen Bezug aufbauen. Das kam wahrscheinlich durch das Mitgefühl, denn was sie durchmachen muss ist nun wirklich nicht leicht für sie und ihr ungeborenes Kind. Doch sie beweist sich als toughe Frau und das macht sie nochmal sympathischer. Mir hat sie auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Oskar: Ein Obdachloser, der Noah findet und dadurch ebenfalls ungewollt in die Sache mit hineingezogen wird. Er begleitet Noah von Anfang an und versucht ihm quasi die Welt zu erklären. Bei Oskar wusste ich nie, ob ich ihn mögen soll oder nicht. Es gab immer wieder Situationen, da mochte ich ihn sehr und in der nächsten mochte ich ihn gar nicht. Er ist halt so ein kleiner Verschwörungstheoretiker, der denkt, dass die ganze Welt etwas ausheckt. Wobei ich seine Theorien gar nicht schlecht fand. Trotzdem bin ich ihm eher neutral gegenüber gestimmt, wobei es eine Situation mit ihm gab, die mich doch sehr traurig gemacht hat.

Fazit:
Fitzek, was hast du getan! Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut und wurde leider bitter enttäuscht. Ich fand die Charaktere weitestgehend blöd und die Geschichte ist irgendwann einfach so langweilig und nervig geworden, dass ich echt sauer war, so viel Zeit mit diesem Buch verschwendet zu haben. Die Grundidee war echt interessant und ich hätte mir echt mehr erwartet.
Schade, aber diesem Buch kann ich nicht mehr als 2/5 Schmetterlinge geben.
 

Dienstag, 28. April 2015

Sunny Valentine - Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen von Irmgard Kramer

Vorsicht! Da dies der 2. Band einer Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Sunny Valentine - Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen
Autor/-in: Irmgard Kramer
Form: Hardcover (171 Seiten)
Verlag: Loewe
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 10,95 €

Klappentext:

Seine Herrlichkeit ist eifersüchtig. Seit die Sommerferien vorbei sind und Sunny, Flip und Amir jeden Tag in die Schule gehen, ist das Haus einsam. Also verlegt es den Unterricht kurzerhand in die eigenen vier Wände - und verliert dabei dummerweise Helene, die Lehrerin. Sunny muss helfen und sie suchen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn durch die Klotür gelangt sie plötzlich in eine der wuseligsten und hektischsten Städte der Welt: New York. Wie soll sie denn unter all diesen Menschen Helene finden?

Meinung:
Ich muss sagen, dass mir der erste Band im Nachhinein sehr viel besser gefallen hat, als damals in der Rezension. Sowas passiert manchmal. Deswegen habe ich mich mega auf dieses Buch gefreut und war total gespannt, was sich die Autorin dieses Mal einfallen lässt. Ich kam wieder super in das Buch rein und fand es sehr schön, Sunny und ihre Familie wiederzusehen. Die Kleine ist natürlich wieder super süß und lustig. Sunnys Art ist einfach zum lieb haben. Natürlich ist die Geschichte sehr leicht geschrieben, immerhin ist es ein Kinderbuch. Die Schrift ist auch sehr groß, so dass man das Buch ab acht Jahren auch selber lesen kann. Ich muss gestehen, dass es mich wirklich dieses Mal sehr viel mehr mitnehmen und begeistern konnte als der erste Band. Die Situationen sind wieder sehr nah aneinandergehangen, jedoch hat der Übergang für mich dieses Mal besser funktioniert. Es war zwar wieder Schlag auf Schlag, jedoch gab es dieses Mal doch so ein Minipäuschen jedes Mal. Dieses Mal konnte mich die Reihe wirklich begeistern. Vor allem sind mir dieses Mal die Charaktere doch sehr sympathisch aufgefallen. Ich meine, die waren schon vorher toll, jedoch sind sie dieses Mal besonders süß gewesen. So hat mir zum Beispiel Helene, die Lehrerin richtig gut gefallen und auch der "Gaststar" war toll beschrieben. Da musste ich teilweise wirklich schmunzeln. Zwar musste ich nicht laut loslachen, es gab aber doch mehr als eine Situation die ich süß genug fand, damit sich meine Mundwinkel bewegt haben. Sunny ist aber auch so süß und mit ihrem kindlichen Charme und ihrer naiven Art macht sie dieses Abenteuer sehr schön. Die Charaktere bringen jeder ihre eigene Art mit in die Geschichte. So ist Sunnys Papa zum Beispiel derjenige, der immer zur Vorsicht mahnt und eher ängstlich ist, während Helena zwar etwas zu bedenken hat, jedoch sich den Spaß trotzdem nicht entgehen lässt. Es harmonisiert einfach schön miteinander. Leider bekommt man von dem meisten Charakteren nur am Anfang etwas mit, da es hauptsächlich um Sunny und Helene geht. Besonders süß fand ich, dass man am Anfang eine Gruppe von Leuten kennen lernt, die man dann im Laufe des Buches alle irgendwo wieder trifft. Das hat mir besonders gut gefallen, da sie Sunny alle irgendwie aus einer brenzligen Situation heraushelfen konnten. Generell ist das hier eine süße und originelle Geschichte, die die Kleinen bestimmt begeistern wird.

Charaktere:

Sunny: Ein süßes kleines Mädchen, dass versucht, ihre verschwundene Lehrerin wiederzufinden. Sunny ist wirklich sehr niedlich. Sie geht halt mit dem typisch kindlichen Unschuldsblick los um in New York ihre Lehrerin wiederzufinden. Durch ihre naive Art trifft Sunny auf so manche Herausforderung. Aber sie ist ja auch sehr clever und findet immer einen Weg raus. Sie bringt ihren eigenen Charme mit in das Buch und macht die originelle Idee noch einmal besser. Ein süßes und sehr aufgewecktes Mädchen.

Helene: Sunnys Lehrerin, die vom Haus nach New York verfrachtet wird. Dort muss sie sich erst einmal zurecht finden. Doch sie trifft auch auf eine besondere Person. Helene wirkte wie eine nette junge Frau, die den Kindern ihren Spaß gönnte und trotzdem mit einer gewissen Vorsicht handelte. Ich mochte sie und ihre Art gefiel mir sehr gut. Sie wirkte halt wie die typische Vertrauenslehrerin, die gut mit Kindern umgehen kann.

Fazit:
Ein süßes Buch für Kinder, dass Lust auf mehr macht. Sunnys Abenteuer sind einfach einzigartig und ich fand es sehr süß zu sehen, wie viel Mühe sie sich gibt um Helene wiederzufinden. Eine schöne Geschichte um ein kleines Mädchen, dass hoffentlich noch mehr Abenteuer erleben wird.
Dieses Buch bekommt von mir 4/5 Schmetterlinge.
 

Montag, 27. April 2015

Kleine Zwangspause beendet, Energiereserven wieder gefüllt.

Hallo Ihr Lieben,
 
wie vielleicht der ein oder andere von euch gemerkt haben wird, war es hier seit Januar etwas still. Das möchte ich euch natürlich erklären. Ich habe im November meine Ausbildung begonnen und am Anfang ging hier trotz Weihnachtsgeschäft (welches im Buchhandel oder generell im Handel sehr stressig sein kann) alles gut. Doch nachdem das neue Jahr anfing, bin ich in eine totale Blogflaute gerutscht. Das bezieht sich auch auf Youtube, wobei ich leider nicht weiß, ob ich dieses "Hobby" weiterführen werde. Was die Videos angeht herrscht immer noch eine Flaute. Ich möchte mich nicht dadurch entschuldigen oder rechtfertigen, aber mein normaler Tag besteht aus 9 Stunden Arbeit und ca. 3 Stunden Fahrt. Das heißt ich bin 12 Stunden für die Arbeit auf den Beinen. Wenn ich dann nach Hause komme versuche ich, eventuell etwas Zeit mit meiner Mama zu verbringen. Wir gucken dann vielleicht 'ne Folge "Two and a half men" zusammen oder ähnliches. Zusätzlich möchte ich dieses Jahr endlich abnehmen und habe mir dazu ein Buch gekauft, dass von mir verlangt Montags, Mittwochs und Freitags mindestens eine halbe Stunden Sport zu machen. Ich bin sehr unsportlich und deswegen dauert das auch gerne mal länger. Wenn ich dann Sport gemacht habe, hatte ich keinen Nerv mehr für den Blog. Ich habe sehr viel lange schleifen lassen. Mein Rezensionsstapel stieg auf bis zu 10 oder 11 Bücher und meine Später ansehen Liste auf Youtube besteht aus ca. 150 Booktube Videos und 100 Comedy-Videos. Gerade bin ich dabei das alles abzuarbeiten. Vielleicht habt ihr bemerkt, dass in letzter Zeit meine ganzen Rezensionen online kamen. Vor kurzem hatte ich Urlaub und konnte alles abarbeiten. Aber jetzt möchte ich definitiv am Ball bleiben und hier einiges wieder zum Leben erwecken. Ich habe mir auch einen kleinen Plan zurecht gelegt. Und zwar möchte ich regelmäßiger posten, vor allem auch etwas anderes außer Rezensionen.
 
Rezensionen kommen entweder Dienstags, Mittwochs, Freitags oder Sonntags. Das hängt dann davon ab, wann ich das Buch beendet habe.
 
Montags möchte ich immer etwas mit Büchern hochladen. Immerhin ist das hier ein Bücherblog. Das werden dann entweder Tags, Reihenvorstellungen von Reihen die ich gelesen habe, bevor ich mit dem bloggen anfing oder Vergleiche zwischen Film und Buch. Vielleicht kommt auch mal ein Autoreninterview, das habe ich gerade für mich entdeckt.
 
Donnerstags möchte ich immer etwas persönlicheres posten. Seien es meine Lieblingsfilme oder Lieblingsserien oder einfach etwas, was mich momentan beschäftigt. Ich möchte einfach etwas mehr von mir selbst auf den Blog bringen und wenn ihr mich etwas besser kennen lernt, schadet das bestimmt nicht.
 
Samstags bleibt der Tag der Neuzugänge. Ich kann nicht versprechen, dass jeden Samstag welche kommen. Diesen Samstag habe ich es zum Beispiel verpennt, da es jedoch nur zwei Bücher waren, finde ich das auch nicht so schlimm. Mein SuB soll auf jeden Fall schrumpfen und deswegen habe ich mir vorgenommen, dass ich erst 5 Bücher lese, bevor ich mir ein neues kaufe. Bei zehn werde ich zu ungeduldig.
 
So sieht der Plan aus und obwohl heute Montag ist, möchte ich damit nächste Woche offiziell anfangen. Einfach damit ich schon ein wenig Planen und Vorbereiten kann. Außerdem brauche ich noch einen Namen für das Donnerstagsformat. Hat einer eine Idee? Der Blog ist und bleibt mein Baby und deswegen soll es hier jetzt auch viel aktiver zugehen. Mein Hauptaugenmerk liegt jetzt wieder hierauf. Wie es mit Youtube weitergeht weiß ich nicht. Sollte es gut laufen mit dem Blog und ich merken, dass ich für Youtube auch noch Zeit finde, werde ich es noch einmal probieren. Denn letztendlich soll es mir ja auch Spaß machen und im Moment bin ich furchtbar unmotiviert. Und so vor die Kamera setzen will ich mich auch nicht. So, das war jetzt aber auch erst einmal genug.
 
Was haltet ihr von der Idee der Planung für den Blog? Was würde euch besonders interessieren? Welche Reihe, welcher Film oder welches Thema interessiert euch? Lasst es mich bitte wissen.
 
Ganz liebe Grüße
Linda 

Schrei von Eric Berg

Allgemeines:
Titel: Schrei
Autor/-in: Eric Berg
Form: Taschenbuch (152 Seiten)
Verlag: Bloomoon
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 12,99 €

Klappentext:

Ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen gibt ...

Es sind schwüle Tage im August, als Lulu ins Internat am See zurückkehrt. Aber ihr graut vor dem bevorstehenden Schuljahr. Nicht nur, dass ihre beste Freundin plötzlich wie besessen von Todesszenen zeichnet und Lulu fies gemobbt wird. Ausgerechnet Niko geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, obwohl sie doch eigentlich glücklich mit Lars zusammen ist. Lulu muss sich endlich entscheiden, wen sie wirklich liebt, bevor es zu spät ist ...

"Die einen nennen es Unglück, die anderen nennen es Mord. Ich nenne es Schicksal."

Meinung:
Ich muss direkt zu Beginn sagen, dass dieses Buch eine spontane Entscheidung war. Der Klappentext hat mich nicht so sehr angesprochen, dass ich es unbedingt lesen wollte. Da Eric Berg ein guter Autor sein soll und ich schnell ein kurzes Buch brauchte, habe ich mir das Buch aus dem Leseexemplar Regal gezogen. Und ich habe absolut keine Ahnung, was ich zu dem Buch sagen soll. Es war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich habe keine richtige Meinung ob ich es gut fand oder nicht. Da bin ich tatsächlich etwas überfordert. Was kann ich zu dem Buch sagen? Es geht um Lulu, die zurück ins Internat muss und der ein paar merkwürdige Sachen passieren. Was ich wirklich positiv bemerken muss, ist die Schreibweise. Denn dieses Buch ist teils aus einer Erzählperspektive geschrieben und teils aus Rückblicken der Mitschüler von Lulu. Das fand ich ganz gut, denn was die Mitschüler erzählen ist sehr interessant und hebt die Spannung. Was leider auf der anderen Seite negativ war, war Lulus Charakter. Denn Lulu empfand ich als sehr anstrengend. Sie hat unglaublich schnell überreagiert und hat einfach total übertrieben. So sagt sie, die Schule sei für sie ein Horror. Warum? Sie hat gute Freunde und ist eines der beliebtesten Mädchen der Schule und das weiß sie auch. Ihr werden ein paar Streich gespielt und wie harmlos die sind, darüber kann man sich streiten. Ich empfand sie nicht als so schlimm. Denn ich hatte einfach mehr erwartet. Ich dachte, sie würde richtig schlimm gemobbt werden, hätte keine Freunde und alle würden sie hassen. Und dann werden ihr ein paar Streiche gespielt. Das ist alles? Vielleicht liegt es daran, dass ich erst "Sternschnuppenstunden" gelesen habe, aber ich fand es fast harmlos, was dort geschah. Wie gesagt, da will ihr jemand eins auswischen. Lulu hat einfach maßlos übertrieben, was das anging. Und das ist quasi alles, was ich groß zu dem Buch sagen kann. Die Charaktere hatten für mich keine Tiefe und die Auflösung war plausibel, aber irgendwie auch ein wenig aus dem Himmel geholt. Es kam mir fast so vor, als hätte der Autor sich erst ganz am Schluss entschieden, wer der Täter sein soll. Denn bis zum Schluss kamen für mich mehrere Personen in Frage. Ich weiß wirklich nicht so ganz, was ich von der Geschichte halten soll. Kennt ihr das? Wenn ich an dieses Buch denke, habe ich einfach so ein weißes Blatt vor Augen. Bis auf die Punkte, die ich gerade bereits genannt habe. Für mich war das ein reines Durchschnittsbuch, welches mir absolut nichts gibt. Theoretisch hätte ich es mir wirklich sparen können.
 
Charaktere:
 

Lulu: Ein 17-jähriges Mädchen, dass als beliebtestes Mädchen der Schule gilt und die leider unglaublich unglaubwürdig rüberkam. Ich war Lulu von Anfang an misstrauisch gegenüber. Irgendwie kam sie mir wie eine falsche Schlange vor. Denn sie spielt nun mal ein falsches Spiel mit ihrem Freund. Es kann ja sein, dass sie ihn liebt, aber sie ist nicht ehrlich zu ihm. Und Ehrlichkeit wird bei mir nun mal ganz groß geschrieben, deswegen reagiere ich so allergisch darauf. Einerseits tat sie mir irgendwie leid, andererseits war sie manchmal wirklich unsympathisch. So wirklich mochte ich sie nicht.
 
Fazit:
Ein Jugendthriller, der sehr oberflächlich geblieben ist. Vielleicht hätten sich ein paar Seiten mehr doch gelohnt und dem ganzen etwas mehr Tiefe gegeben. Ich muss wirklich sagen, dass mich dieses Buch relativ kalt gelassen hat. Es war zwar an einigen Stellen spannend, jedoch konnte es mich trotzdem nicht so ganz überzeugen.
Dafür gibt es von mir 3/5 Schmetterlinge.
 

Sonntag, 26. April 2015

Über uns der Himmel von Kristin Harmel

Allgemeines:
Titel: Über uns der Himmel
Autor/-in: Kristin Harmel
Form: Taschenbuch (426 Seiten)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 9,99 €

Kaufen?

Klappentext:

Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe ...

Die junge Kate Waithman lebt mit ihrem Mann Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude in dem Patrick arbeitet ...

Dreizehn Jahre später fühl sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen unglaublich realen Traum - von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie Nacht für Nacht an ihrer verlorenen Liebe festhält, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ...
 
 
Meinung:
Nachdem ich im Dezember das erste Werk der Autorin namens "Solange am Himmel Sterne stehen" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch und habe dem Erscheinen quasi entgegen gefiebert. Ich fand einfach das die Geschichte sehr interessant klingt und genau dem Stil des ersten Buches entspricht. Es fängt auch direkt sehr tragisch an, denn wie der Klappentext bereits verkündet, startet die Geschichte am 11. September. Dann gibt es einen Zeitsprung und wir befinden uns in Kates neuem Leben. Wo sie bereit ist sich erneut zu öffnen und einen neuen Partner zu akzeptieren. Dieser heißt Dan und ist ein Charakter, der mir leider überhaupt nicht zugesagt hat. Ich mochte ihn von Anfang an nicht, irgendein Gefühl hat mir gesagt, dass der nicht mein Fall ist. Ansonsten gefielen mir die Charaktere eigentlich alle sehr gut. Vor allem Kate war eine sehr außergewöhnliche Person, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat und was mich eigentlich fast immer zum sofortigen Weiterlesen bewegt hat, war der Beruf, den Kate ausübt. Sie ist nämlich Musiktherapeutin und arbeitet mit Kindern zusammen. Das war einfach etwas, was mich sofort in Beschlag genommen hat. Denn wer meinen Blog verfolgt wird vielleicht wissen, dass ich auch selber Musik mache. Vor allem die Szenen in denen sie arbeitet, waren immer etwas ganz Besonderes für mich. Wenn ich wusste, dass sie gerade zur Arbeit fährt, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Ich habe mich dann immer wahnsinnig auf diese Szenen gefreut. Das war wahrscheinlich das Allerschönste für mich an diesem Buch. Denn natürlich zieht sich das quer durch das Buch und dadurch verändert sich auch vieles in Kates Leben, ihr werden die Augen geöffnet. Doch das alles fängt mit den Träumen an, die sie hat. Kate träumt von einem alternativen Leben, in dem Patrick noch lebt. Sie träumt von Sachen, die sie niemals hätte wissen können und wird dazu inspiriert, ein paar neue Wege in ihrem Leben einzugehen. Ich fand die Träume passend, aber sehr verwirrend zu Beginn. Denn man wusste nicht woher sie kamen und was sie auslöste. Durch die Träume kommt alles ins Rollen. Kate verändert ihr Leben und sie selbst entwickelt sich weiter. Diese Entwicklung von Kate war wirklich schön mit anzusehen. Ich fand, dass sie genau das richtige getan hat. Obwohl der 11. September schon dreizehn Jahre her ist, geht es vor allem darum, die Vergangenheit zu verarbeiten. Dieser Prozess dauert das ganze Buch über an, aber es passt einfach alles. Ich war niemals genervt von den Träumen oder Kates Sehnsucht nach Patrick. Natürlich kann ich mich nicht hundertprozentig in sie hineinversetzen, aber ihre Entscheidungen fand ich gut und sie hat genau den richtigen Weg eingeschlagen. Kates Weg gefiel mir einfach richtig gut. Es hat in mir einen Haufen Emotionen geweckt, diesen Weg mit zu verfolgen. Ich war traurig wenn es ihr schlecht ging, ich war enttäuscht, wenn sie enttäuscht war. Doch die meiste Zeit war ich sehr glücklich. Denn obwohl es eigentlich um Patricks Tod und Kates neues Leben geht, habe ich es als sehr positiv in Erinnerung. Denn Kate ist meistens aufgeschlossen und motiviert, etwas zu ändern. Sie ist einfach eine tolle Person und dieses Buch hat mich einfach glücklich gemacht. Eine sehr schöne Geschichte, die ich wirklich bedenkenlos empfehlen kann.
 
Charaktere:
 
Kate: Eine Frau, die leider in der Vergangenheit viel tragisches miterleben musste und nun anfängt, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie versucht endlich, damit abzuschließen und verändert sich selbst auch sehr zum positiven. Ich liebe sie. Kate war alleine schon wegen ihrem Beruf unendlich interessant, das hatte so eine tolle Würze, einfach mal eine Person zu haben, die etwas originelleres beruflich macht. Zudem war sie mir total sympathisch und ich fand einfach alle ihre Entscheidungen gut. Sie hat irgendwann einfach gemacht was sie wollte und aufgehört sich zu rechtfertigen. Ich weiß gar nicht so genau, was ich noch dazu sagen soll. Vermutlich ist jedem klar, wie sehr mich Kate beeindruckt hat. Auf mich hat sie eine total positive und motivierende Ausstrahlung gehabt. Ich liebe sie!
 
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht so genau, ob ich wirklich etwas zu den anderen Charakteren schreiben soll. Denn die Charaktere, die für mich noch eine große Rolle gespielt haben, tauchen alle irgendwann auf und haben einen großen Einfluss auf Kate. Ich möchte sie nicht beschreiben, da ich nicht weiß ob ich in Worte fassen kann, was sie für eine Wirkung auf mich hatten. Sie waren absolut großartig, aber ich habe einfach zu viel Angst zu spoilern und jemandem den Spaß an dem Treffen mit den Charakteren zu nehmen.
 
Zitate:
 
"Ich denke, es liegt einfach in der menschlichen Natur, sich zu wünschen, dass die Leute, die aus unserem Leben verschwunden sind, wiederkommen", erwidert sie seufzend.
Joya (Mutter eines Klienten von Kate)
 

Mein persönlicher Soundtrack:
 
Fazit:
Was kann ich sagen? Ich fand dieses Buch einfach klasse und freue mich schon jetzt wahnsinnig auf das nächste Werk von der Autorin. Kate war einfach eine super Protagonistin und ihr Beruf und die Träume haben dem Buch einfach eine besondere Mischung Magie beigemischt, die es für mich fast unmöglich machte, es weg zu legen. Ich liebe es und meinetwegen könnte die Geschichte noch viel weitergehen.
Dieses Buch bekommt 5/5 Schmetterlinge.
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Freitag, 24. April 2015

Flügelschlag von Jeanine Krock

Allgemeines:
Titel: Flügelschlag
Autor/-in: Jeanine Krock
Form: Taschenbuch (720 Seiten)
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 14,00 €
ISBN: 978-3-453-52707-2

Klappentext:

Als Juna, eine junge Tierärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben für immer. Denn Arian ist nicht nur gefährlich schön, sondern auch ein gefallener Engel - auf die Erde gesandt, um das Verschwinden der Schutzengel aufzuklären. Doch seine Ankunft blieb auch den dunklen Mächten nicht verborgen, und so schwebt Juna plötzlich in höchster Gefahr ...

Das große Epos über die schönsten und geheimnisvollsten Geschöpfe zwischen Himmel und Erde 

Meinung:
Ich glaube, ich hätte das mit dem Romantasy auf dem Buchrücken mehr beachten sollen. Denn das war definitiv ein kleiner Fehler. So fing ich das Buch also an und habe gemerkt, dass ich eigentlich gar keine Lust drauf habe. Die ersten hundertfünfzig Seiten konnten mich absolut nicht packen und ich musste mich wirklich durchquälen, bis mein Interesse geweckt war. Leider waren auch die meisten Charaktere nicht wirklich meins. Mit Juna bin ich leider gar nicht warm geworden. Arian war .. ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Er war okay, aber irgendwie auch nicht mein Typ. Aber Iris und Lucian haben mir dafür super gut gefallen. Wie ja im Untertitel klar wird, geht es hier um Engel. Arian ist en gefallener Engel, genauso wie Lucian. Iris ist Junas Schutzengel und gleichzeitig ihre beste Freundin. Und sie ist ziemlich cool, denn sie ist ganz anders, als man sich einen Schutzengel vorstellen würde. Gepierct und tätowiert hat sie einen ziemlich coolen Eindruck auf mich gemacht. Es hat leider wirklich lange gedauert, bis mich die Geschichte hatte und zwischendurch war leider die ein oder andere langatmige Phase drin. Erst als Lucian aufgetaucht war, fing es an spannend zu werden. Da wurde es wirklich interessant. Er und Iris sind eigentlich auch die einzigen Charaktere, die mich wirklich interessiert haben. Leider konnte mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen. Es fehlte mir einfach an netten Charakteren und spannenden Wendungen. Generell konnte mich das Buch nicht wirklich nicht wirklich emotional mitnehmen. Dafür fehlte mir einfach die Bindungen zu den Hauptcharakteren und das sind nun mal Juna und Arian. Aber was Iris und Lucian angeht, da konnte mich die Geschichte schon packen. Vor allem bei Iris, die ist einfach ein super Charakter gewesen. Was mir leider absolut nicht gefallen hat, war die Zeit die Juna und Arian zusammen verbracht haben. Denn entweder mussten sie die Welt retten, oder sie haben sehr intimen Körperkontakt gehabt. Sehr sehr oft. Das hat mich unglaublich genervt und ich fand das echt nicht prickelnd. Denn die hätten ja auch einfach mal Picknicken gehen können oder so ein bisschen romantische Zeit miteinander verbringen können. Aber nein, sie mussten immer in sehr intimen Körperkontakt treten, statt irgendwas romantisches zu unternehmen. Das fand ich nicht so begeisternd. Alles in allem ist es leider nicht so toll gewesen, wie ich mir erhofft hatte. Der schwere Einstieg hat viel vermasselt und die Charaktere waren nicht der Bringer. Die Geschichte fand ich eigentlich nicht schlecht gemacht. Schutzengel verschwinden urplötzlich und keiner weiß warum. Die Idee gefiel mir, jedoch wurde sie nicht so toll umgesetzt, wie ich gehofft hatte. Ich stieß hier auf eine gute Grundidee, die leider mit minder guten Charakteren gespickt war und deswegen viel von ihrem Charme verloren hat.

Charaktere:

Juna: Eine junge Tierärztin, die eines Tages besuch von einem Engel erhält. Mit Juna bin ich definitiv nicht warm geworden. Sie war mir viel zu ... perfekt. Mal wieder. Sie wurde mal wieder geschildert, wie als wäre sie die schönste Frau der Welt. Zudem war sie unglaublich naiv und leichtgläubig. Mir kam sie sogar teilweise etwas abgebrüht rüber. Leider konnte ich über viele ihrer Entscheidungen nur den Kopf schütteln. Ich mochte sie leider gar nicht und mein Standpunkt ihr gegenüber ist leider recht negativ.

Arian: Ein Engel, der Gefühle hat. Und genau das darf er nicht. Auch Arian war nicht unbedingt mein Fall, jedoch kam ich mit ihm zumindest ein bisschen besser klar als mit Juna. Er verliebt sich quasi auf Anhieb in sie (wie das nun mal so ist). Da er ein Engel ist, ist er natürlich auch perfekt. Aber in Arian konnte ich mich besser hineinversetzen und seine Entscheidungen besser nachvollziehen. Das ist sein großer Pluspunkt.

Lucian: Ein Dämon, der eigentlich auch ein gefallener Engel ist. Hier wird gezeigt, dass Böse nicht unbedingt wirklich böse sein muss. Denn Lucian ist quasi eine Art rettender Anker für Juna. Und (wie in jeder Liebesgeschichte) natürlich das fehlende Stück für die perfekte Dreiecksbeziehung. Lucian war einer meiner beide Lieblingscharaktere und ich freue mich wirklich "Feuerschwingen" zu lesen, da ist er nämlich der männliche Protagonist. Lucian war durch seine Art nicht nur unglaublich sexy (wie das bei Dämonen nun mal so ist -> Roth aus "Dark Elements"), nein, er war auch noch charmant und witzig. Also, ich währe ihm definitiv direkt verfallen.

Fazit:
Ein Roman, dessen Nebencharaktere besser sind als die Hauptcharaktere. Zudem hat der schwere Anfang leider ordentlich Einfluss auf die Bewertung, da ich mich ordentlich zusammen reißen musste, es nicht abzubrechen. Die Spannung kam erst nach hundertfünfzig Seiten auf, was definitiv zu lange ist. Trotzdem war die Idee ganz unterhaltsam und zumindest die Nebencharaktere ganz schön.
Daher bekommt dieses Buch von mir 3,5/5 Schmetterlinge.
 

Mittwoch, 22. April 2015

Heldentage von Sabine Raml

Allgemeines:
Titel: Heldentage
Autor/-in: Sabine Raml
Form: Hardcover (301 Seiten)
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungjahr: 2015
Preis: 14,99 €

Das Leben hat echt einen Knall!

790 Tage, dann ist Lea endlich volljährig! Sie kann es kaum erwarten. Bis dahin steht ihr aber noch ein harter Sommer bevor: Lenny, ihr erster Freund, serviert sie einfach ab. Ihre Mutter versinkt so in ihren eigenen Problemen, dass sie das Haus nicht mehr verlässt. Und Lea selbst? Sie möchte an manchen Tagen einfach nur davonlaufen und nie, nie mehr zurückkommen. Aber in ihrem tiefsten Inneren ist sie eine Heldin und zeigt dem Leben einfach die kalte Schulter, wenn es sein muss ...

Meinung:
Ich habe das Buch mit vollkommen falschen Vorstellungen angefangen. Das ist ein gute Laune Buch voller positiver Energie, dachte ich. Was nur leider nicht so. Stattdessen ist dieses Buch ziemlich niederschmetternd. Allerdings nicht so, dass man auf ewig die Hoffnung verliert. Es geht um Lea und diese hat leider einen Haufen Probleme am Hals. Ihre Mutter trinkt und geht nicht arbeiten. Sie ist nicht wirklich zurechnungsfähig und so muss Lea sich um alles selber kümmern.. Nach der Schule muss sie sich um ihre Mutter und das Haus kümmern und dafür sorgen, dass sie Hilfe vom Staat bekommen, sowie die "Flaschenfreunde" ihrer Mutter besorgen. Alles in allem ein ziemlich trostloses Leben. Aber wie das nun mal so ist, kommt in der Pubertät ja noch viel mehr dazu. Zum Beispiel Jungs wie Lenny. Natürlich gibt es noch ihre beste Freundin Pola, die allerdings auch nicht weiß, wie es bei Lea Zuhause aussieht. Alles in allem kann einem Lea ganz schön leid tun. Sie hat eine tolle Clique und soweit ich mich entsinnen kann, auch keine Probleme in der Schule. Aber Zuhause. Sie zeigt niemandem so wirklich, wie es in ihrem Inneren aussieht und sie erzählt auch niemandem von den Problemen Zuhause. Sie würde gerne so viel tun und so viel erleben, hat aber kein Geld dafür. Stattdessen ist es schon etwas Besonderes, wenn sie sich mal ne Pommes kaufen kann. Sie tat mir echt leid. Ich hätte sie am liebsten einfach umarmt, denn irgendwie ging es ihr Zuhause immer so elend. Sie würde ihrer Mutter gerne so viel an den Kopf werfen, traut sich aber im letzten Moment dann doch nicht. Stattdessen tauschen sie die Rollen und Lea muss sich um ihre Mutter kümmern. Hier wurde mir mal wieder vor Augen geführt, wie schlecht es in manchen Familien einfach aussehen kann. Leas Mutter hat sich so gehen lassen, dass Lea selbst gar nicht richtig leben kann, teilweise. Andererseits verbringt sie viel Zeit mit Freunden in der Natur. Aber auch die Wissen nicht, wie es bei ihr zuhause aussieht. Mich hat das Buch emotional sehr mitnehmen können, auch wenn ich mir etwas anderes erhofft hatte. Lea tat mir so leid. Aber andererseits war ich sehr beeindruckt davon, wie stark sie ist. Dass sie das alles so schafft, sich um ihre Mutter zu kümmern etc. fand ich sehr beeindruckend. Ein starkes Mädchen. Die Geschichte hat mich gut unterhalten und ich mochte es, mit Lea mitzufühlen und mich auch mal mit ihr zusammen zu freuen und auf eine bessere Zeit zu hoffen. Ein sehr schönes Buch, dass ich noch lange nicht vergessen werde.
 
Charaktere:
 
Lea: Ein starkes Mädchen, dass sich nicht unterkriegen lässt. Eigentlich habe ich doch oben schon alles erwähnt. Sie kümmert sich um ihre Mutter, wie diese sich eigentlich um Lea kümmern sollte. Zudem geht es ihr bei alldem nicht gut. Jungsprobleme und dann noch die Situation Zuhause. Ich fand es unglaublich toll, wie Lea sich nicht hat unterkriegen lassen. Und dabei hat sie auch ihre Zweifel und fühlt sich oft unwohl. So vergleicht sie sich zum Beispiel oft mit ihrer besten Freundin Pola und wäre gerne wie diese. Dabei ist Lea so ein tolles Mädchen, dem man eigentlich nur alles gute dieser Welt wünschen möchte. Eine kleine Helding
 
Mein persönlicher Soundtrack:
 
Fazit:
Ein gelungenes Jugendbuch, dass mir gut gefallen hat. Lea boxt sich irgendwie durch ihr Leben und hat mir gezeigt, dass ich echt schätzen sollte, was ich habe. Sie ist so ein starkes Mädchen, so eine tolle Person. Und diese Geschichte ist so schön und traurig zugleich, dass ich sie noch lange nicht vergessen werde.
Diese Geschichte bekommt von mir 4/5 Schmetterlinge.


Montag, 20. April 2015

[Kurzfazit] Was von dir bleibt von Brendan Halpin

Allgemeines:
Titel: Was von dir bleibt
Autor/-in: Brendan Halpin
Form: Broschiert (174 Seiten)
Verlag: Lübbe
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 14,99 €

Klappentext:

Jeder verdient einen Menschen, der ihm die Kostbarkeit des Lebens zeigt

"Und?" Brianna mag es nicht, wenn ihr Vater mit bedeutungsvoller Stimme diese Frage stellt. Damit schneidet er jedes Mal ein Thema an, über das sie lieber nicht reden möchte. Ihre Zukunft zum Beispiel. Denn während ihre Klassenkameraden sich auf den Schulabschluss freuen und sich um Studienplätze bewerben, ist Brianna in der Gegenwart gefangen. Sie leidet an Mukoviszidose, hat den nahenden Tod täglich vor Augen. Und als Mathe-Genie kennt sie sich gut genug mit Statistik aus, um zu wissen, dass es sich nciht lohnt, eine Zukunft zu planen, die sie wahrscheinlich gar nicht haben wird. Erst durch lange Gespräche mit einem ganz besonderen Menschen entdeckt Brianna einen Weg, vor dem Tod das Leben zu finden ...  
Meinung:
Es ist schon etwas her, dass ich dieses Buch gelesen habe, deswegen bekomme ich für eine ganze Rezension einfach nicht mehr genug zusammen. Ich weiß noch, dass es um Brianna ging und ihr Dad sie sehr geliebt hat. Sie ist ein gutes Mädchen, das an Mukoviszidose leidet und dadurch etwas eingeschränkt ist. Ehrlich gesagt ist mir das Buch kaum im Gedächtnis geblieben. Ich weiß das Brianna ein nettes Mädchen war, mit tollen Freundinnen und einem tollen Dad. Zudem ist sie ein absolutes Mathe-Genie und genau das ging einem manchmal einfach unglaublich auf den Keks. Denn irgendwie rechnet sie immer und ständig. Zum Beispiel wie viele Pommes in die Friteuse passen oder so. Das ging mir tatsächlich furchtbar auf den Keks. Aber Bri, wie sie von ihren Freunden genannt wurde war wirklich ein nettes Mädchen. Und das Ende des Buches hat mir wirklich zugesetzt. Ich war echt traurig, obwohl natürlich ein bleibender Eindruck geblieben ist. Zumindest bei den anderen Charakteren. Ich fand das Buch sehr schön für zwischendurch, aber mehr ist es leider auch nicht.
 

Sonntag, 19. April 2015

Liebe per Mausklick - Noch mehr E-Mails für Holly von Holly Denham

Vorsicht! Da dies der 2. und letzte Band einer Reihe ist, könnten eventuell Spoiler enthalten sein.

Allgemeines:
Titel: Liebe per Mausklick
Autor/-in: Holly Denham
Form: Taschenbuch (663 Seiten)
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 8,95 €
ISBN: 978-3-442-47167-6

Klappentext:

Für Holly Denham scheint alles glatt zu laufen. In der Londoner Bank, für die sie arbeitet, ist sie zur Rezeptionsmanagerin aufgestiegen. Uns sie ist mit Toby, ihrem Traummann, liiert. Aber Holly wäre nicht Holly, wenn es nicht plötzlich wieder ziemlich turbulent in ihrem Leben zugehen würde. In ihrem Posteingang finden sich bald neue Skandalnachrichten, Hiobsbotschaften und ominöse anonyme E-Mails. Und auch Toby verhält sich mit einem Mal merkwürdig, sodass Holly glaubt, er verheimliche ihr etwas. Aber bald hat auch sie selbst ein süßes kleines Geheimnis vor ihm ...

Meinung:
Nachdem mir der erste Band total gut gefallen hat, habe ich mich megamäßig auf diesen Band gefreut. Und es war auch nicht schlecht. Nur kommt es einfach nicht an den ersten Band ran. Ich kam wieder mega schnell rein und hab mich total gefreut, all die Charaktere wiederzusehen. Vor allem Trisha gefiel mir einfach wieder total gut. Auch Holly selbst hat sich weiter entwickelt, auch wenn man das nicht unbedingt zu Beginn annehmen würde. Denn leider haben sich sowohl sie als auch Toby nicht unbedingt vorbildlich verhalten. Da gab es leider zu viele Missverständnisse. Zudem hat Toby mir einfach vom Verhalten her nicht wirklich gut gefallen. Dafür konnte Holly einem fast leid tun. Dahingehend entwickelt sich auch die Geschichte. Man erfährt viel mehr von der Beziehung der beiden und das ist eigentlich auch der Hauptpunkt der Geschichte. Um mehr geht es eigentlich kaum. Natürlich gibt es ein paar Nebengeschichten, aber an diese kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern. Was mir an Band eins so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass dieses Buch mit so viel Charme und Witz geschrieben wurde, dass ich ständig schmunzeln und mitunter sogar laut loslachen musste. Und das sehr oft. Es war einfach so locker und frisch geschrieben, dass ich total begeistert von dem Buch war. Leider hat mir das hier etwas gefehlt. Es war immer noch witzig und charmant geschrieben, aber der Witz in diesem Buch war leider etwas abgeflaut. Zwar war es tatsächlich immer noch gut, jedoch einfach nicht mehr so gut wie der erste Band. Das Ende des Buches war etwas ... plötzlich. Zwar war es in sich logisch, aber irgendwie kam es aus dem Nichts. Wobei die Wendungen die das Buch einschlägt, doch recht unvorhersehbar und interessant waren. Ein großer Pluspunkt der Geschichte sind aber auch einfach die Charaktere. Denn diese sind einfach so toll geschrieben, dass ich einfach mitfühlen musste. Die verschiedenen Charaktere sind einfach super authentisch und so facettenreich, dass man sie einfach gern haben muss. Holly, Trisha, Jason ... bis auf Toby und diverse andere intrigante Leute, fand ich die Charaktere alle klasse. Leider ist "Liebe per Mausklick" nicht so gut wie sein Vorgänger, aber immer noch sehr lesenswert. Die Geschichte um Holly ist halt einfach nicht so eine 0815 Chicklit Geschichte. Denn normalerweise ist Chicklit nicht mein Fall, diese Dilogie konnte mich aber total begeistern. Sie ist halt nicht wie jedes andere Chicklit-Buch. Zudem ist es ja vollkommen aus E-Mails geschrieben, was dem ganzen nochmal etwas mehr Charme verleiht.

 Charaktere:

Holly: Eine junge Frau, die gerade davor steht, ihrem Leben das i-Tüpfelchen zu verpassen. Sie hat einen tollen Freund und steht kurz vor einer Beförderung. Es könnte gerade nicht besser laufen. Doch wie das nun mal so ist, kommt eine Katastrophe nach der anderen. Holly ist eine tolle junge Frau, voller positiver Energie. Allerdings geht es ihr nicht immer nur gut. Doch sie steht immer wieder auf und versucht das beste draus zu machen. Holly ist einfach eine tolle Frau, die mit ihrem Humor und durch ihre Tollpatschigkeit in so manch komische Situationen gerät.

Toby: Hollys Freund, der langsam anfängt, Geheimnisse vor ihr zu haben. Ich muss gestehen, dass ich Toby etwas fragwürdig fand. Ich wurde mit ihm nicht warm und fand teilweise, dass er Holly einfach nicht verdient hat. Auf mich kam Toby einfach etwas seltsam vor und er hat Holly auch nicht sonderlich gut behandelt, sondern sie ständig irgendwie abgewimmelt. Toby war definitiv nicht mein Fall und ich würde mir wünschen, dass er Holly etwas besser behandelt hätte.

Trisha: Hollys Arbeitskollegin, die mein absoluter Lieblingscharakter hier war. Sie ist so ein wenig eine Mutterfigur, da sie viel älter ist als Holly. Zugleich ist sie aber furchtbar Badass, was ich richtig cool fand. Trisha weiß genau, was man an ihr hat und an Selbstbewusstsein mangelt es ihr nicht. Aber arrogant ist sie auch nicht. Sie ist einfach eine tolle Frau, die wirklich viel von ihrem Charme in das Buch einbringt.

Fazit:
Schwächer als der Vorgänger, aber trotzdem sehr unterhaltsam wird hier die Geschichte rund um Holly weitererzählt. Ich mag einfach E-Mail Bücher, deswegen hat das Buch bei mir auch relativ gut eingeschlagen. Die Charaktere sind einfach toll und ich würde mir fast noch einen dritten Teil wünschen.
Für dieses Buch vergebe ich 4/5 Schmetterlinge.

Samstag, 18. April 2015

Neuzugänge - Es werden weniger

Hallo ihr Lieben,
 
heute gibt es meine Neuzugänge für euch. Dieses Mal sind nur zwei Bücher bei mir eingezogen. Ich bin fast stolz auf mich :D
 
Momo von Michael Ende.
Dieses Buch war ein reiner Spontankauf. Ich wollte es unbedingt in dieser Jubiläumsausgabe haben und war mir nicht sicher, ob es die noch gibt. Als ich es dann gesehen habe, musste es einfach mit.
 
Der Feuerstein von Rae Carson.
Dieses Buch habe ich als Reziexemplar über das neue Bloggerportal erhalten. Ich wollte einfach mal ausprobieren, ob man auch ältere Exemplare anfragen darf. Denn als ich dieses Buch gesehen habe, wollte ich es unbedingt haben. Es spricht mich einfach total an.
 
Das wars auch schon wieder. Mein SuB ist gerade am schrumpfen, was mir ziemlich gut tut :)
 
Und was ist bei euch so neu eingezogen?
 
Liebe Grüße
Linda


Freitag, 17. April 2015

Schön - Helenas größter Wunsch von Jana Frey

Allgemeines:
Titel: Schön - Helenas größter Wunsch
Autor/-in: Jana Frey
Form: Taschenbuch (184 Seiten)
Verlag: Fischer
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 6,95 €

Klappentext:

Was ist eine schöne Nase wert?

Für Helena steht fest: Sie hat kein Glück gehabt, als die Gene verteilt wurden. Warum musste sie ausgerechnet das hässliche Kinn von ihrem Vater erben? Und wer braucht schon eine Himmelfahrtsnase? Sie jedenfalls nicht. Helena mag sich selbst nicht mehr anschauen. Soll sie sich unters Messer wagen? 

Meinung:
Ich war relativ skeptisch gegenüber diesem Buch, da ich bereits zwei Bücher der Autorin gelesen habe und mir diese nicht ganz so gut gefallen haben. Wie hat mir also dieses Buch gefallen? Ganz einfach: Ich fand es furchtbar. Es geht also um Helena und Helena findet sich nicht hübsch. Das ist alles worum es in dem Buch theoretisch geht. Natürlich gibt es noch ein paar andere Punkte, wie zum Beispiel Helenas Familienstand und ihre Umgebung. Aber am allermeisten geht es tatsächlich um Helenas Aussehen. Helena hat eine neue Klassenkameradin aus den USA und diese hat sich mal unters Messer gelegt. Deswegen kommt auch Helena auf die Idee, sich operieren zu lassen. Sie redet mit ihren Eltern über die Idee und spart ihr Geld. Erster negativ Punkt: Helenas Eltern sagen einfach zu. Ja, sie kann sich operieren lassen. In der Pubertät haben wir alle Probleme mit uns selbst. Und auch ich habe Probleme mit meinem Äußeren, aber ich käme nie auf die Idee, mich operieren zu lassen. Helenas Eltern versuchen nicht einmal, ihre Tochter umzustimmen. Ich hätte mir echt gewünscht, dass die etwas mehr ausflippen. Sie fragen kurz nach und geben dann ihre Zustimmung. So rein nach dem Motto "Wenns unbedingt sein muss". Hallo? In der Pubertät kommt man auf einen Haufen dummer Ideen und die Eltern treiben einem diese meistens aus. Tut mir leid, wenn ich da mit einer komischen Einstellung rangehe, aber ich denke nun mal, das Eltern in der Hinsicht auf ihre Kinder aufpassen und ihnen eine Alternative weisen müssen. Auch wenn es schwer ist. Es gab Situationen, da konnte ich Helenas Sicht auf die Dinge wirklich nachvollziehen. Da konnte ich sie echt verstehen und mich gut in sie hineinversetzen. Aber andererseits habe ich mich oft gefragt, wie sie so oberflächlich sein kann. So beurteilt sie zum Beispiel den Bruder einer Freundin komplett nach dem Äußeren und hat deswegen direkt ein schlechteres Bild von ihm. Das Ende der Geschichte habe ich wirklich nicht verstanden. Helena fasst einen Entschluss und ich frage mich: Woher und wieso auf einmal? Das konnte ich absolut begreifen. Das ganze Buch lang geht es um ein Thema und als sie fast am Ziel ist, entscheidet sie sich doch dagegen. Woher dieser Geistesblitz? "Ach, ich hab doch keine Lust mehr darauf." Einfach so aus dem Nichts heraus. Das konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Mich hat dieses Buch echt frustriert zurück gelassen. Ich denke mir bei solchen Themen immer: Wo ist die Moral, die Lehre die jungen Mädchen, die dieses Buch vielleicht lesen etwas mit auf den Weg gibt? Hier gab es keine. Es war mehr so nach dem Motto: "Ja, wenn du Lust hast dann leg dich unters Messer und wenn nicht, dann nicht." Das habe ich absolut nicht verstanden und das hat mich furchtbar frustriert, das die Geschichte so zu Ende ging.

Charaktere:

Helena: Ein junges Mädchen, dass Minderwertigkeitskomplexe hat und mit sich selbst nicht zufrieden ist. Und um daran etwas zu ändern, will sie sich unbedingt unters Messer legen. Wunderbar. Obwohl ich selber unter solchen Komplexen leide, ist mir sowas blödes nie in den Sinn gekommen. Ich konnte nachvollziehen, dass sich Helena nicht wohl in ihrer Haut fühlt. Aber deswegen lege ich mich doch nicht unters Messer. Klar, dieser Druck dem Schönheitsideal gerecht zu werden ist echt schlimm, aber jeder ist mal mit sich unzufrieden. Deswegen brauch nicht jeder gleich einen künstlichen Eingriff. Es gibt so viele Alternativen, die man erst einmal ausprobieren kann. Vor allem die Eltern konnte ich hier absolut nicht verstehen. Helena wirkte an sich eigentlich ganz nett, teilweise auch etwas schüchtern. Aber irgendwie bin ich mit ihr absolut nicht warm geworden. Wahrscheinlich lag es genau an dieser ganzen OP Sache.

Fazit:
Ich weiß nicht, was ich von den Büchern der Autorin halten soll. Das hier war das dritte und es hat mir leider nicht wirklich gefallen. Eigentlich gar nicht. Ein gutes Beispiel für junge Mädchen war das hier meiner Meinung nach leider nicht. Ich konnte Helenas Entschluss am Ende einfach nicht nachvollziehen. Stattdessen habe ich mich in großen Stücken über dieses Buch aufregen können. Darüber mag jetzt jeder denken, was er will.
Für dieses Buch gibt es 2/5 Schmetterlinge.
 

Donnerstag, 16. April 2015

[Reihenrezension]Die Auserwählten von James Dashner

Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 492 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …

Ich habe den ersten Teil bereits einmal gelesen und muss deswegen direkt zu Beginn sagen, dass dadurch viel an Atmosphäre verloren ging. Denn dieses geheimnisvolle fehlte einfach. Im ersten Teil wusste man rein gar nichts. Es wurden einem keine Einblicke oder sonstiges gewährt, nur das was Thomas auch selbst erfahren hat. Und wenn man das Buch dann noch einmal liest, geht einfach diese Atmosphäre verloren. Trotzdem war es sehr spannend und teilweise hat mein Herz wirklich wie bekloppt geklopft, als ich wusste, das es auf das Ende zugeht.  Es hat mich sehr berühren können, denn es gab wirklich einige Stellen, vor allem am Ende, die mich sehr mitgenommen haben. Jedoch nur bei bestimmten Charakteren. Nicht alle sind mir ans Herz gewachsen, einige waren mir einfach egal. Auch wenn diesen vielleicht etwas schlimmes zustieß, so hat mich das in keiner Art und Weise mitgenommen. Das ging tatsächlich nur bei Charakteren wie Thomas oder Newt.  Newt ist sowieso mein absoluter Lieblingscharakter. Die Charaktere waren eigentlich fast alle sympathisch. Eine Ausnahme ist natürlich Gally, der Thomas von Anfang an sehr skeptisch gegenübertritt. Auch Alby fand ich nicht so toll, vielleicht bin ich einfach vom Film verwöhnt worden. Generell finde ich, dass die Charaktere alle zu nett sind im Film. Was einen großen Pluspunkt der Geschichte darstellt ist die unglaubliche Spannung. Zwar ist diese durch das erneute Lesen auch nicht mehr so stark wie beim ersten Mal, aber wann ist das denn schon der Fall. Dieses geheimnisvolle Geflecht rund um das Labyrinth und die Griewer hebt die Spannung stark, obwohl ich wusste, was passiert. Zugleich ist es unglaublich interessant zu erleben, wie die Charaktere alles herausfinden und sich weiterentwickeln. Wie sie über den eigenen Schatten springen und um jeden Preis überleben wollen. Auch wenn es mich emotional doch irgendwie mitgerissen hat, so nur im Inneren. Ich musste nicht weinen oder schmunzeln. Ich hatte mir dieses Mal auch etwas mehr erwartet. Denn ich war megamäßig im Fieber. Ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Habe mir ständig Videos vom Film Cast angesehen und gedacht, dass es alleine deswegen fünf Schmetterlinge bekommen müsste. Aber irgendwie war es nicht so toll, wie ich mir erhoffte. Es war gut, keine Frage, aber halt kein 5 Schmetterlinge Buch.

Vorsicht! Da dies der zweite Band der Reihe ist, könnten eventuell Spoiler enthalten sein.

Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - In der Brandwüste
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 482 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit - doch dazu ist Thomas nicht
bereit!
 
Das hier ist wohl mein Lieblingsband der Trilogie. Dabei sah es am Anfang überhaupt nicht danach aus. Wahrscheinlich lag es am Vorband, aber ich hatte totale Probleme damit, mich für dieses Buch zu begeistern. Die ersten hundert bis hundertfünfzig Seiten habe ich mich richtig durchgequält und gefühlt alle zehn Seiten das Buch wieder zur Seite gelegt. Der erste Band ging so spannend zu Ende, dass der Anfang vom zweiten eine richtige Flaute ausgelöst hat. Es hat mich einfach nicht interessiert irgendwie. Doch als die anfänglichen Schwierigkeiten bereinigt waren, wurde es richtig gut und wieder megaspannend. Es tauchen zwei neue Charaktere auf, denen ich erst einmal skeptisch gegenüberstand. Jorge und Brenda. Jorge konnte ich am Anfang gar nicht leiden, der war so das Alphamännchen, der über Leichen ging. Von Brenda wusste ich bereits, dass sie eine entscheidende Rolle einnehmen würde. Denn wie es so üblich ist bei Jugendbüchern, muss es ja unbedingt eine Dreiecksbeziehung geben. Wobei ich tatsächlich Pro Brenda bin, da Theresa in diesem Band einfach richtigen Mist gebaut hat, den ich ihr nicht verzeihen konnte. Dabei mochte ich ihre Art im ersten Band richtig gerne. In diesem Band geht es tatsächlich raus in die Welt und man sieht, wie diese sich verändert hat. Und das gefällt garantiert niemandem. Das Wetter und die Umgebung stellten teilweise richtige Bedrohungen für die Jungs dar und sie müssen sich echt gegen alles wappnen. Das hat sehr für Spannung gesorgt, vor allem da immer mehr von ihnen sterben. Ich hatte immer Angst, dass es meine Lieblinge erwischt. Zudem stellen auch die vom Brand infizierten Personen eine echte Gefahr dar: Die sogenannten Cranks. Der Virus frisst sich ja quasi durch das Gehirn und das hat man hier tatsächlich an ein paar Beispielen sehen können. Die konnten einem echt Angst einjagen. Es war schön zu sehen, dass die Charaktere sich weiterentwickeln, gleichzeitig haben sie aber mitunter immer mehr von sich selbst verloren. Man weiß nicht so ganz, was ANGST ausheckt, aber so geheimnisvoll wie im ersten Band wirkte es hier nicht. Immerhin weiß man jetzt, was genau dahintersteckt und den Jungs die Erinnerungen genommen hat. Eigentlich ist das hier ein super zweiter Band, der bis auf den schweren Einstieg wirklich klasse war. Tatsächlich war es irgendwann so spannend, dass ich es kaum weglegen konnte. Ich habe bestimmt dreihundert Seiten an einem Tag gelesen (das ist für meine Verhältnisse richtig viel). Selbst wenn ich gewollt hätte, ich hätte es nicht weglegen können. Wäre der Anfang nicht gewesen, hätte ich ihm bestimmt die volle Punktzahl gegeben.

Vorsicht! Da dies der dritte Band der Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.



Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - In der Todeszone
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 523 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Statt der versprochenen Freiheit steht Thomas die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Deshalb müssen er und seine Freunde so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden.

Der letzte Teil, der die Geschichte zu Ende bringen soll. Ich war furchtbar gespannt, welches Ende sich der Autor ausgedacht hat und hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man hier zu einer Lösung komme sollte. Der Anfang war schon sehr spannend und ich kam dieses Mal überraschend schnell rein. ANGST ist hier quasi eine ständige Gefahr und Thomas und seine Freunde müssen zusehen, dass sie nicht wieder gefangen werden. In diesem Band klären sich eigentlich die meisten der Fragen auf. Wenn man die Schuber-Edition hat, findet man hinten drin noch die Geheimakten, wo dann noch ein wenig zusätzliches Wissen auftaucht. Die Charaktere haben sich wieder weiterentwickelt, jedoch fand ich, dass sie sehr viel "herzloser" geworden sind. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass sie über Leichen gehen würden, um ANGST zu entkommen. Teilweise. Es gab auf jeden Fall eine Entwicklung, die mir überhaupt nicht gefällt, was einen bestimmten Charakter angeht. Da musste ich dann auch am Ende richtig weinen. Natürlich sterben weiterhin Charaktere. Darunter einer, der mir echt wichtig war und einer der auf den letzten Seiten erst starb und der mich absolut nicht berührt hat. Dieser Tod hat mich einfach kalt gelassen, mich nicht wirklich gekümmert. Ich muss auch wirklich sagen, dass mich dieser Band nicht so berühren und mitreißen konnte wie die anderen. Die Spannung war da, aber es war viel weniger als noch im zweiten Teil. Mir ist hier irgendwie zu wenig spannendes passiert. Ich weiß gar nicht wieso, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die ganzen Vorbereitungen etc. sehr ziehen und es nicht wirklich zur Sache ging. Das Ende war sehr überraschend. Es war zwar logisch und theoretisch gut nachvollziehbar, aber es kam irgendwie so aus dem Nichts. Auf mich hatte es nicht diesen "ist lange geplant, aber wirkt nicht so" Effekt. Es kam irgendwie urplötzlich und ich weiß nicht, was ich von diesem Ende halten soll. Auf der einen Seite gefällt es mir so, da es schon irgendwie schlüssig ist und eigentlich keine Fragen offen lässt. Auf der anderen Seite hätte ich mir etwas anderes erhofft und vor allem auf eine Hoffnung für die ganze Menschheit gebaut. Auf mich wirkte dieser Band tatsächlich etwas schwächer als die Vorgänger. Ich weiß halt nicht, was ich von dem Ende halten soll und das einer von den für mich wichtigen Charakteren gestorben ist. Das hat mich so traurig gemacht. Einen Pluspunkt muss ich noch erwähnen. Und zwar kehrt irgendwie alles zu den Wurzeln zurück und das hat mir sehr gut gefallen. Das verstehen allerdings nur die, die die Bücher auch gelesen haben. Trotzdem ist es etwas schwächer als die anderen Bücher. Trotzdem bin ich schon traurig, dass es jetzt endgültig vorbei ist und sich das ganze Geheimnis um die Auserwählten nun gelüftet hat. Ich hab die Charaktere halt echt lieb gewonnen.


 


Mittwoch, 15. April 2015

Sternschnuppenstunden von Rachel McIntyre

Allgemeines:
Titel: Sternschnuppenstunden
Autor/-in: Rachel McIntyre
Form: Hardcover (301 Seiten)
Verlag: Magellan
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 16,95 €

Klappentext:

Ganz ehrlich:
Manchmal wäre er doch ganz praktisch, dieser Ritter in strahlender Rüstung, der mit seinem weißen Ross um die Ecke kommt, wenn es mal wieder brenzlig wird.
Bei mir hätte der Kerl jedenfalls täglich Gelegenheit, sich nützlich zu machen, so oft, wie Molly mit ihren Lästerschwestern auflauert. Aber wer hätte gedacht, dass der Ritter in Gestalt meins Englischlehrers bei mir auftaucht? Gut, das Pferd hatte er nicht dabei, aber Mollys dämliches Gesicht werde ich nie vergessen, als er mir zugelächelt hat. Mir, Lara, Königin der Unberührbaren! Danke, Mr Jagger! Hätte nie geglaubt, dass ich das mal sage: Ich freue mich richtig auf die Schule morgen ...

Meinung:
Ich muss direkt zu Beginn sagen, dass ich mir eine richtig gute und fesselnde Geschichte von dem Buch versprochen habe. Bevor ich mit dem Buch anfing, habe ich mir die Bewertungen bei Thalia oberflächlich durchgelesen und war von den positiven Rückmeldungen sehr überrascht und meine Neugier war geweckt. Deswegen habe ich dieses Buch auch noch vor die Reziexemplare geschoben, die ich noch hier habe. Die ersten 150 Seiten waren auch direkt gelesen. Ich wusste, dass es hier um Mobbing geht. Und ich wusste auch, dass Laras Familie gerade nicht so einen leichten Stand hat. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm werden würde. Was Lara alles durch ihre Mitschülerinnen durchmachen muss ... das kann ich nicht in Worte fassen. Es ist unglaublich, wie grausam Menschen sein können, nur weil sie denken, sie seien etwas Besseres. Denn natürlich kommen die Mobber aus reichem Haus. Das hier in dem Buch ist kein einfaches Mobbing mehr. Es geht noch viel weiter. Da werden Bilder gemacht, wie Lara auf dem Klo sitzt oder Videos online gestellt, in denen ihr die Jungs, die sich den Mädchen anschließen, nach und nach ins Gesicht spucken. Und das ist nicht mal ein Viertel von dem was sie der armen Lara antun. Sie kann einem wirklich nur leid tun, denn sie ist wirklich ganz allein. Ihrer Familie erzählt sie nichts und Freunde ... hat sie leider keine. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit ihr und es gab tatsächlich eine Situation, in der ich fast angefangen hätte zu weinen, weil sie mir so furchtbar leid tat. Aber das ist leider auch alles. Mehr als Mitleid gab es leider nicht. Ich wollte unbedingt wissen, wie und ob Lara sich zur Wehr setzt und deswegen ging es am Anfang auch so schnell und die Seiten flogen so dahin. Aber irgendwann kam ein Punkt, da hat mich dieses Buch und die furchtbare Geschichte so niedergedrückt, das ich mich richtig dazu zwingen musste, weiterzulesen. Ich wollte einfach nicht mehr sehen müssen, wie Lara leidet und wie ihr einfach niemand hilft. Nicht einmal Ben. Ben ist ihr Lehrer und wegen eines Projekts verbringt er etwas mehr Zeit mit ihr. Er merkt auch, dass da etwas nicht stimmt, denkt aber, dass es reicht, sich die Mobber einmal zur Brust zu nehmen. Stattdessen wird danach alles noch viel schlimmer. Es hat mich teilweise stark gewundert, wie naiv er daran ging und Lara quasi sich selbst überlassen hat. Ich konnte zu beiden nicht die Bindung aufbauen, die ich mir erhofft hatte. Außer Mitleid konnte ich nichts für Lara empfinden und Ben fand ich teilweise verantwortungslos. Mich hat es fast ein wenig wütend gemacht, was er zugelassen hat (und das meine ich nicht im Sinne des Mobbings). Ben scheint Laras einziger Verbündeter zu sein und da ist es eigentlich klar, dass sie sich ein wenig in ihn verknallt. Und Ben lässt das zu und steuert nicht dagegen. In mir konnte das Buch nicht die Gefühle wecken, die ich mir gewünscht habe. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit Lara, aber andererseits konnte ich teilweise nur die Haare raufen, bei dem was vor allem auf den letzten Seiten alles passiert ist. Tut mir leid, da konnte ich Bens Handlungsweise nicht verstehen. Über Laras Verhalten möchte ich an der Stelle nicht urteilen, immerhin ging es mir nie so schlecht wie ihr. Aber Ben war sehr verantwortungslos und ein Charakter, dem ich leider sehr zwiegespalten gegenüberstehe. Ich weiß leider auch absolut nicht, was ich von dem Buch halten soll. Es ist einfach so niederschmetternd, dass ich mich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen würde.

Charaktere:

Lara: Ein 15-jähriges Mädchen, dass leider unglaublich viel durchmachen muss. Lara kann einem einfach nur leid tun. Sie wird von ihren Mitschülern furchtbar gemobbt und es steht ihr absolut niemand zur Seite. Auch Zuhause kann sie keine Hilfe erwarten, denn die Eltern sind viel zu sehr mit anderen Problemen beschäftigt, als das Lara sie damit auch noch belasten würde. Tatsächlich denkt Lara zuerst immer an ihre Familie. Deswegen kann sie auch niemandem etwas sagen, denn Molly droht ihr. Mit was möchte ich hier nicht verraten. Lara nimmt die Situation ihrer Familie sehr mit und sie fühlt sich schuldig. Es scheint, wie als würde sie an allem Schuld sein. Sie ist ein sehr schlaues Mädchen, eine richtige Musterschülerin. Doch sehr selbstbewusst ist sie nicht. Wie denn auch, wenn sie von ihren Mitschülerinnen immer zu hören bekommt, was für eine Loserin sie sei. Zudem wurde sie auch noch von ihrer einstigen besten Sandkastenfreundin verraten. Sie wird einfach überall angemotzt und runtergemacht und kann einem nur leid tun. Dabei ist sie ein echt liebes Mädchen, dass mir recht gut gefallen hat.

Ben: Laras Lehrer, der ungefähr 23 sein müsste. Er tritt dann in Laras Leben, als sie es am meisten braucht und er versucht ihr aus der Situation heraus zu helfen. Auch wenn er am Anfang naiv genug ist zu glauben, dass er Molly durch ein Gespräch zum aufhören bewegen könnte. Er ist ... ein wenig eigenartig. Zumindest kam er für mich so rüber. Denn er steuert einfach nicht dagegen, er versucht nicht Lara den Wind aus den Segeln zu nehmen, als sie sich in ihn verknallt. Stattdessen macht er ihr noch Hoffnungen. Ich fand Bens Verhalten nicht korrekt. Es war verantwortungslos von ihm, Lara so nah an sich ran zu lassen. Er hätte ihr klare Ansagen müssen und ihr vor allem mehr zeigen soll, das er als ihr Lehrer da ist, wenn es Probleme gibt. Ich bin sehr zwiegespalten, wenn es um ihn geht.

Molly: Die reiche und verzogene Anführerin der Schule. So zumindest wirkt es auf einen (also mit der Anführerin). Ich könnte sie vierteilen. Das verzogene Gör/Flittchen(sorry) wie es im Buche steht. Außer einer großen Oberweite und einer gefälschten Bräune hat die nichts zu bieten. Und weil sie reiche Eltern hat, hat sie natürlich das Recht Lara so zu tyrannisieren. Tut mir leid, die ist so hohl, da ist jede Hoffnung verloren. Sie ist immer die gute und Lara immer die böse. Zum kotzen das Mädchen, ehrlich jetzt.

Fazit:
Ich kann nicht sagen, dass mich dieses Buch gut unterhalten hat. Das möchte ich einfach so nicht sagen, es hört sich falsch an für mich. Aber außer einer unglaublichen Tragödie und sehr viel Mitleid verbinde ich nichts mit diesem Buch. Ich hatte wirklich Angst beim Lesen, dass es noch schlimmer werden würde und wollte gar nicht mehr weiterlesen. Die Autorin konnte hier die grausamsten Schüler erschaffen, die ich je in einem Buch erlebt habe. Ich muss wirklich sagen, dass es von mir hier keine Empfehlung gibt. Reinen Gewissens kann ich einfach niemandem dieses Buch nahelegen. Es war quasi eine Qual, es lesen zu müssen. Es tat einfach in der Seele weh, dass Menschen so grausam sein können und das Lara so leiden musste.
Ich möchte dieses Buch nicht bewerten. Es war so schlimm für mich, dass ich das Gefühl habe, nicht ordentlich darüber urteilen zu können und das hat dieses Buch nicht verdient. Das Recht über das im Buch passierte in Form einer Bewertung zu urteilen, möchte ich mir einfach nicht rausnehmen.


Samstag, 11. April 2015

Neuzugänge April 2015

Hallo Ihr Lieben,
 
heute möchte ich euch meine neuen Schätzchen zeigen ;) Dieses Mal sind es zum Glück nicht so viele.
Über uns der Himmel von Kristin Harmel.
Dieses Buch ist ein RE, dass ich von Blanvalet bekommen habe. Das erste Buch der Autorin hat mir ja total gut gefallen und jetzt bin ich gespannt, wie dieses werden wird.
 
Dreams 'n' Whispers von Kiersten White.
Dieses Buch ist ein LE, dass ich gegen Porto geschenkt bekommen habe. Leider habe ich zu spät mitbekommen, dass es der 2. Teil einer Reihe ist.

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen und Sternenfeuer - Vertraue niemandem von Amy Kathleen Ryan.
Die beiden Bücher habe ich ebenfalls gegen Porto getauscht und ich bin sehr gespannt darauf, wie sie werden. Weiß eigentlich jemand, wann der dritte Teil erscheint, oder ob er überhaupt erscheint?
Krähenmädchen von Erik Axl Sund.
Dieses Buch wollte ich schon relativ lange haben und jetzt gab es das von meiner Mama zu Ostern. Darüber freue ich mich natürlich wahnsinnig.

Mystery Thriller Doppelband.
Dieses Buch lag jetzt mehrere Monate noch verpackt bei uns rum, da habe ich es an mich genommen. Eigentlich gehört es meiner Schwester, aber sie bekam es 2013 und es war immer noch im Postumschlag. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache.
Alice, wie Daniel sie sah von Sarah Butler.
Dieses Buch fand ich in einer Mängelexemplar Buchhandlung und als ich es sah, musste ich es einfach haben. Ich bin so neugierig auf die Geschichte.

Du oder der Rest der Welt von Simon Elkeles.
Dieses Buch gab es ebenfalls in der Buchhandlung und da es mir noch gefehlt hat, musste ich einfach zugreifen. Jetzt kann ich endlich weiterlesen.

 
Was durfte denn bei euch so Neues einziehen? Lasst es mich bitte wissen, ich bin gerade so neugierig darauf. :)
 
Ganz liebe Grüße
Linda

Dienstag, 7. April 2015

Nightmares - Die Schrecken der Nacht von Jason Segel und Kirsten Miller

Allgemeines:
Titel: Nightmares - Die Schrecken der Nacht
Autor/-in: Jason Segel und Kirsten Miller
Form: Hardcover (377 Seiten)
Verlag: Dressler
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 17,99 €

Klappentext:

Schlafe, Charlie, schlaf nicht ein.
Im Traum wird es noch schlimmer sein ...

Kalter Kaffee, Unmengen Wasser, Klebeband zum Augenaufhalten: Der zwölfjährige Charlie versucht alles, um bloß nciht einzuschlafen. Seit er in der Villa seiner neuen Stiefmutter lebt, wird er Nacht für Nacht von absolut gruseligen Albträumen heimgesucht. Aber warum wirken die Monster und Ungeheuer so viel echter als andere Träume? Und was passiert, wenn die Albträume tatsächlich zum Leben erwachen? Charlie muss sich etwas einfallen lassen, wenn er jemals wieder ruhig schlafen will.

Meinung:
Ich war ziemlich gespannt auf dieses Buch, denn ich habe viel Gutes gehört und konnte mir nicht so richtig vorstellen, wie das Thema verpackt wird. In die "Silber" Richtung schlägt es auf jeden Fall nicht. Zu Beginn hat sich das Buch minimal gezogen, ich fand den Anfang einfach nicht interessant um ehrlich zu sein. Doch dann wurde es besser und ich wollte immer mehr wissen wie es weitergeht. Charlie ist ein sympathischer Charakter, der mit seiner Stiefmutter nicht so gut klarkommt. Er wird von Albträumen geplagt und nach und nach wird immer mehr bekannt, weshalb. Wobei man bis zum Schluss nicht so richtig durchblickt, wieso Charlie nun tatsächlich so gequält wird. Seine Albträume werden immer realistischer und natürlich steht seine Stiefmutter in Verdacht. Irgendwann tritt Charlie in die sogenannte "Anderwelt" über und sieht sich mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Doch er ist nicht allein. Seine besten Freunde Rocco, Paige und Alfie haben ebenfalls Albträume und so versuchen die vier die Aufgaben gemeinsam zu lösen. Von Anfang an weiß man eigentlich worauf es hinausläuft. Nämlich darauf, dass man sich seinen Ängsten stellen muss. Das fand ich hier sehr schön umschrieben und wie die Kinder versucht haben, dies zu tun hat mich manchmal sehr gerührt. Wie die vier zusammengehalten und sich gegenseitig den Rücken gedeckt haben fand ich wirklich sehr schön. Besonders gefallen haben mir die sogenannten "Nachtmahre", die in den Albträumen der Kinder auftauchen. Allerdings sind diese nicht unbedingt böse. Das ganze könnte man dahingehend etwas mit dem Film "Die Monster AG" vergleichen. So taucht hier die eigentlich allen bekannte Medusa auf. Nur ist sie überhaupt nicht furchteinflößend oder böse, sondern eine liebevolle Mutter die versucht den Kindern zu helfen. Mein Lieblingscharakter war aber der Clown Dabney. Er gefiel mir von allen einfach am besten. Die Geschichte und die Botschaft die dahintersteckte sind wirklich sehr schön und lassen die Albträume doch in einem anderen Licht erscheinen. Es war auch spannend und etwas gruselig, allerdings nicht zu sehr. Vor allem konnte man sich mit jedem der Kinder identifizieren. Paige zum Beispiel hat Angst vor der Dunkelheit und Alfie hat Angst sich zu blamieren. Diese allgemein gehaltenen Sachen fand ich sehr schön. Nach dem Übertritt in die Anderwelt konnte ich das Buch kaum noch weglegen und ich habe mir echte Sorgen um die vier gemacht. Ein tolles Kinderbuch, das ich wirklich empfehlen kann.
 
Charaktere:
 
Charlie: Ein misstrauischer Junge, der von schlimmen Albträumen befallen wird. Er ist ein mutiger Junge, der Angst hat, seine Familie zu verlieren und alles tun würde um das zu verhindern. Mir hat Charlie recht gut gefallen. Ich konnte zwar nicht immer sein Verhalten nachvollziehen, jedoch konnte ich ihn zumindest meistens verstehen. Charlie ist wirklich ein guter Protagonist für dieses Buch, denn er lässt seine Freunde nicht im Stich und stärkt ihnen den Rücken. Er ist ein guter Junge.

Alfie: Ein sehr schlauer Junge, der leider etwas ängstlich ist. Vor allem wenn es um bestimmte Prüfungen geht. Er ist ein Besserwisser, aber auf süße Weise. Alfie wirkt etwas schüchtern und ist eigentlich der typisch höfliche Streber. Aber er ist echt niedlich und kann echten Mut zeigen.

Rocco: Der coole und sportliche Junge. Er würde seine Freunde niemals im Stich lassen und alles daran setzen, anderen zu helfen. Rocco ist nicht unbedingt das hellste Licht, aber er hat ein unglaublich großes Herz und ist wirklich ein guter Junge, der sich sehr bemüht, die Hürden zu nehmen.

Paige: Ein starkes Mädchen, dass quasi die Vernunft der Gruppe darstellt. Paige scheint vor nichts Angst zu haben und stellt sich ihren Ängsten. Genau wie ihre Freunde würde sie alles tun um anderen zu helfen. Sie beweist großen Mut und ist immer für ihre Freunde da.

Fazit:
Ein schönes Kinderbuch, dass zwar am Anfang sehr gruselig wirken könnte, jedoch eine schöne Botschaft vermittelt möchte. Nämlich das man sich seinen Ängsten stellen kann und daran wachsen kann. Mich hat dieses Buch überzeugt und am Ende hatte ich fast Tränen in den Augen.
Dafür bekommt dieses Buch 4/5 Schmetterlinge.