Montag, 31. August 2015

Monatsstatistik August 2015

Dieses Mal leider ohne Bild, warum erkläre ich Donnerstag.

Das Lachen der Yanomami von Nina Hutzfeldt [243 Seiten] 3/5
Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang Goethe [abgebrochen auf Seite 80]
Dreams of Gods and Monsters - Zwischen den Welten von Laini Taylor [770 Seiten] 5/5
Wer die Lilie träumt von Maggie Stiefvater [525 Seiten]

gelesene Bücher: 3
gelesene Seiten: 1618

Sonntag, 30. August 2015

Margos Spuren von John Green

Allgemeines:
Titel: Margos Spuren
Autor/-in: John Green
Form: Taschenbuch (331 Seiten)
Verlag: dtv
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 9,95 €

Klappentext:

Schon als kleiner Junge war Quentin in die schöne, impulsive Margo verliebt – und schon damals war sie ihm ein Rätsel: Niemand konnte so mutig und entschlossen sein wie sie, niemand wirkte so unnahbar. Nachdem Quentin Margo bei einem nächtlichen Rachefeldzug geholfen hat, verschwindet diese urplötzlich und hinterlässt geheimnisvolle Spuren. Quentin ist verwirrt: Sind die Spuren für ihn? Soll er die Suche aufnehmen? Doch dann verfolgt er jeden Hinweis und befindet sich plötzlich auf einer Reise voller Abenteuer, irgendwo zwischen Roadmovie, Detektiv- und Liebesgeschichte.

Meinung:
Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut, denn "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich ja unglaublich begeistert und da ich auch noch eine Freundin habe, die ein sehr großer John Green Fan ist, konnte ich einfach nicht anders, als mit hohen Erwartungen an das Buch ran zu gehen. Zudem fand ich auch den Filmtrailer sehr toll und war umso neugieriger. Dieser hat nämlich so ein absolutes Roadtrip-Gefühl in mir ausgelöst und das mag ich einfach total. Und das Buch fing auch total klasse an. Ich war total begeistert von Margo, denn sie ist einfach so eine originelle Person, die das tut, worauf sie gerade Lust hat. Quentin ist wiederrum so ein kleiner Bodenständiger, der solche Abenteuer normalerweise nicht erlebt und immer so ein wenig schüchterner wirkt, vor allem wenn es um Margo geht. Das Buch hatte vor allem zu Beginn eine sehr schöne Atmosphäre.Die beiden tun ein paar Dinge, die sich sehr stark an der Grenze zwischen Legal und Illegal befinden. Und für mich wirkte es wirklich so, wie als würde das Buch einen mit auf eine Abenteuerreise nehmen. Es wirkte so, als könnte ich all solche Sachen tun und einfach Leben ohne an Morgen zu denken. In jedem von uns lebt doch ein kleiner Abenteurer, oder nicht? Dieser erste Part gefiel mir einfach unglaublich gut, da John Green einfach so eine schöne und lebensfrohe Atmosphäre schafft. Doch als Margo verschwunden ist, beginnt das Buch ein wenig fader zu werden. Es ist immer noch gut und mich interessiert Quentin schon sehr, aber Margos Verschwinden hinterlässt eine gewisse Leere. Das Buch verliert einfach eine gewisse Dynamik, da es jetzt auch mehr um Quentin und seine Freunde geht, die zwar ganz nett, aber auf keinen Fall so interessant sind, wie Margo. Und weil ich unbedingt Margo wiederantreffen wollte, haben mich die anderen nicht ganz so interessiert. Das Buch hat einem das beste direkt am Anfang vor die Nase geknallt. Ich mag das Buch trotzdem sehr und ich fand es wirklich sehr sehr schön. Aber das Ende hat mir wieder ein bisschen die Suppe versalzen. Es hat zum Buch gepasst, aber ich hätte mir einfach ein anderes Ende gewunscht. Das ist zumindest meine Meinung. Ansonsten war es wirklich ein schönes Buch, das mir ziemlich gut gefallen hat.

Charaktere:

Margo: Ein ziemlich verrücktes Mädchen, das ein sehr eigenartiges Leben führt. Margo ist einfach unglaublich. So einem Charakter bin ich noch nicht begegnet. Denn sie tut wirklich dass, was sie tun will, ohne sich über irgendetwas Gedanken zu machen. Nun ja, natürlich macht sie sich Gedanken. Aber sie interessiert sich nicht groß für die Konsequenzen, sondern tut das, was sie will und lässt sich nicht aufhalten. Sie ist sympathisch, aber auch ein wenig verrückt und ihre ganz eigene Art ist einfach unglaublich. Ich muss gestehen, ich bin ein totaler Margo-Fan.


Quentin: Ein durchschnittlicher Junge, der Margo seit Jahren anhimmelt. Quentin ist sympathisch und echt süß. Er versucht alles um Margo zu finden und es ist echt niedlich, wie viel er für sie bereit ist zu geben. Trotzdem ist Quentin nicht einer dieser Charaktere, die das Buch für sich einnehmen (ich hoffe ihr versteht, was ich meine). Neben Margo ist er leider wirklich blass und das macht es nicht wirklich besser. Aber eigentlich ist er wirklich ein sehr süßer Charakter, den ich sehr mochte, aber wie gesagt, neben Margo war stach er leider nicht so heraus.

Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, dass leider nicht an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" heranreicht, aber das muss es ja auch nicht. Es war ein sehr schönes Buch, dass vor allem am Anfang ein sehr leichtes und lebensfrohes Gefühl vermittelt. Leider verschwindet der beste Charakter direkt zu Beginn, was die anderen Charaktere so ein bisschen in den Schatten rückt. Ansonsten war es ein sehr schönes Buch, welches ich wirklich empfehlen kann.
Dieses Buch bekommt 4,5/5 Schmetterlinge.

Neuzugänge

Hallo Ihr Lieben,

ich habe wieder Neuzugänge. Und zwar eine ganze Menge. Denn im Moment befinde ich mich in Frankfurt in der Berufsschule und war zum Beispiel hier bei Hugendubel oder es werden Leseexemplare verteilt. Deswegen wächst mein SuB tatsächlich unaufhaltsam. Und weil ich in den letzten Wochen nicht dazu kam, sie vorzubereiten, werde ich die Neuzugänge ein wenig aufteilen, damit es nicht zu viele auf einmal werden. Alle Neuzugänge kommen noch aus dem Juli!
Mein Lollimädchen-Ich - Mein Leben mit der Magersucht von Christina Helmis.
Dieses Buch wollte ich schon sehr lange haben, da ich mich ja schon sehr für das Thema interessiere. Und als es dann das Buch für 1 € gab, musste ich es einfach mitnehmen.

Kann das auch für immer sein? von Simone Elkeles.
Das war ein Spontankauf, da es noch das alte Cbt Logo hat und ich die Reihe damit vollständig im alten Design habe. Das sieht einfach sehr viel besser aus.
Adorkable von Sarra Manning.
Dieses Buch war auch schon sehr lange auf meiner Wunschliste und dann habe ich es bei den Mayerschen weißen Buchwochen gesehen und musste einfach zuschlagen.

Heavy Cross von Beth Ditto. 
Ein absoluter Spontankauf. Das habe ich ebenfalls bei den weißen Buchwochen gefunden und da ich ein großes Interesse an Musikerbiografien habe, musste ich diese einfach mitnehmen. Der Klappentext ist einfach total interessant.
Dreams of Gods and Monsters von Laini Taylor.
Der Abschluss der fantastischen Trilogie. Warum ich dieses Buch haben musste, dürfte klar sein. Gelesen habe ich es auch schon und die Rezension folgt bald.
Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness und Siobhan Dowd.
Genau sagen warum kann ich nicht, aber dieses Buch hat mich schon ziemlich lange fasziniert. Und als es das dann im Hugendubel für 4,99 € gab, musste ich es mitnehmen.

Mit dir allein von Ayu Watanabe.
Ich bin wieder auf den Mangatrip gekommen. Deswegen musste ich mir jetzt direkt mal ein paar neue kaufen. Die anderen werdet ihr dann bei den nächsten Neuzugängen sehen. Gelesen habe ich "Mit dir allein" auch bereits, aber rezensieren werde ich die Mangas nicht. Er hat mir aber sehr gut gefallen.

Dienstag, 18. August 2015

Zum Glück allein von Katarina von Bredow

Allgemeines:
Titel: Zum Glück allein
Autor/-in: Katarina von Bredow
Form: Taschenbuch (278 Seiten)
Verlag: Gulliver
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 8,95 €

Klappentext:

Fanny ist überglücklich mit ihrem Freund Johan - er ist einfach Mister Perfect. Sie möchte mit ihm zusammenziehen, weg von zu Hause und weg von der Mutter. Doch dann erfährt Fanny, dass Johan sie schon lange betrügt. Und das soll Liebe sein? Voller Verzweiflung sucht sie Rat bei ihrem Lehrer Finn Bäckström. Schon bald kommen sie sich viel näher als erlaubt ...

Meinung:
Ich ging mit gemischten Erwartungen an das Buch ran. Denn die letzte "Schüler und Lehrer"- Geschichte, hat mich nicht so begeistern können und ich war gespannt, wie viel mir diese bieten könnte. Denn für mich ist Katarina von Bredow eine etwas unbekanntere Autorin, von der ich aber ein wenig Gutes gehört habe. Ich fand den Anfang auch gar nicht schlecht und bin sehr schnell in die Geschichte reingekommen. Fanny ist eigentlich eine sympathische und ganz nette Protagonistin, es gab nur leider ein paar Sachen, die mich wirklich an ihr genervt haben. Aber sie passte ganz gut zur Geschichte genau wie ihr Freund und ihr Lehrer. Eigentlich habe ich an dieser Geschichte gar nicht groß etwas auszusetzen. Denn sie war nicht schlecht und obwohl ich doch das ein oder andere Verhalten nicht ganz in Ordnung fand, steht sie immer noch gut in meinem Ansehen. Es ist nur wieder der typische Fall. Das hier ist nämlich keine Geschichte, die man lange im Kopf behält. Nein, denn ich weiß jetzt schon kaum noch, worum es in den Details ging. Ich habe es zugeschlagen und bisher nie wieder daran gedacht. Die Geschichte war auf jeden Fall sehr interessant und ich war sehr neugierig darauf, wie Fanny sich Verhalten wird und wie es weitergeht. Mit Fanny konnte ich mich auch recht gut identifizieren, was das Interesse nur noch gefördert hat. Trotzdem hat mich dieses Buch nicht emotional mitgenommen oder mir irgendeine besondere Bedeutung eingetrichtert. Es war leicht zu lesen und eine gute Lektüre zur Unterhaltung. Aber nichts, was wirklich unter die Haut geht. Zumindest für mich nicht. Dafür hat mir wirklich die emotionale Bindung zu den Charakteren gefehlt. Denn obwohl ich Fanny mochte, hätte ich sie manchmal gerne mit dem Kopf gegen die Wand gehauen. Und leider war das auch alles, was dieses Buch bei mir auslöste. Keine Tränen und kein Lachen. Manchmal etwas Mitleid, aber meistens konnte ich mir wirklich nur mit der Hand gegen den Kopf hauen. Trotzdem war das Buch nicht schlecht und hat mir recht gut gefallen. Eine Empfehlung kann ich hier aussprechen, aber erwartet keine hochdramatische Lektüre.

Charaktere:
 
Fanny: Ein 19-jähriges Mädchen, welches leider ein paar Probleme mit ihrem Freund hat. Und auch mit ihrer Mutter, was hier auch eine große Rolle spielt. Fanny ist eigentlich ganz nett und freundlich, aber es gab ein paar Situationen, wo ich sie nicht verstehen konnte. Normalerweise konnte ich mich immer recht gut in sie hineinversetzen und ich verurteile sie auch nicht, denn sie ist alt genug um selber zu entscheiden. Aber manchmal konnte ich sie einfach nicht erreichen, manchmal war sie mir einfach zu weit weg, als dass es für mich greifbar gewesen wäre.


Fazit:
Ein unterhaltsames Jugendbuch, welches mich überrascht hat. Denn ich war wirklich sehr skeptisch und dachte, dass es nur so mittelmäßig werden würde. Aber nein, es war wirklich gut und ich fand Fanny als Protagonistin recht passend. Sie gefiel mir, genauso wie die Grundidee der Geschichte.
Dafür gibt es von mir 4/5 Schmetterlinge.

Donnerstag, 13. August 2015

Das Lachen der Yanomami von Nina Hutzfeldt

Allgemeines:
Titel: Das Lachen der Yanomami
Autor/-in: Nina Hutzfeldt
Form: E-Book (243 Seiten)
Verlag: neobooks Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 4,99 €

Klappentext:

Als Helene stirbt, steht Andrea vor einem Scherbenhaufen. Sie hat nicht nur ihre Mutter verloren, sondern auch eine enge Freundin. Beim Ausräumen der Wohnung findet Andrea einen geheimnisvollen Brief, der einen Hinweis auf ihren unbekannten Vater enthält. Ihre Freundin Mareike bestärkt sie in ihrem Wunsch, ihren Vater kennenzulernen.

Doch wo ist er und wie soll sie ihn finden?

1993: Samuel unternimmt mit Jean eine Abenteuerreise in den Regenwald Amazoniens. Niemals hätte er erwartet, was ihm dort widerfährt. Er trifft nicht nur auf einen besonderen Menschen, sondern erkennt auch sein wahres Ich und fängt an, an seinem alten Leben zu zweifeln.

Was will er wirklich?

Meinung:
Die Bücher der Autorin lese ich ja ganz gerne und als sie mich gefragt hat, ob ich dieses Buch lesen möchte, konnte ich einfach nicht wiederstehen. Der Einstieg ging auch wieder recht schnell und ich fand die Grundidee sehr gut. Das Buch geht wieder in die Richtung, die es auch in den vorherigen Büchern gab, jedoch fand ich es im Vergleich zu den beiden ersten Büchern der Autorin, die ich gelesen habe, etwas schwächer. Das liegt leider vor allem daran, dass mich die Charaktere dieses Mal nicht so sehr begeistern konnten und ich auf emotionaler Ebene nicht so mitgenommen war. Ich fand die Geschiche sehr interessant und auch die Charaktere waren interessesant, jedoch irgendwie konnte ich mich mit keinem von ihnen wirklich identifizieren. Eine der beiden Töchter von Samual, Faith, konnte ich da noch am ehesten verstehen. Ich kann nicht so genau beschreiben warum, aber sonst hat mich die Geschichte wirklich immer total mitnehmen können, vor allem durch die Charaktere. Hier fehlte mir das leider vollkommen. Die Charaktere waren nicht unsympathisch, ich fand die meisten eigentlich auch ganz nett. Jedoch konnte ich weder eine große Entwicklung ausmachen, noch konnte ich mich in die Charakter hineinversetzen. Da hatte ich wirklich bei allen totale Probleme. Ich will nicht behaupten, dass das Buch schlecht ist, auf keinen Fall. Die Geschichte gefiel mir auch ganz gut, jedoch war sie durch die Charaktere eher neutral zu lesen. Wie als wäre ich eine Kamera, die aus der Ferne filmt. Potenzial war auf jeden Fall da und die Entwicklung der Geschichte und auch die Atmosphäre waren gut. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und auch leicht verständlich. Ich kann leider wirklich nicht bennennen, warum ich solche Probleme bezüglich der Bindung zu den Charakteren hatte. Denn ich weiß, dass die Autorin sehr gute Romane schreibt, die mich wirklich emotional an meine Grenzen bringen. Ähnliches hatte ich mir auch hier erwartet. Jedoch bin ich jetzt leider wirklich ein minimales bisschen enttäuscht, da es leider nicht so gut war wie die anderen. Aber so etwas kommt auch mal vor und ich werde definitiv auch die nächsten Werke der Autorin lesen. Denn ich weiß, dass sie mich begeistern können. Vielleicht ist es ja bei anderen anders und das Buch hat mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt. Ich meine, schlecht war es nicht. Aber es war nicht eine so grandiose emotionale Achterbahnfahrt wie die anderen.

Charaktere:

Andrea: Eine Lehrerin, die vor kurzem ihre Mutter verloren hat und jetzt auf der Suche nach ihrem Vater ist. Ich konnte zu ihr leider keinerlei Draht aufbauen und war auch nicht so begeistert von ihren Handlungen. Da konnte ich ihre Entscheidungen leider überhaupt nicht nachvollziehen und auch so mit dem hineinversetzen hat das nicht so geklappt. Das fand ich sehr schade. Denn sie ist an sich sympathisch und hätte Potenzial gehabt, dass ich sie wirklich in mein Herz hätte schließen können. Aber das war leider nicht der Fall.

Samuel: Ein Familienvater, der mit einem alten Freund seines Vaters auf Gold suche geht. Allerdings entpuppt sich das Ganze als nicht so toll. Auch mit Samuel bin ich leider nicht sehr warm geworden. Es ist eher auf der neutralen Ebene geblieben. Wobei ich auch bei ihm sehr viele Entscheidungen nicht verstehen konnte. Vieles was er getan hat, entzog sich einfach meinem Verständnis. Auch sein Verhalten gegenüber seiner Familie fand ich nicht in Ordnung. Trotzdem gab es zumindest ein paar Dinge, die ich verstehen konnte und wo er genau so gehandelt hat, wie ich es gehofft habe. Leider gab es trotzdem keine wirklichen Bindungen zwischen uns, sehr schade.

Fazit:
Ein Roman, der von der Grundidee und der Entwicklung der Geschichte gut durchdacht ist, mich aber leider nicht so begeistern konnte. Es ist keinesfalls ein schlechtes Buch, jedoch konnten mich dieses Mal die Charaktere wirklich nicht erreichen. Das hat mir leider vieles genommen, denn meistens sind es vor allem die Charaktere, die mich auf emotionaler Ebene total mitreißen.
Vielen lieben Dank an die Autorin Nina Hutzfeldt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Montag, 3. August 2015

Monatsstatistik Juli 2015

Zum Glück allein von Katarina von Bredow [278 Seiten] 3,5/5
Wild Cards - Der Sieg der Verlierer von George R. R. Martin [569 Seiten] 3/5
Margos Spuren von John Green [331 Seiten] 4,5/5 

gelesene Bücher: 3
gelesene Seiten: 1.178 

Sonntag, 2. August 2015

Wild Cards - Der Sieg der Verlierer von George R.R. Martin

Vorsicht! Da dies der 2. Teil einer Reihe ist, könnten evtl. Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Wild Cards - Der Sieg der Verlierer
Autor/-in: George R.R. Martin (Herausgeber)
Form: Broschiert (569 Seiten)
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 15,00 €
ISBN: 978-3-7645-3129-4

Kaufen?

Klappentext:

Wie weit darf ein Held im Namen der Gerechtigkeit gehen?

Eine Atomexplosion erschüttert Texas! Doch es handelt sich nicht um einen Akt des Terrors, sondern um einen schrecklichen Unfall. Ein kleiner Junge namens Drake kann sein mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und hat die Katastrophe ausgelöst. Die aus Assen und Jokern bestehende Eingreiftruppe der UNO - genannt Das Komitee - will den Jungen unter ihren Schutz stellen. Doch als ihre Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden ... Gleichzeitig versucht Drummer Boy, die Krise in der arabischen Welt zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?

Meinung:
Der erste Band war ja ziemlich gut und deswegen habe ich voll freudiger Erwartung auf dieses Buch gewartet. Aber um ehrlich zu sein ... ich hatte echte Probleme wieder rein zu finden. Denn es sind zu viele Charaktere und zu viele Namen. Es gibt mehrere Gruppen von Leuten, deren Geschichte wir verfolgen. Neue sowie alte Charaktere. Aber aus diesen Gruppen werden auch einzelne Charaktere beleuchtet und das ist verdammt viel. Leider leidet daran auch die Spannung sehr. Denn obwohl es wirklich gute Szenen gab und ich auch manche Charaktere sehr interessant fand, konnte mich dieses Buch nie so wirklich fesseln. Dafür wurde einfach zu viel zwischen den Charakteren gewechselt und oftmals waren es welche, zu denen ich einfach noch keine Bindung aufgebaut hatte und die mich einfach nicht wirklich interessierten. Natürlich führen die Handlungsstränge weitestgehend zusammen, aber der Weg dorthin ist wirklich holprig und durch die fehlende Spannung, teilweise auch sehr langatmig. Zudem bin ich sehr enttäuscht vom Cover und vom Klappentext. Denn dieser verspricht eigentlich meines Erachtens nach, dass es vor allem um Drummer Boy geht und er eventuell eine tragende Rolle in der ganzen Geschichte haben wird. Das war definitiv nicht der Fall. Drummer Boy kam viel zu kurz und hat meiner Meinung nach keinen großen Beitrag zur Geschichte geliefert. Er war meiner Meinung nach mehr ein Nebencharakter. Das er da war, hat man kaum gemerkt. Denn Drummer Boy ist ein sehr interessanter Charakter, den man irgendwie verstehen kann, teilweise dann aber auch wieder nicht. Stattdessen hätte ich lieber Niobe auf dem Cover gesehen. Sie ist ein neuer Charakter, auf den ich gleich weiter eingehen werde. Aber sie macht für mich mindestens die Hälfte des Buches aus und ihre Geschichte ist einfach unglaublich interessant. Sie und die Geschichte rund um Amazing Bubbles retten das Buch zumindest ein wenig. Trotzdem bin ich wirklich etwas enttäuscht, dass es mich leider so wenig überzeugen konnte. Ich hatte mit dem ersten Teil auch meine Startschwierigkeiten, aber immerhin hat sich das relativ schnell erledigt. Hier leider nicht. Niobe und Amazing Bubbles kommen zum Glück relativ häufig vor und die Geschichten sind sehr interessant. Das hat mich doch dazu bewogen, auch mal ein paar mehr Seiten am Stück zu lesen. Alles in allem hat die Reihe hier einen kleinen Hänger, jedoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es wieder besser wird. Vor allem das Ende macht einem schon mal Hoffnung.

Charaktere:

 Niobe: Ein Ass, dass die Fähigkeit hat quasi sofort Kinder zu gebären. Nur gibt es da leider ein paar Probleme. Niobe ist eine unglaublich gute Person, in die ich mich total hineinversetzen konnte und mit der ich eine enge Verbindung habe. Dafür kann ich ihre Ziele einfach zu gut verstehen und das, was sie eigentlich nur will. Sie ist wirklich eine klasse Person, deren Entscheidungen ich eigentlich immer nachvollziehen konnte. Sie ist mutig und dabei aber gleichzeitig sehr auf das Glück der anderen bedacht. Zudem ist sie einfach unglaublich freundlich und voller Lieben. Eine tolle Person, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe.

Drake: Ein ca. 13-jähriger pummeliger Junge, der seine Asskraft leider nicht unter Kontrolle hat. Er wird als Bedrohung eingestuft, aber Niobe tut alles um ihn zu beschützen. Ehrlich gesagt kam mir Drake mehr wie ein Randcharakter vor. Alles was groß zu bemerken wäre, ist die Tatsache, dass er halt eigentlich wie ein ganz normales Kind lebt. Und dementsprechend sind auch seine Ängste. Ich konnte ihn meistens sehr gut verstehen. Er hat Angst, denn das ist für ihn eine vollkommen neue Situation. Er ist eigentlich kein schlechter Kerl, nur kann er seine Kraft nicht kontrollieren. Als Charakter war er ganz okay, aber leider wurde er meiner Meinung nach nicht genug hervorgehoben, um zu ihm irgendeine Art von Beziehung aufzubauen.

Amazing Bubbles: Ich liebe Amazing Bubbles! Da man sie bereits aus dem ersten Band kennt, muss ich sie ja nicht weiter erläutern. In diesem Band spielt sie auch wieder eine teilweise tragende Rolle und kommt eigentlich recht gut zum Einsatz. Vom Charakter her gefällt sie mir immer noch so gut wie im ersten Band. Ich finde sie einfach großartig, da sie Mut beweist und vor allem versucht, immer für ihre Freunde da zu sein und für das Richtige einzustehen. Einfach eine tolle Person und trotz Fehlern immernoch eine Inspiration für viele.

Mein persönlicher Soundtrack:


Fazit:
Ein eher mittelmäßiges Buch, dass mich leider nicht so ganz fesseln konnte. Ich hätte mich gefreut, wenn man sich auf weniger Leute und dafür spannendere Handlungsstränge konzentriert hätte. Trotzdem hoffe ich, dass es im nächsten Band besser weitergeht und gebe die Reihe noch nicht auf.
Leider kann ich diesem Band aber nur 3/5 Schmetterlinge geben.