Samstag, 16. Juli 2016

Someday, somehow I'm gonna make it alright, but not right now

Manchmal muss ich traurig sein. Das ist okay so. Dann versuche ich das zu akzeptieren. Denn ich kann nicht immer nur gut gelaunt sein, kann nicht immer nur optimistisch sein und versuchen, positiv zu denken. Manchmal muss ich traurig sein und akzeptieren, dass ich nicht bin wer ich gerne wäre. Das ist okay so, ich arbeite immerhin an mir. Aber ich darf meine Gefühle nicht wegsperren. Wenn ich traurig bin, darf ich das auch. Ich muss nicht immer für alle ein strahlendes Lächeln aufsetzen. Ich darf traurig sein, ich darf einen schlechten Tag haben. Weil ich ein Mensch bin. Weil ich ich bin. Es gibt momentan eine Menge Dinge die mich traurig machen:
  • Ich würde gerne so viel erleben und so viele Dinge tun, aber ich bekomme weder meinen Arsch hoch, noch schaffe ich es mal das Geld dafür zu sparen.
  • Momentan habe ich Wünsche, die ich mir selbst nicht erfüllen kann. Wünsche, nach denen ich mich sehr sehne, die ich aber erst in ferner Zukunft erreichen kann. Einfach weil es mir noch an Erfahrung und einem festen und unabhängigen Standbein fehlt.
  • Es sind auch viele kleine Dinge, die mich traurig machen: Wenn andere Leute traurig sind, dass die Ärzte anscheinend nicht wissen, woher meine Schmerzen kommen (sie tippen auf Rheuma, aber die Schmerzen machen mich manchmal wahnsinnig), dass ich so eine verkorkste Persönlichkeit bin und es nicht gebacken bekomme, mal selbstbewusster aufzutreten, dass ich andere Menschen enttäusche, dass ich mich selbst enttäusche
  • Ich wäre wirklich gerne jemand anders. Aber mit der selben Familie und den selben Freunden. Einfach irgendwie anders. Selbstbewusster, sportlicher, attraktiver, kommunikativer. Mit mir selbst mehr zufrieden. Ich wünschte, ich könnte mich selbst so lieben, wie ich bin.
  • Es gibt gerade ein paar Menschen die mir fehlen: Meine beste Freundin, die gerade im Urlaub in Griechenland ist, meine Freunde aus Frankfurt (Berufsschule), meine Kollegen (an die ich sehr oft denke in letzter Zeit), mein Bruder (wir wohnen nicht weit entfernt voneinander, aber oft sehen tun wir uns auch nicht), meine Oma.
  • Die momentane Situation der Welt. All die Anschläge und der Terror. Die Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen müssen. Die Kinder, die ohne Eltern aufwachsen. Die Menschen, die unheilbar krank sind. Und die Menschen, die eine geliebte Person verloren haben. 
Ich bin traurig. All diese Dinge machen mich traurig. Aber das ist okay so. Ich darf auch mal traurig sein, kann meine Gefühle nicht immer wegsperren oder unterdrücken. Das habe ich im letzten Jahr gelernt. Es ist okay, traurig zu sein. Ich habe meine Fehler und meine Schwächen und ich darf auch mal enttäuscht oder frustriert sein. Es ist okay. Denn ich bin auch nur ein Mensch. Ich bin ich.

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