Donnerstag, 9. Februar 2017

Stop and Stare

I think I`m movin but I go nowhere.

Ich stecke in einem Gewissenskonflikt. Kennt ihr das, wenn ihr viel an eine Person aus eurer Vergangenheit denkt? Ich habe gerade eine Nachricht an eine einstige Freundin geschrieben, die ich freiwillig aus meinem Leben gekickt habe. Leider auch nicht mit den nettesten Worten, denn ich habe viele Dinge damals einfach in mich hineingefressen. Vielleicht hätte ich früher mit ihr darüber reden sollen. Aber ich fühlte mich vergessen. Irgendwann kam der Punkt an dem ich das Gefühl hatte, dass unsere Freundschaft mehr Leid bringt als irgendwas anderes. Neben ihr hatte ich immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Teilweise habe ich mich wie schmückendes Beiwerk gefühlt, denn sobald sie unterwegs angesprochen wurde, war ich nur noch Luft für sie. Wie als wäre ich nur da, um ihre Wirkung auf andere zu untermalen. Das hat mich lange Zeit mitgenommen, bis ich dann den Mut aufbrachte, sie damit zu konfrontieren. Damals (mittlerweile 1,5 Jahre her) habe ich im Affekt gehandelt und ihr alles auf einmal an den Kopf geknallt. Nach einigem hin und her sind wir im Streit auseinander gegangen. Ich war noch nie gut darin, mit Dingen abzuschließen. Und in letzter Zeit habe ich viel Zeit über Dinge nachzudenken. Ich habe mich vor nicht ganz einer Woche von meinem Freund getrennt und vor kurzem hatte ich eine Krise mit meiner allerbesten Freundin. Momentan lasse ich einfach viele Dinge Revue passieren. Ich denke wirklich sehr oft an die Situation damals. Alles hat damit angefangen, dass sie einen neuen Freund hatte. Auf einmal konnten wir uns nicht mehr alleine treffen, ihr Freund war immer dabei. Sie hat aus den nichtigsten Gründen abgesagt und irgendwann haben wir uns so weit voneinander entfremdet, dass wir gar kein Teil mehr am Leben des anderen hatten. Dabei waren wir richtig enge Freundinnen, haben 4 Jahre lang zusammen die Schulbank gedrückt, ständig Zockerabende mit unseren Freunden gehabt und ähnliches. Früher konnte ich mich immer auf sie verlassen. Aber jede meiner Bemühungen (und ich habe mich wirklich bemüht) diese Freundschaft aufrecht zu erhalten, ist im Sande verlaufen. Irgendwann hatte ich genug. 
Der Punkt ist, dass wir verdammt gute Zeiten miteinander hatten und viel zusammen durchgemacht haben. Aber dadurch, dass wir im Streit auseinander gegangen sind, kann ich diese Zeiten nicht mehr wertschätzen. Ich denke nur noch mit Groll an sie zurück und dass möchte ich nicht. Ich möchte mir einfach die Erinnerung behalten, dass es damals besser war, als ich momentan von Groll durchflutet denke. Deswegen habe ich ihr geschrieben. Um mich für die Art und Weise der Konfrontation zu entschuldigen, nicht aber für die Worte. Die Zeiten in denen ich den Leuten hinterher gerannt bin ist lange vorbei.

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