Dienstag, 18. April 2017

Take me Baby or leave me!

Wow. Wenn ich mir den Post vom letzten Mal durchlese (okay, ich habe ihn nur überflogen) merke ich, wie viel sich seit dem in meiner Denkweise geändert hat. (In oder an meiner Denkweise?) Vielleicht ist es nur eine Phase, dann aber hoffentlich eine seeeeehr lange Phase. Aber eigentlich habe ich das Gefühl, dass ich auf dem Weg zu einem zufriedenen Ich einen weiteren Schritt gemacht habe. Das ich jetzt endlich einige Sachen verstanden habe. 

Allgemein ist richtig, dass ich viel nachdenke. Über Vergangenes, über Dinge, die mich sehr geprägt haben. Schulzeit, Freundeskreise etc. Und damals dachte ich immer, dass es ja an mir liegen müsste, wenn die Leute mich beleidigen oder ähnliches. Ich habe ihnen all die Scheiße, die sie gelabert haben, geglaubt. Denn ich war der einzige gemeinsame Nenner. Aber ich weiß jetzt, dass das nicht stimmt. Denn letztendlich bin ICH die einzige Person, die mit mir meckern darf. Vor allem was mein Äußeres angeht, was ich jahrelang als Schwäche betrachtet habe. Ich bin halt nicht so hübsch und schlank wie andere. Früher fand ich es furchtbar, mittlerweile denke ich mir: "So what?" Ich bin deswegen kein schlechterer Mensch. Ganz im Gegenteil. Ich kenne meine Vorzüge und weiß, was andere an mir schätzen und vor allem was ich selbst an mir schätze. Was nützt es mir, die Schönste im ganzen Land zu sein, wenn mein Herz dafür schwarz und dunkel ist? Wenigstens habe ich es nicht nötig, auf die Schwächen der anderen zu zeigen, um mich besser zu fühlen. Nein. Ich bin stolz darauf wer ich bin und was ich geschafft habe. Klar, ich habe immer noch ein Problem mit meinem Gewicht, aber ich bin dabei, etwas zu ändern. Vielleicht bin ich noch nicht an meinem Ziel, aber ich bin auf einem guten Weg. Und vor allem bin ich nicht mehr dort, wo ich angefangen habe. Vor allem auf dem Weg zur Selbstakzeptanz habe ich gerade einen großen Schritt gemacht, denke ich.
Denn ich verstecke mich nicht mehr, was ich lange genug getan habe. Ich war ruhig und hatte Angst vor Aufmerksamkeit, weil es meist negative Aufmerksamkeit war. Aber damit ist jetzt Schluss. Du hast ein Problem damit, wie ich aussehe? Dann tu mir den Gefallen und geh. Solche Menschen brauche ich nicht in meinem Leben. Die Personen, die wichtig sind und die wichtig werden können, die mögen mich nämlich so wie ich bin. Vielleicht weil ich über mich selbst lachen kann, vielleicht weil ich immer ein offenes Ohr für die Menschen habe und sehr mitfühlend bin. Vielleicht aber auch einfach, weil ich ich bin. Denn es mag mehrere Lindas da draußen geben, aber es gibt nur eine die so ist wie ich. Und das bin ICH! Und ich bin auch die einzige Person, die mit meinem Äußeren unzufrieden sein darf. Und dann habe ich zwei Optionen: Entweder ich akzeptiere es oder ich ändere etwas. Ich probiers gerade mit beiden. 

Jeder, dem nicht gefällt was er sieht, dem darf gesagt sein, dass er sich gerne verpissen kann. Denn die Personen, die eine Chance verdienen, die mögen mich um meinerselbst willen. Die würden mich auch mögen wenn ich aussehen würde wie Beth Ditto oder Kim Kardashian. Das sind die Menschen, die zählen. Die anderen haben gar nichts zu melden. 

Sollte jemand da draußen gerade diesen Text lesen, der unzufrieden mit sich selbst ist, weil andere es ihm oder ihr eingeredet haben, hier eine Nachricht an dich: Du bist genau so richtig, wie du bist und wer dich so nicht akzeptiert, der hat dich nicht verdient!